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Münster : Kleintransporter fährt in Menschenmenge

  • Aktualisiert am

Einsatzfahrzeuge in der Altstadt von Münster: Polizei bestätigt Tote und Verletzte. Bild: dpa

In Münster hat es mehrere Tote und Verletzte gegeben, als ein Auto in eine Menschenmenge gefahren ist. Der Hintergrund ist noch unklar, Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Momentan wird ein verdächtiger Gegenstand im Auto des Täters untersucht.

          In Münster sind mehrere Personen ums Leben gekommen, als ein Kleintransporter um 15:27 Uhr in eine Menschenmenge gefahren ist. „Es gibt Tote und Verletzte“, erklärte die Polizei. Mittlerweile sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums drei Menschen gestorben. Darunter sei auch der mutmaßlicher Täter. Seine Identität ist noch unklar. Der Münsteraner Polizeisprecher, Andreas Bode, spricht zudem von 20 Verletzten, sechs davon sind schwer verletzt. Wie viele Menschen noch in Lebensgefahr schweben, ist nicht klar.

          „Spiegel Online“ nach gehen die Behörden von einem Anschlag aus. In Sicherheitskreisen hieß es, „das Szenario ist so, dass man einen Anschlag nicht ausschließen kann“. Bode allerdings erklärte, dass es noch viel zu früh sei, um von einem Anschlag zu sprechen. „Die Ermittlungen dauern noch an.“

          Laut Polizei gibt es Gerüchte, wonach zwei weitere Menschen aus dem VW-Transporter gesprungen und geflüchtet seien könnten. Das sei aber nicht sicher und müsse nun verifiziert werden, sagte ein Polizei-Sprecher. Zuvor hieß es noch, dass die Gefahr gebannt sei und nicht nach Verdächtigen gesucht werde. Dagegen findet derzeit offenbar noch eine Sprengstoffprüfung statt. Wie die Polizei mitteilte, sei in dem Kleintransporter ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Um was für einen Gegenstand es sich handele und ob davon eine Gefahr ausgehe, müsse nun geklärt werden.

          Wie die „Rheinische Post“ unter Berufung auf Polizeikreise berichtet, würden alle verfügbaren Polizeikräfte nach Münster beordert.

          Die Polizei teilte auf Twitter weiter mit, es gebe einen Großeinsatz an der Gaststätte Kiepenkerl und rief die Bevölkerung dazu auf, den betroffenen Bereich in der Innenstadt zu meiden. „Bitte den Bereich um den Kiepenkerl meiden. Wir sind vor Ort.“ Wenig später ergänzte sie: „Bitte auch den weiträumigen Innenstadtbereich verlassen, damit die Rettungskräfte in Ruhe arbeiten können.“ Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster.

          Die Bundesregierung hat bereits ihr Mitgefühl ausgesprochen. „Furchtbare Nachrichten aus Münster“, teilt die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer über Twitter mit. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.“ Auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles hat sich an die Angehörigen und Opfer von Münster gewandt. Sie hofft, dass die Behörden schnell Klarheit über die Hintergründe gewinne und wünschte den Einsatzleuten vor Ort viel Kraft für ihre Arbeit. Auch für den Münster Oberbürgermeister, Markus Lewe, sind die Details noch unklar. „Ganz Münster trauert über dieses schreckliche Ereignis. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Getöteten. Den Verletzten wünschen wir schnelle und baldige Genesung“, sagte Lewe. Er dankte ebenfalls den Einsatzkräften für ihre Arbeit.

          Im Mai wird in der Stadt der Katholikentag begangen, bei dem Zehntausende Menschen erwartet werden.

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