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Neuer Antisemitismus-Vorfall : Achtköpfige Gruppe verprügelt Mann mit Davidstern

  • Aktualisiert am

Eine Kippa mit einem Davidstern (Symbolbild) Bild: EPA

Ein Mann fragt eine Gruppe nach Feuer. Einer aus der Gruppe erkennt einen Davidstern an der Halskette des Mannes – daraufhin schlagen sie auf ihn ein. Nun ermittelt der Staatsschutz.

          Nach einem mutmaßlich antisemitisch motivierten Angriff hat die Berliner Polizei einem Bericht zufolge acht Männer festgenommen. Ein Syrer sei in der Nacht zum Samstag in einem Park in Berlin-Mitte von einer Gruppe von Landsleuten angegriffen worden, berichtete die „Welt“ am Samstag unter Berufung auf Polizeiinformationen.

          Der Mann habe die Gruppe um Feuer gebeten. Dabei habe einer der Syrer einen Davidstern an der Halskette des Mannes entdeckt, woraufhin die Gruppe auf ihn eingeschlagen habe. Dabei erlitt das Opfer dem Bericht zufolge Platzwunden, die ambulant behandelt worden seien. Demzufolge ermittelt nun der Staatsschutz.

          Beschwerde im Kippa-Fall von Berlin

          In dem Fall des im April verprügelten Kippa-Trägers legt die Verteidigung des Täters Berufung ein. Wie eine Gerichtssprecherin am Samstag sagte, geht der Fall damit vor das Landgericht. Zudem legte die Verteidigung demnach Beschwerde dagegen ein, dass es keine Haftentschädigung für den 19-Jährigen gibt.

          Wegen des Angriffs, der bundesweit für Empörung gesorgt und eine Debatte über Antisemitismus in Deutschland ausgelöst hatte, war der angeklagte Syrer Ende Juni vom Amtsgericht Tiergarten nach Jugendstrafrecht zu einem Arrest von vier Wochen verurteilt worden. Die Strafe galt aufgrund der Untersuchungshaft des Angeklagten aber bereits als verbüßt; er hatte seit Mitte April in Untersuchungshaft gesessen.

          Der 19-Jährige hatte zugegeben, im April im Stadtteil Prenzlauer Berg einen arabischen Israeli und einen Deutschmarokkaner beleidigt und einen der jungen Männer mit seinem Gürtel geschlagen zu haben. Beide trugen Kippas. Der 21-jährige Israeli wurde dabei leicht verletzt. Den Antisemitismusvorwurf wies der Angeklagte entschieden zurück.

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