04.10.2010 · Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zweifelt nach dem Filmtest der Sonntagszeitung an der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmindustrie (FSK): „Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass da, wo FSK 12 draufsteht, auch FSK 12 drin ist.“
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Die wahren Massenschlachtfeste finden im Fernsehen statt
Jeden Abend auf RTL II und Pro 7. Der Zustand ist voellig normal, leider, und die FSK hat ihn deshalb mit Recht zur Messlatte gemacht. Das Kino kann keine Insel der Seeligen sein.
Nonsense-Satz von Frau Schröder
Aber bei aller Ärgerlichkeit lustig, weil so völlig absurd, ist ja der Satz von Frau Schröder "Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass da, wo FSK 12 draufsteht, auch FSK 12 drin ist."
Denn darauf können Eltern sich wohl auch verlassen, oder sind schon FSK-Etikett-Fälschungen im Umlauf?
Gut, dass die Ministerin nun einmal Zeit für ihre Aufgaben findet, anstatt wie bisher vor allem sich dem Vogelgezwitscher im Zwischennetz hinzugeben, was bekanntlich der Ministerin liebster Zeitvertreib ist; doch sollte sie zum Schutze der Kindlein vor Sittenverderbnis und Unmoral den Eltern raten diese fortan überhaupt keine Filme mehr ansehen zu lassen, sondern sie stattdessen dazu anhalten sich der klassischen Literatur zu widmen; da die zarten Kinderseelen bei den Gesängen Homers vom Kampf der alten Griechen mit den Trojanern um die schöne Helena keinen Schaden nehmen werden:
"Weil noch Morgen es war und der heilige Tag emporstieg, Hafteten jeglichen Heeres Geschoss', und es sanken die Völker. (…) Jetzo mit Kraft durchbrachen die Danaer kühn die Geschwader, Rufend den Freunden umher in den Ordnungen. Sieh, Agamemnon Stürmte voran und entraffte den Völkerhirten Bianor, Ihn, und darauf den Genossen, den Wagenlenker Oileus. Dieser schwang sich herab vom Wagengeschirr und bestand ihn; Doch in des grad Anstrebenden Stirn mit spitziger Lanze Stach er, und nicht verwehrte des Helms erzlastende Kuppel, Sondern sie drang durch Erz und Schädel ihm und sein Gehirn ward Ganz mit Blute vermischt; so bändigt' er jenen im Angriff."
Die FAZ als Wächter der Moral?!?
Die Autoren der FAS zum Thema FSK unterschlagen Fakten, die für die Diskussion und Einschätzung enorm wichtig wären, um ihre eigene, rekationäre Agenda durchzusetzen. Szene aus dem Kontext zu reissen, ist abolsuter Blödsinn, so kann man selbst "Hamlet" wie ein Metzelstück wirken lassen.
Deutschland hat schon jetzt eines der restriktivsten Freigabesysteme Europas. Italien, Frankreich, Holland uvm kennen die Freigabe "ab 16" praktisch nicht - dort ist alles ab 6 oder 12/13 Jahren freigegeben. Man traut dort den Kindern einfach mehr zu und dort gilt für Film grundsätzlich der Kunstbegriff. Alles Psychopathen?
In Deutschland hingegen hat man seit der filmischen Propaganda des 3. Reichs große Angst, dass die Kinder von den Medien/Filmen negativ beeinflusst werden könnten. Daher die Beschränkungen.
Ich bin entsetzt, dass die FAZ sich auf dieses speziell in der Wortwahl demagogische Bild-Niveau begibt.
Und was bleibt denn den Politikern anderes übrig, als sich empört zu geben?
Werbung für die Homepages irgendwelcher Sektierer sollte die FAZ nicht zulassen!
Na endlich, das haben wir schon vor 20 Jahren gesagt! [<10]
Norbert Pütz (nevergiveup)
Besser spät als nie, sagt ein Sprichwort. Wer sich in Zukunft rechtzeitiger informieren will, kann googeln unter "Christen für die Wahrheit" (Newsletter)
Warum diese -Massenschlachtfeste- in allen Folgen des "Herrn der Ringe"
jugendfrei sind, entzieht sich meinem Verständnis!
