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Neuer Regierungssprecher Steffen Seibert folgt Ulrich Wilhelm

10.07.2010 ·  Der ZDF-Moderator Steffen Seibert wird neuer Sprecher der Bundesregierung. Vom 11. August an werde er seine Arbeit als Nachfolger von Ulrich Wilhelm aufnehmen, teilte die Bundesregierung am Samstag mit.

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Der Fernseh-Journalist Steffen Seibert wird neuer Sprecher der Bundesregierung. Der Moderator des ZDF-„heute-journals“ werde am 11. August seine Arbeit als Nachfolger von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm aufnehmen, teilte die Bundesregierung am Samstag in Berlin mit.

Der 50 Jahre alte Journalist sagte laut Mitteilung: „Für einen leidenschaftlichen Journalisten ist das eine ganz unerwartete, faszinierende neue Aufgabe.“ Seibert zeigte sich überzeugt, dass die Bundesregierung unter Führung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die richtigen Schwerpunkte setze, um dem Land in schwierigen Jahren eine gute Zukunft zu sichern. Merkel freue sich auf die Zusammenarbeit.

Ulrich Wilhelm wird neuer Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR). Er hatte angekündigt, sein Amt in Berlin spätestens im Juli aufzugeben, wenn sein Nachfolger gefunden sei. Wilhelm tritt beim BR zum 1. Februar 2011 die Nachfolge von Intendant Thomas Gruber an.

Seibert war von 1992 bis 1995 ZDF-Korrespondent in Washington. Seit 2003 war er Redakteur und Moderator der „heute“-Nachrichten, seit 2007 auch Moderator des ZDF-„heute-journals“. Er hat auch mehrere große Spendengalas im ZDF moderiert. Zusammen mit Thomas Gottschalk warb Seibert im März dieses Jahres um Geld für die Erdbebenopfer in Haiti. 2005 erhielt Seibert gemeinsam mit Johannes B. Kerner den Publikums-Bambi für die Präsentation der ZDF-Spendensendung zur Tsunami-Katastrophe in Südostasien.

Für seine Moderation der Sondersendungen nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 wurde er mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Er stand bei vielen „ZDF-spezials“ und als „Mann für die Zahlen“ in der ZDF-Wahlberichterstattung vor der Kamera.

Der gebürtige Münchner kam 1988 nach einem Studium der Geschichte als Volontär zum ZDF, wie der Sender auf seiner Internetseite mitteilt. Zwischen 1992 und 1995 berichtete Seibert aus Washington, bevor er Moderator des „ZDF-Morgenmagazins“ wurde. Später wechselte er ins Vorabendprogramm zum „Abendmagazin“ sowie „hallo Deutschland“ und leitete „ZDF.reporter“. Seibert ist laut Senderangaben verheiratet und hat drei Kinder. In seiner Freizeit ist er nach eigenem Bekunden großer Opernfan. „Oper macht total glücklich“, sagte er in einem Interview. „Ich muss da auch öfter mal heulen.“

ZDF-Chefredakteur Peter Frey sagte zu Seiberts Entscheidung, den Sender zu verlassen: „Wir bedauern, dass Steffen Seibert seine Perspektive nicht im Journalismus gesehen hat. Er nimmt die bundesweite Bekanntheit, die er auf dem Schirm als Moderator von heute und heute-journal erworben hat, und die damit verbundene Kompetenz und Glaubwürdigkeit mit in seine neue Aufgabe. Wir haben ihn als professionellen, engagierten Kollegen sehr geschätzt und wünschen ihm für seine neue Tätigkeit viel Erfolg.“

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