http://www.faz.net/-gpf-749re
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 10.11.2012, 12:42 Uhr

Niedersachsen FDP wählt Rösler zum Spitzenkandidaten

Der FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler ist mit 88 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten der niedersächsischen FDP für die Bundestagswahl gewählt worden. FDP-Generalsekretär Patrick Döring erhielt 81 Prozent der Stimmen.

© dpa 88 Prozent Zustimmung: der FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler am Samstag in Osnabrück

Der FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler wird die niedersächsischen Freien Demokraten in den Bundestagswahlkampf 2013 führen. Ein Landesparteitag in Osnabrück wählte ihn am Samstag mit 88 Prozent auf Platz eins der Landesliste. Bislang hat Rösler kein Bundestagsmandat. FDP-Generalsekretär Patrick Döring wurde mit 81 Prozent auf Listenplatz zwei gewählt, auf Platz drei folgte mit 65 Prozent die Vorsitzende der niedersächsischen FDP-Landesgruppe im Bundestag, Angelika Brunkhorst.

Für den Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler stimmten 258 Delegierte, 32 stimmten mit Nein. Es gab zwei Enthaltungen und zwei ungültige Stimmen. Rösler ging in seiner Rede vor allem auf die Situation in Niedersachsen ein, wo am 20. Januar der Landtag neu gewählt wird. „Ich weiß, dass Ihr verunsichert seid“, rief er seinen Parteifreunden zu. Derzeit liegt die FDP in Umfragen bei drei Prozent. „Charmant gesagt gibt es da noch richtig viel Luft nach oben“, sagte Rösler weiter.

Die FDP müsse klar zu Werten wie Marktwirtschaft und
Leistungsgerechtigkeit stehen, forderte Rösler. Schwarz-Gelb habe
große Erfolge zu verzeichnen, Rot-Grün hingegen bedeute Neuverschuldung. Die FDP stehe zur Energiewende, diese
müsse aber bezahlbar bleiben.

Mehr zum Thema

Der Preis der Kehrtwende

Von Reinhard Müller

Abrupte Richtungswechsel sind erlaubt – wenn die Grundrechte der Betroffenen beachtet werden. Der Atomausstieg erfordert einen Ausgleich. Mehr 7

Zur Homepage