@jörg reuber/Mörder ohne Gesicht v. Henning Mankell
Bzgl. des FSK 6 für "Mörder ohne Gesicht" ("Es roch sogar nach Blut. Es sah aus wie in einem Schlachthaus.") habe ich den Verein schon vor 2 Jahren angeschrieben und gefragt, ob sie denn noch bei Trost seien. Bei der Laber-Antwort, die ich erhielt, wurde mir klar, dass das ein Verein ist, den man getrost nicht ernst zu nehmen braucht. Insofern stimme ich Frau Schröder (wie immer) nicht zu. Eltern sollten sich auf ihre (sofern denn noch vorhanden) natürlichen Instinkte verlassen und nicht auf den Dillettanten-Verein FSK.
Die beste Werbung FÜR einen Film unter Jugendlichen
wäre eine Einstufung wie FSK 16 oder überhaupt keine (also nur für Erwachsene). Wissen das die Kritiker eigentlich? Und ganz nebenbei - Hänsel und Gretel bekommen dann ja wohl FSK 16. Wegen schrecklicher und Kindern unzumutbarer Gewaltdarstellung. Eine Scheindebatte. Die auszeichnet, dass jeder dazu folgenfrei eine Meinung äussern darf. Von der Freiheit haben einige auch fleissig Gebrauch gemacht, die das besser unterlassen hätten, wenn sie auf die Anerkennung als intelligente Menschen Wert legen.
FSK kann nicht die Eltern ersetzen...
Schon immer hat mich die FSK aufgeregt, da sie urteilen, was für Kinder geeignet ist und was nicht.
Es gab Filme, die hart waren (Gewalt !) und erst ab 16 oder 18 zugelassen, die ich aber durchaus jüngeren, verantwortungsvollen Kindern erlaubt hätte. Andererseits gab es Filme, die für Kinder ab 12 zugelassen sind mit sehr freizügigen erotischen Szenen, die ich keiner 12 oder 14jährigem Tochter zeigen würde.
Die FSK sollte - ähnlich der Fernsehzeitungen - sagen, wieviel Gewalt, wieviel Erotik (oder Sex) enthalten ist und dann sollten die Eltern selbst entscheiden.
Wenn im Fernsehen nachts um 23 Uhr noch um Szenen beschnittene Filme gezeigt werden, weil noch 12jährige Fernsehen könnten, dann wird hier dem Zuschauer das Gesamtwerk vorenthalten. Vielmehr sind die Eltern stärker selbst gefordert als alle möglichen Institutionen oder - noch schlimmer - die Politiker.
Wie läuft es denn jetzt ? Der/die älteste Jugendlicher wird zur Videothek geschickt und alle (auch jüngere) gucken dann zu Hause mit. Auch hier sage ich wieder : Eltern !
Ich bin ein Vertreter von Selbstbestimmung der Bürger (ein Fremdwort für Politiker) und sehe hier vor allem die Eltern in der Verpflichtung für das Wohl ihrer Kinder zu sorgen.
"Der Jugendschutz ist streng genug!" @J. Dörr (Zogash)
Sie sind grenzenlos naiv.
Es macht sehr wohl einen Unterschied, was die Leute (nicht nur Kinder) gucken und spielen.
Sie dürfen bei dieser Thematik (und vielen ähnlich gelagerten Themen) NIEMALS vom Einzelfall auf das eigentlich relevante, nämlich den statistischen Mittelwert/Erwartungswert schließen.
Die relevante Frage ist, ob die Zahl von Gewalttaten über einen längeren Zeitraum und geografischen mit dem Gewaltkonsum positiv korreliert oder nicht. Und hier ist die Antwort eindeutig JA.
Na endlich, das haben wir schon vor 20 Jahren gesagt!
Besser spät als nie, sagt ein Sprichwort. Wer sich in Zukunft rechtzeitiger informieren will, kann googeln unter "Christen für die Wahrheit" (Newsletter)
Der Jugendschutz ist streng genug!
Manchmal muss man sich ob der Panikmache der deutschen Politiker echt an den Kopf fassen. Als ich 10 war habe ich Filme wie "Der Terminator", "Jurassic Park", gesehen, mit 14 Filme wie "Der blutige Pfad Gottes", "Natural Born Killers", etc.
