Home
http://www.faz.net/-gpf-tln6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Neujahrsansprache „Müssen uns doppelt anstrengen“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger in ihrer Neujahrsansprache auf weitere Reformschritte eingestimmt.

© REUTERS Für einen dauerhaften Aufschwung: Kanzlerin Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger in ihrer Neujahrsansprache auf weitere Reformschritte eingestimmt. Dabei wisse sie sehr wohl, welche Belastungen für die Menschen damit verbunden seien, sagte Merkel.

Doch die guten wirtschaftlichen Zahlen zeigten, daß sich die Anstrengungen auszahlten. Die Kanzlerin betonte, der eingeleitete Aufschwung müsse jetzt dauerhaft werden. Merkel zeigte sich überzeugt, daß die von der großen Koalition begonnenen Reformschritte wie die Rente mit 67, die Gesundheits- und Pflegereform, die Unternehmenssteuerreform und die Arbeitsmarktmaßnahmen unverzichtbar seien.

Doppelt anstrengen

„Deutschland wandelt sich, Schritt für Schritt“, sagte Merkel. Die Kanzlerin hob vor der am Montag beginnenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft hervor: „Wir müssen uns also 2007 schlichtweg doppelt anstrengen - für Fortschritte in Europa und vorneweg für die Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland.“

Sie beschwor ein gemeinsames Europa, denn nur so könnten die Herausforderungen der Globalisierung, aber auch von Gewalt, Terror und Krieg angenommen werden. Merkel erinnerte zugleich an die Fußball-Weltmeisterschaft und die vielen damit verbundenen positiven Eindrücke. „Und die Welt war in diesem Sommer wahrlich zu Gast bei Freunden“, sagte sie.

Glauben an die eigenen Stärken

Nicht nur die Fußballnationalmannschaft habe gezeigt, „was mit Fleiß, mit Zielstrebigkeit und dem Glauben an die eigenen Stärken möglich ist“. „Denn ein klares Bekenntnis zu unseren Werten und Wurzeln und ein friedliches und tolerantes Zusammenleben - das sind keine Gegensätze, das geht zusammen“, sagte die Kanzlerin.

Merkel erinnerte in diesem Zusammenhang daran, daß die große Koalition zum ersten Mal einen ernsthaften Dialog mit Vertretern der Muslime begonnen habe. Die Kanzlerin hob zudem hervor, daß im vergangenen Jahr die Zahl der Arbeitslosen um rund eine halbe Million zurückgegangen sei. Gleichzeitig sei die Zahl der offenen Stellen gestiegen.

Quelle: AP

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Schwellenländer Merkel fordert Verlässlichkeit von Brasilien

Bundeskanzlerin Merkel hat sich in Brasilien für offenen Handel mit Südamerika stark gemacht. Kritik übte Merkel an den Investitionsbedingungen in dem kriselnden Land. Mehr Von Matthias Rüb, Brasília

21.08.2015, 09:50 Uhr | Wirtschaft
Mailand Merkel besucht Expo

Angela Merkel besuchte die Expo in Mailand. Der italienische Premierminister Matteo Renzi persönlich führte die Kanzlerin durch die Austellungshallen. Mehr

18.08.2015, 12:50 Uhr | Politik
Krawalle vor Flüchtlingsheim Das ist Pack, das sich hier herumtreibt

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat das sächsische Heidenau besucht, wo es am Wochenende zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen gekommen war. Auch Kanzlerin Merkel verurteilt die Krawalle als abstoßend. Mehr

24.08.2015, 17:21 Uhr | Politik
Berlin Merkel: Es geht um Europa als Schicksalsgemeinschaft

Der Deutsche Bundestag hat die Lage um Griechenland debattiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von Europa als Schicksalsgemeinschaft. Mehr

01.07.2015, 15:51 Uhr | Politik
Ukraine-Konflikt Merkel mahnt Einhaltung der Minsker Vereinbarung an

Die Kanzlerin sieht in vielen Punkten große Defizite bei der Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens für die Ukraine. In Berlin hat sie mit François Hollande und Petro Poroschenko über den Konflikt beraten. Mehr Von Majid Sattar und Konrad Schuller

24.08.2015, 21:01 Uhr | Politik

Veröffentlicht: 01.01.2007, 07:57 Uhr

Osteuropa darf sich nicht verkriechen

Von Thomas Gutschker

Der Flüchtlingsstrom zieht in eine Richtung – in den Norden. Der Osten Europas hat bisher nur wenige Menschen aufgenommen. Es wird Zeit für mehr Solidarität und ein faires Quotensystem für Flüchtlinge in der EU. Mehr 23