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Missbrauch in Katholischer Kirche Ein absehbarer Eklat bei der Aufklärung

 ·  Nach dem Zerwürfnis mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer stehen die Bischöfe wieder als Vertuscher da. Es war ein absehbarer Eklat, der ihrem Willen zur echten Aufklärung nicht gerecht wird.

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Volker Kraft

Ahnungslose Bischöfe

In einem ausgedehnten Beitrag geht folgender Satz beinahe unter: "Der (Vertrags)text zeugt von einer stupenden Ahnungslosigkeit der Vertragsparteien hinsichtlich der Vorschriften des allgemeinen Kirchenrechts und des kirchlichen Dienstrechts."
Dass daraus in erster Linie der einen der beiden Vertragsparteien ein Vorwurf zu machen ist, dieser Hinweis fehlt allerdings im Artikel des Herrn Deckers. Oh ja, die armen Bischöfe sind ganz ahnungslos in diese Vertragsverhandlungen gegangen. Als fromme Menschen haben sie sich natürlich nie mit ihrem eigenen Kirchenrecht beschäftigt. Da lachen doch die Hühner!
Und dann frönt Herr Deckers in weiten Passagen dem rk-Pfeiffer-bashing.
Aber so kennt man Herrn Deckers.

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Bernhard Fischer

Die Realität holt ein

Wer verteidigt hier weiter die Katholische Kirche? Männer.

Dabei sind dort rund 90 Prozent der Opfer Jungen.

Priester nutzten religiöse Rituale wie Beichte und Gebet, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen und sie dann zu missbrauchen.Und es gibt zudem Hinweise auf Täternetzwerke, die sich potenzielle Opfer nach Art von Pädophilen-Ringen zugeführt haben.

Im Teil 2 des Berichtes zur hotline auf der Seite der DBK sind weitere Einzelheiten zu erfahren.

Ein erschütterndes Ergebnis der Auswertung von knapp 8.500 Anrufen bei der Opfer-Hotline der Deutschen Bischofskonferenz.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 18:47 Uhr
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"Dabei sind dort rund 90 Prozent der Opfer Jungen"

In der Tat scheinen in den Jahren vor 1990 viele homosexuell veranlagte Männer Priester geworden zu sein obwohl sie den priesterlichen Anforderungen in keinster Weise gewachsen waren. Hier hat die Kirche schwerste Schuld auf sich geladen, denn man hätte viel sorgfältiger prüfen müssen, wer sich für den Dienst in der Kirche eignet und wer nicht.

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Hans-Jürgen  Steffens

Warum immer nur auf die katholische Kirche?

Nun, es gibt zuviele offene Rechnungen.

So liegen andere Religionsgemeinschaften zwar auch über"kreuz" mit der Wissenschaft (denken wir nur an die Zeugen Jehovas), diese anderen Religionsgemeinschaften maßen sich aber nicht an, politisch in die Lebensführung Andersgläubiger einzugreifen (was im Innenverhltnis oft anders aussieht). So versuchen die Zeugen Jehovas z.B. nicht, die Blutspende mit dem Strafgesetz zu sanktionieren.

Das aber tut die katholische Kirche etwa im Zusammenhang mit der Embryonenforschung und bei der (nur vorläufig beendeten) Abtreibungsdebatte.

Andersdenkende haben damit stets mit einem religiös motivierten Angriff auf Bereiche der Lebensführung zu rechnen, die Ihrem Intimbereich angehören. (Aus genau demselben Grund hat auch der Islam ein "gestörtes Image".)

Es reicht also nicht, die Kirche zu mißachten, man muss deren Offensivkraft schwächen. In diesem Fall ist ein Angriff auf sie die beste Verteidigung.

Und genau das erfahren wir.

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Jan Hoffmann
Jan Hoffmann (Jaho) - 17.01.2013 15:06 Uhr

War nicht katholisch, bin nicht katholisch

und kann hier einen durchaus differenzierten Text lesen, der gut berichtet. Und hier wird die kath. Kirche weder verurteilt noch entschuldigt. Ich habe den Eindruck Fakten präsentiert zu bekommen. Die daraus gezogenen Schlüsse scheinen mir auch nachvollziehbar. Das gilt bei weitem nicht für alle Berichte der FAZ (z.B. EURO etc.)
Es wird ja auch geschildert, daß in München die Schuld der Menschen in dieser Kirche vielfach entlarvt wurde. Aber hier wird in manchen Kommentaren der - typische? - bundesrepublikanische 68er-Reflex deutlich: bei katholischen Priestern, "Rechten" und Steuerhinterziehern gelten Persönlichkeitsrechte nicht.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 18:25 Uhr
Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 17.01.2013 18:25 Uhr

@Hans-Peter Fischer

1200 Opfer hört sich anch viel an, aber wenn man bedenkt das es 60 Jahre sind, dann sind es noch 20 Opfer pro Jahr. Das sind 20 zu viel, ganz sicher.
Aber gemessen daran wie viele Mitarbeiter die Kirche hat, sind das im Vergleich zu anderen Eirnichtungen sehr sehr wenig. Es gibt öffentliche Schulen die haben eine schlimmere Quote ... um es mal so zu sagen.