Ich bin jetzt 25 und habe noch niemanden getötet, bin noch nie Amok gelaufen und habe auch kein latentes Verlangen nach Gewalt oder Drogen. Es ist im Endeffekt komplett egal, was für Filme Kinder sehen, solang ihnen von ihren Eltern ein stabiles Wertebild vermittelt wird. Brutale Filme (und PC-Spiele) allein machen kein Kind zum Gewalttäter! Dafür sind andere Probleme verantwortlich, vor allem mangelnde Erziehung, fehlende soziale Bindungen und mangelhafte Elternarbeit. Aber um das zu ändern müsste die Politik ihren A*** hochkriegen und die Eltern fordern... da ist es doch sehr viel angenehmer, Filmen und Spielen den schwarzen Peter zuzuschieben und sie als verrohend anzuprangern. Nicht umsonst fällt im Zusammenhang mit Amokläufen immer wieder der Begriff "Killerspiel" - ich selbst habe mit 14 angefangen, Counterstrike - das Killerspiel schlechthin (*lach*) - zu spielen und noch hab ich niemanden erschossen. Es obliegt den Eltern, dafür Sorge zu tragen, ihren Kindern den Kontext zu vermitteln.
Citat aus den Grundsätzen der FSK:
»Die obersten Landesjugendbehörden bedienen sich gemäß Vereinbarung der Länder über die Freigabe und Kennzeichnung von Filmen, Videokassetten und vergleichbaren Bildträgern der Prüftätigkeit der Ausschüsse der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft als gutachterlicher Stelle. Die Prüfungsvoten der FSK sind von den obersten Landesjugendbehörden als eigene Entscheidung übernommen (sic!) und die Filme und anderen Trägermedien sind gemäß § 14 Abs. 6 JuSchG von ihnen gekennzeichnet, soweit nicht oberste Landesjugendbehörden für ihren Bereich ausdrücklich eine abweichende Entscheidung treffen.« Die FSK ist aber eine Firma der »Spitzenorganisation der Filmwirtschaft«, eines Interessenverbandes der Film-, Fernseh- und Videofirmen. Man stelle sich vor, einem Interessenverband der Bauwirtschaft würde die Aufgabe übertragen, Bauland auszuweisen, Baugenehmigungen zu prüfen und zu erteilen und die Bescheide des Verbandes würden von den Baubehörden »als eigene Entscheidung übernommen« …
Also das ganze wirkt doch ziehmlich lächerlich!
Nun gut, diese FSK- Jugendschutz- Rating Maschine wird sich nicht abschaffen lassen. Allein weil ein Betätigungsfeld für Kirchen, Politiker und Sozialpädagogen, damit die auch mal was mitbestimmen dürfen. Damit wird man leben müssen.
Aber was soll der ganze Terz. Mit zwölf Jahren ist es PRIMÄR die Aufgabe der Eltern sich darum zu kümmern was die Kinder sehen und v.a. was nicht! Ich erinnere mich selber, kein Aufkleber mit Alterangabe hat je einen Jugendlichen abgeschreckt. Eher im Gegenteil. Ebenso ist es das RECHT der Eltern zu entscheiden. Wieviel dieser Sticker dazu beiträgt kann jeder selber entscheiden.
Und Frau Schröder sollte mal lieber ruhig sein. Ich frage mich bei jeder Äußerung dieser Person, was sie für die Aufagbe qualifiziert. Leistung und Ausbildung und tatsächliche Qualifikation oder gar persönliche Erfahrungen können es ja nicht sein. Also wieder einmal viele Jahre Parteiarbeit und Schleimen...
Danke
Fr. Schröder: Haben sie denn Kinder?
Ich weiss von mir und einen großen Fruendeskreis, dass wir von Filmen die wir in useren Kinder/Jugend-alter gesehen haben (die nicht für uns "freigegeben" waren) nicht negativ beeinträchtig worden sind (und auch von Spielen wie Counter-Strike); im Gegenteil!
Und für all die "Erwachsenen" die so einen großen Zweifel haben, lasst uns am besten ein "fsk" für Bücher und Literatur (und Zeitungsartikel?) anschaffen. Wie so manches in (brutalen)-Büchergeschichten geschrieben wird, ist meist detallierter als die Filmische Darstellung. Warum denn dort kein "fsk"?
Ein paar Beispiele zu FSK 0 die es auch nicht sein könnten/sollten:
-Alice im Wunderland (1951): Erzählt die Geschichte wie ein junges Mädchen einen "Trip" hat und im totalen Drogenrausch Fantasien hat.
