In ihrer Neujahrsansprache verlangt Bundeskanzlerin Merkel (CDU), dass das deutsche Wirtschaftssystem der sozialen Marktwirtschaft überall gelten solle. Die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft „müssen weltweit beachtet werden. Erst das wird die Welt aus dieser Krise führen. Die Welt ist dabei, diese Lektion zu lernen“, sagte die Kanzlerin in der Rede, die am Dienstag aufgezeichnet und an diesem Silvestertag im Fernsehen ausgestrahlt wird.
„Ich werde nicht lockerlassen, bis wir solche Regeln erreicht haben“, kündigte die Kanzlerin an. Zugleich erklärte sie abermals ihren Willen, europäischem Druck nach raschem Handeln in Deutschland nicht nachzugeben. Die Bundesregierung handele entschlossen, sagte die Kanzlerin. „Aber ich entscheide nicht danach, wer gerade am lautesten ruft.“ Denn es gehe um „das Geld der Steuerzahler“.
Deutschland soll „stärker“ werden durch die Krise
Der Maßstab für weitere Entscheidungen sei daher, Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen. Betriebe müssten dazu notwendige Kredite erhalten können. „Der Staat muss hier einspringen, wenn die Banken ihre Aufgaben nicht erfüllen.“ Frau Merkel kritisierte Bankmanager: „Finanzielle Exzesse ohne soziales Verantwortungsbewusstsein, das Verlieren von Maß und Mitte mancher Banker und Manager - wahrlich nicht aller, aber mancher -, das hat die Welt in diese Krise geführt. Die Welt hat über ihre Verhältnisse gelebt.“
Auch Infrastrukturmaßnahmen und Investitionen im Bildungsbereich kündigte Frau Merkel an. „Und wo immer es im Blick auf die nächste Generation verantwortbar ist, werden wir alle, die Steuern und Abgaben zahlen, entlasten.“ Mitte Januar solle darüber entschieden werden. Ziel sei es, dass Deutschland „stärker“ werden solle durch die Krise.
„Wir Deutschen haben schon ganz andere Herausforderungen gemeistert, im kommenden Jahr werden wir uns daran erinnern“, sagte die Kanzlerin. Die deutschen Probleme seien gering im Vergleich etwa zur Lage im Nahen Osten. Dort dürfe der Terror der Hamas „nicht akzeptiert“ sowie „Ursache und Wirkung“ der Kämpfe „nicht vergessen werden“.
Auch die EU lebt über ihre Verhältnisse,
Dieter Spethmann (dspeth)
- 31.12.2008, 09:12 Uhr
Die Regierung lebt über die Verhältnisse der Bürger
Arwed Schmidt (SDT)
- 31.12.2008, 09:36 Uhr
Merkel irrt....
Henry Vattenfal (Vattenfal)
- 31.12.2008, 09:40 Uhr
Zynismus oder Chauvinismus
Eckart Löhr (Kleinerluchs)
- 31.12.2008, 09:43 Uhr
"Die Welt hat über ihre Verhältnisse gelebt?"
Herbert Frohnhofen (H.Frohnhofen)
- 31.12.2008, 10:13 Uhr