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Reul fordert Registrierung : NRW-Innenminister warnt vor Kindern von IS-Kämpfern

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NRW-Innenminister Herbert Reul (hier Ende Januar in Düsseldorf) warnt vor der Gefahr von Kindern zurückkehrender IS-Kämpfer. Bild: EPA

NRW-Innenminister Herbert Reul warnt vor einen neuen Terrorgefahr: Kinder zurückkehrender Dschihadisten. Hier versage eine der Grundannahmen des deutschen Strafrechts.

          Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) hat vor potentiell gefährlichen Kindern von zurückkehrenden Dschihadisten gewarnt und deren Registrierung gefordert.

          Bei vielen von ihnen seien die „Kinderzimmer als Kaderschmieden“ missbraucht worden, sagte Reul der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung „Rheinische Post“ (Freitagsausgabe).

          Auf weit verbreiteten Videos sei zu sehen, wie sie gezwungen würden, Gefangene eigenhändig zu töten. Damit sei die Grundannahme des Strafrechtes widerlegt, wonach Kinder unter 14 Jahren niemals gefährlich sein könnten.

          „Wir müssen einen Weg finden, auch die Personen unter 14 Jahren zu erfassen – da darf es keine Denkverbote geben“, sagte Reul. 970 Menschen seien aus Deutschland nach Syrien und in den Irak gereist, bereits 320 zurückgekehrt. Viele verfügten über Kampferfahrung oder zumindest eine Waffen- und Sprengstoffausbildung.

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