-Robin Hood: Räuber bestiehlt die Behörden. Anti-demokratisch.
-Pepeye der Seeman: Ein Mann der ständig am "rauchen" ist und mit einer "grünen Speise" Superkräfte bekommt: Doping!
...
Wünschen Sie der FSK den Tod oder dem nicht korrekt wiedergegebenen FSK-Logo oder der Altersfreigabe "ab 12"? Wenn ein Kind sich diesen Artiekl durchliest um zu wissen welche Filme es sich Weihnachten nicht wünschen darf, wird es sicherlich denken, die Redaktion schießt auf FSK-Siegel und beschließt dann vielleicht auf selbige zu sch... und kauft sich vom Taschengeld dann "Braindead" und "John Rambo".
Jetzt bestimmt ein einseitiger Zeitungstest
schon die Meinung der Politik. Prost Mahlzeit.
Eltern müssen sich nicht auf irgendwelche Handreichungen verlassen, sondern auf ihr eigenes Urteil.
was hier konstruiert werden soll. Die FSK gilt als die härteste Freigabestelle in Europa, die einzigen die ähnlich rigoros durchgreifen sind die Briten. Als Erwachsener hat man hier keine Möglichkeit an alle Filme ranzukommen, da genügend noch auf der schwarzen Liste der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften stehen. Die Kritik an der Freigabe von Schindlers Liste ist mehr als lächerlich, dieser Film wurde damals von Schulklassen geschaut, das alles mit Förderung der Kultusministerien. Dieser Film zeigt die historisch verbürgte Realität. Einige Gegenvorschläge, welche Filme Ihrer Ansicht nach ihrer Altersfreigabe würdig sind, wäre sicherlich hilfreicher, als eine Antiliste. Im übrigen, wurde die FAZ-Edition Momente des deutschen Films, auch auf ihre jugendtauglichkeit hin geprüft? Nicht das da noch die ein oder andere Brust zu sehen ist oder jemand ein böses Wort in den Mund (oder in die Texttafel) nimmt.
>>Der Jugendmedienschutzbeauftragte des Deutschen Kinderschutzbundes..
..hob hervor, dass die FSK-Kennzeichnungen "keine pädagogischen Empfehlungen" seien, "sondern lediglich sicherstellen sollen, dass das körperliche, geistige oder seelische Wohl von Kindern und Jugendlichen einer bestimmten Altersgruppe nicht beeinträchtigt wird". Mutschler wies die Verantwortung vielmehr den Eltern zu: "Wir gehen davon aus, dass sich die Erziehungsberechtigten vorher informieren, bevor sie ein Kind einen Film besuchen lassen."<< Mutschler sollte von seinem Amt zurücktreten. Wer solche hanebüchenden Vorschläge macht hat seine Aufgabe absolut verfehlt. Natürlich haben die Eltern den größten Teil der Verantwortung, aber es ist i.d.R. unmöglich, dass sie jeden Film vorher selbst ansehen. Man muss sich schon auf die Altersangaben zu den Filmen verlassen können. Es hätte Mutschler besser angestanden, die FSK massiv zu kritisieren, statt einer solch armseligen Einrede, die die Eltern quasi für die Falschdeklarierung der FSK in die Verantwortung nimmt. Im Übrigen wird man mit einem derartigen Filmangebot auch bei den ÖR-Sendeanstalten, oft schon ab 20.15, konfrontiert und ich beneide nicht die Eltern, die ihren Kindern dann Ausdrücke u. Szenen erklären müssen, die üblicherweise nur in der Zuhälterszene gebräuchlich sind.
Vor einigen Jahren war ich mit meinem damals etwa 9-jährigen Sohn im Film "FC-Venus", als Fussballkomödie angekündigt und FSK-6, wenn ich mich nicht irre. Im Publikum waren viele Eltern mit Kindern von 6-14 Jahren. Uns fiel die Kinnlade runter, als auf einmal eine Sexszene in der Toilette einer Dorfgasstätte ziemlich "offenherzig" gezeigt wurde. Die elterlichen Erklärungen nach dem Film "Die schmusen nur" dürften wohl bei vielen Kindern mit Staunen aufgenommen worden sein...