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Neujahrsansprache „Müssen uns doppelt anstrengen“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger in ihrer Neujahrsansprache auf weitere Reformschritte eingestimmt.

© REUTERS Vergrößern Für einen dauerhaften Aufschwung: Kanzlerin Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger in ihrer Neujahrsansprache auf weitere Reformschritte eingestimmt. Dabei wisse sie sehr wohl, welche Belastungen für die Menschen damit verbunden seien, sagte Merkel.

Doch die guten wirtschaftlichen Zahlen zeigten, daß sich die Anstrengungen auszahlten. Die Kanzlerin betonte, der eingeleitete Aufschwung müsse jetzt dauerhaft werden. Merkel zeigte sich überzeugt, daß die von der großen Koalition begonnenen Reformschritte wie die Rente mit 67, die Gesundheits- und Pflegereform, die Unternehmenssteuerreform und die Arbeitsmarktmaßnahmen unverzichtbar seien.

Doppelt anstrengen

„Deutschland wandelt sich, Schritt für Schritt“, sagte Merkel. Die Kanzlerin hob vor der am Montag beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft hervor: „Wir müssen uns also 2007 schlichtweg doppelt anstrengen - für Fortschritte in Europa und vorneweg für die Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland.“

Sie beschwor ein gemeinsames Europa, denn nur so könnten die Herausforderungen der Globalisierung, aber auch von Gewalt, Terror und Krieg angenommen werden. Merkel erinnerte zugleich an die Fußball-Weltmeisterschaft und die vielen damit verbundenen positiven Eindrücke. „Und die Welt war in diesem Sommer wahrlich zu Gast bei Freunden“, sagte sie.

Glauben an die eigenen Stärken

Nicht nur die Fußballnationalmannschaft habe gezeigt, „was mit Fleiß, mit Zielstrebigkeit und dem Glauben an die eigenen Stärken möglich ist“. „Denn ein klares Bekenntnis zu unseren Werten und Wurzeln und ein friedliches und tolerantes Zusammenleben - das sind keine Gegensätze, das geht zusammen“, sagte die Kanzlerin.

Merkel erinnerte in diesem Zusammenhang daran, daß die große Koalition zum ersten Mal einen ernsthaften Dialog mit Vertretern der Muslime begonnen habe. Die Kanzlerin hob zudem hervor, daß im vergangenen Jahr die Zahl der Arbeitslosen um rund eine halbe Million zurückgegangen sei. Gleichzeitig sei die Zahl der offenen Stellen gestiegen.

Quelle: AP

 
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