http://www.faz.net/-gpf-9a91r

CSU sackt ab : Ist der Söder-Effekt verpufft?

  • Aktualisiert am

Kein positiver Effekt mehr für die Umfragen? Bayerischer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Bild: dpa

Nach der Wahl von Markus Söder zum Ministerpräsidenten stiegen die Umfragewerte der CSU – doch nun sackt die Partei wieder ab. Eine aktuelle Umfrage verheißt Böses für die Landtagswahl im Herbst.

          Der CSU droht unverändert der Verlust der absoluten Mehrheit bei der Landtagswahl im Herbst. Wäre die Wahl am kommenden Sonntag, käme die CSU laut Stimmungsbild des Umfrageinstituts GMS auf 42 Prozent, das sind zwei Prozentpunkte weniger als noch im April. Das haben die Hamburger Meinungsforscher im Auftrag von „17:30 Sat.1 Bayern“ ermittelt, wie der Sender am Donnerstag mitteilte.

          Die fünf Oppositionsparteien kommen in der Umfrage zusammen auf 50 Prozent. Die AfD legt im Vormonatsvergleich um einen Prozentpunkt zu und kommt auf 13 Prozent. Damit liegt sie aktuell gleichauf mit der SPD (April: 14 Prozent) und hat somit Chancen, stärkste Oppositionspartei zu werden. Die FDP erreicht weiterhin fünf Prozent und würde damit den Einzug in den Landtag schaffen. Die Grünen liegen in der Umfrage bei 12 (April: 11 Prozent), die Freien Wähler bei 7 Prozent (9 Prozent).

          Auch die Zustimmungswerte des neuen Kabinetts von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sind gesunken. Laut GMS-Stimmungsbild sind noch 52 Prozent der Bürger mit der Arbeit der im März angetretenen Staatsregierung zufrieden, im April waren es noch 59 Prozent. Söder persönlich halten 53 Prozent der Befragten für einen guten Ministerpräsidenten, das ist ein Prozentpunkt mehr als vor einem Monat. Die Meinungsforscher befragten 1005 bayerische Bürger vom 11. bis 16. Mai.

          Die landespolitischen Themen der vergangenen Wochen stoßen auf ein gemischtes Echo: Demnach hat das neue Polizeiaufgabengesetz – das die rechtlichen Hürden für Überwachungsmaßnahmen senkt – nur eine knappe Mehrheit hinter sich. Laut Umfrage sind 46 Prozent für und 44 Prozent gegen das Gesetz. Söders Vorstoß, in jeder staatlichen Behörde ein Kreuz anzubringen, unterstützt eine Mehrheit von 53 Prozent, 42 Prozent sind dagegen.

          Das Meinungsforschungsinstitut Civey befragte im Auftrag der Tageszeitung „Augsburger Allgemeine“ (Mittwoch) 3065 Menschen in Bayern ebenfalls zur Kreuz-Debatte: 38 Prozent der Befragten glaubten demnach, dass der Beschluss Söder nutzen wird. Mehr als 34 Prozent gehen vom Gegenteil aus.

          Weitere Themen

          Gute Laune bei CSU und Freien Wählern Video-Seite öffnen

          Koalitionsverhandlungen : Gute Laune bei CSU und Freien Wählern

          CSU und Freie Wähler machen nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder und Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger bei ihren Koalitionsverhandlungen in Bayern rasche Fortschritte. Das Bündnis solle noch im Oktober stehen.

          Ermittlungen, bis es keine Fragen mehr gibt Video-Seite öffnen

          Fall Khashoggi : Ermittlungen, bis es keine Fragen mehr gibt

          Der türkische Präsident Erdogan hat Saudi-Arabien vorgeworfen, Khashoggis Mord geplant zu haben. Die Türkei werde die Ermittlungen noch nicht abschließen, bevor nicht alle Fragen beantwortet seien.

          Topmeldungen

          Italienische Fernsehpolitik : Wer macht hier Fehler?

          Ein Dorn im Auge der Partei: Matteo Salvinis Lega versucht den Auftritt von Riaces Bürgermeister Mimmo Lucano im italienischen Fernsehen zu verhindern
          Nun auch ein ehemaliger HSV-Trainer: Ballbesitzanhänger Christian Titz

          Fußball-Kommentar : Beliebt beim HSV, aber nicht erfolgreich

          Die Trennung von Trainer Christian Titz beim HSV nach nur einem guten halben Jahr ist nachvollziehbar und verständlich. Auch das Tempo, in dem schnell ein Nachfolger präsentiert wurde, ist richtig. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.