http://www.faz.net/-gpf-997jn

Neonazistische Vereinigung : Razzia gegen Rechtsextremisten in drei Bundesländern

  • Aktualisiert am

Mit einer Razzia in drei Bundesländern ist die Bundesanwaltschaft gegen eine neonazistische Vereinigung vorgegangen. Sie soll auch Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen haben.

          Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag die Wohnungen von vier Beschuldigten in drei Bundesländern durchsuchen lassen. Ziel der von ihnen gegründeten Vereinigung soll es gewesen sein, „den Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu verhelfen“, wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Sie hätten auch Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen.

          Festnahmen gab es zunächst nicht. Die in Erwägung gezogenen Anschläge sollen den Ermittlungen zufolge noch nicht näher konkretisiert worden sein. Die Beschuldigten sollen sich allerdings bereits bemüht haben, sich Waffen, Munition sowie Materialien zum Bau von Brand- und Sprengvorrichtungen zu beschaffen.

          Die Beschuldigten sollen sich spätestens Anfang 2017 unter dem Namen „Nordadler“ zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben. Die Durchsuchungen bei den vier Beschuldigten fanden in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen statt. Zudem wurde die Wohnung einer „nicht tatverdächtigen Person“ in Thüringen durchsucht. Bei den Razzien setzten die Landeskriminalämter auch ihre jeweiligen Spezialeinsatzkommandos ein.

          Weitere Themen

          Münzraub, Bankraub, Geldwäsche

          Razzia in Berlin : Münzraub, Bankraub, Geldwäsche

          In Berlin geht die Polizei gegen eine arabische Großfamilie vor. Den Mitgliedern wird eine ganze Bandbreite von Straftaten zur Last gelegt. Auf die Schliche kamen ihr die Ermittler durch eine unvorsichtige Handlung.

          Topmeldungen

          Heimliche Mitschnitte : Trump attackiert seinen früheren Anwalt

          Donald Trump hat in der Schweigegeld-Affäre schwere Vorwürfe gegen seinen früheren Anwalt und die Ermittler erhoben. Dass Michael Cohen während eines Gesprächs mit Trump heimlich einen Mitschnitt gemacht habe, sei „vielleicht illegal“, twitterte Trump.

          Scholz bei G-20-Treffen : Für einen freien Handel

          In Buenos Aires treffen sich die Finanzminister der führenden Wirtschaftsnationen. Für Deutschland reist Olaf Scholz nach Argentinien – und pariert sogleich Trumps Währungsmanipulationsvorwürfe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.