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Nordrhein-Westfalen Lindner jetzt auch FPD-Landesvorsitzender

 ·  Christian Lindner ist neuer Vorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen. Die Delegierten des Landesparteitages wählten ihn eine Woche vor der Landtagswahl mit großer Mehrheit.

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Die nordrhein-westfälische FDP hat am Sonntag Christian Lindner in Gütersloh zu ihrem neuen Landesvorsitzenden gewählt. Der 33 Jahre alte Lindner, der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr ablöste, erhielt 97,9 Prozent der Stimmen. Lindner, der auch Spitzenkandidat der FDP für die nordrhein-westfälische Landtagswahl am kommenden Sonntag ist, bezeichnete die Schuldenpolitik der rot-grünen Minderheitsregierung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) als Verstoß gegen die Generationengerechtigkeit. Es gehe in Nordrhein-Westfalen wie in Europa um eine Weichenstellung. Es müsse im Land noch in der kommenden Legislaturperiode gelingen, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Lindner hatte die Spitzenkandidatur übernommen, als die FDP in Umfragen bei zwei Prozent stand. Mittlerweile prognostizieren Demoskopen sechs Prozent für die Partei. Der neue FDP-Landesvorsitzende schloss ein „Ampelbündnis“ faktisch aus. „Wir sind keine Reserve für Rot-Grün, wir sind die Alternative zu Rot-Grün“, sagte er in Gütersloh. „Für uns kommt als Partner niemand in Frage, der nicht mit dieser Verschuldungspolitik bricht.“ Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte, Wachstum komme nicht von neuen Schulden, sondern von Wettbewerbsfähigkeit. Der Ehrenvorsitzende der FDP, Hans-Dietrich Genscher, bezeichnete Lindner als „Hoffnungsträger der liberalen Partei in Deutschland“. Die FDP habe das Tal der Tränen durchschritten. In einer Zeit der Neustrukturierung des Parteiensystems habe die FDP die Krise hinter sich. „Anderen steht sie noch bevor.“

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