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Nebeneinkünfte Steinbrück erhielt 1,25 Millionen Euro für Vorträge

 ·  SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat für Vorträge, die er zwischen 2009 und 2012 gehalten hat, insgesamt 1,25 Millionen Euro erhalten. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Am Dienstag will sich Steinbrück zu seinen Nebeneinkünften äußern.

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Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat für Vorträge, die er als Bundestagsabgeordneter in den Jahren 2009 bis 2012 gehalten hat, insgesamt ein Honorar in Höhe von 1,25 Millionen Euro bezogen. Der Online-Dienst der „Bild“-Zeitung berichtete am Montag, diese Gesamtsumme habe eine von Steinbrück beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft errechnet. Das höchste Einzelhonorar für den früheren Bundesfinanzminister habe 25.000 Euro betragen, das niedrigste 1000 Euro.

Durchschnittlich habe er für seine Vorträge, darunter mehrere auf Einladung von Finanzinstituten, 14.065 Euro erhalten, was nach der Besteuerung Einkünften von 7314 Euro entspreche. An diesem Dienstag will er sich in Berlin zu seinen bisherigen Nebeneinkünften öffentlich äußern. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sagte am Montag, er finde, es sei ein „exzellentes Ergebnis“ – er meinte die bevorstehende volle Offenlegung der Einkünfte, nicht deren Höhe. Ursprünglich hatte Steinbrück erwogen, nur die Durchschnittswerte seiner Einnahmen zu veröffentlichen.

Nachdem Gabriel Ende September Steinbrück als Kanzlerkandidaten vorgeschlagen hatte, war diesem von den Koalitionsparteien vorgehalten worden, es müsse geklärt werden, ob er ein Produkt der Finanzindustrie sei. Gabriel wies am Montag eventuelle Glaubwürdigkeitsprobleme Steinbrücks zurück, da er sich an die bisherigen Transparenzregeln gehalten, seine Einkünfte versteuert und in den Vorträgen nichts gesagt habe, was er nicht auch im Bundestag so geäußert habe. In der SPD werde es „überhaupt kein Stirnrunzeln“ ob der Höhe der Einkünfte geben. Gabriel forderte die Regierungsfraktionen auf, eine Verschärfung der Transparenzregeln zu ermöglichen. Der Vorschlag, auf den sich die Rechtsstellungskommission des Bundestages verständigt hatte – nämlich die Einkommensstufen von drei auf zehn zu erhöhen –, reiche nicht aus.

Zwischen 2009 und 2012 hat Steinbrück nach Angaben der Zeitung 89 Honorarvorträge gehalten, im gleichen Zeitraum zudem 237 Vorträge ohne Honorar, etwa vor gemeinnützigen Organisationen. Auch habe er mehrfach auf Honorare verzichtet und darum gebeten, das Geld sozialen Einrichtungen zukommen zu lassen.

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Jahrgang 1970, politischer Korrespondent in Berlin.

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