Denn es ist eine Tatsache das viele sich über die katholische Kirche aufregen und 99 % aller Fälle ignorieren. Warum das so ist, weiß ich nicht, wissen Sie es?

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Es geht um den Zeitraum von 1945 bis 2012, also über 60 Jahre Herr Fischer

Im Vergleich zu dem Fall des BBC Moderators Savile, bei dem es allein um ihm zur Last gelegte 270 Fälle geht, sind die genannten Zahlen für eine derart große Einrichtung und einen so langen Zeitraum wesentlich niedriger als in anderen Einrichtungen. Zudem hat sich der Großteil der Fälle in den Jahren von 1960 bis 1980 zugetragen. Positiv zu bewerten ist, dass der Trierer Bischof Ackermann von einem vorsätzlich geplanten Missbrauch durch katholische Priester spricht, was man nicht als eine Strategie des Verharmlosens der Taten bezeichnen kann. Unverkennbar steht auch die Katholische Kirche nicht außerhalb der Welt und in ihr finden sich ebenso wie überall Menschen, die moralisch verwerflich handeln. Das ist auch keine neue Erkenntnis innerhalb der Katholischen Kirche, wenn man an die innerkirchlichen Auseinandersetzungen um den Donatismus denkt.

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@Vormbaum. Einfach mal "Erschütternde Ergebnisse" auf FAZnet lesen. Dort redet Ackermann auf PK von

1.200 Opfern vieler Geistlicher der katholischen Kirche, ohne allerdings die Zahl der Täter zu nennen.

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"bundesrepublikanische 68er-Reflex"

Schon in den 90er Jahren versuchte der mittlerweile gänzlich totgeschwiegene Philosoph Günter Rohrmoser eine Debatte über die von der 68er Bewegung ins Werk gesetzte Kulturrevolution anzustoßen. In seinem Buch "Der Ernstfall" warnte er davor, die Folgen der geistig-kulturellen Umprägung zentraler gesellschaftlicher Werte, bzw. deren Destruktion, nicht ernst zu nehmen und als bloße Randerscheinung abzutun. Dass mittlerweile diese von den 68ern initiierte Kulturrevolution auch in Bewegungen wie "Wie sind Kirche" ihren Niederschlag gefunden hat, ist kaum zu übersehen. Entsprechend ideologisch werden die Debatten geführt, wobei der Konservativismus als das Erzübel erscheint. Daher kaprizieren sich die längst in der gesellschaftlichen Mitte angekommenen 68er auch so vehement auf die Katholische Kirche, in der, im Gegensatz zu weiten Teilen der protestantischen Kirchen, diese Kulturrevolution noch keine echten Wurzeln schlagen konnte. Die kulturellen Bastionen müssen eben geschleift werden.

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Caspar Mendrzyk

Ach Du lieber Gott !

Ach Du lieber Gott kann man da nur sagen, warum läßt Du Deiine Schäflein im Feuer sitzen und gibst ihnen noch einen Kanister Benzin zum nachfeuern. Wie man allgemein hört, ist dieser deutsche Professor wohl dafür bekannt, einen großen Teil seiner Arbeit mit Hilfe eines Aufnahmewagens des deutschen Fernsehens zu bewältigen. Herr von Guttenberg läßt selig grüßen. In beiden Fällen wurde das Vertrauen Dritter zum Nutzen des eigenen Ansehens schwerst strapaziert. Die Uni´s sind offensichtlich bei langem nicht mehr das , was sie einmal waren. Wo ist wohl die Amtsverschwiegenheit geblieben, der früher einmal jeder Beamte unterlag?

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Hermann J. Gross

Mißbrauchsdebatte

Bravo FAZ! Endlich einmal die Fakten auf dem Tisch und klar benannt, was Sache ist.

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Kliniken des Bistums Köln weigern sich, vergewaltigte Frauen zu behandeln und ihnen die "Pille

danach" zu geben, berichtet F.A.Z.net noch ein wenig versteckt. Einfach mal googeln.

Opfern von Sexualverbrechen zu helfen genießt in dieser Kirche keine Tradition. Ob es Zukunft hat?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 18:17 Uhr
Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 17.01.2013 18:17 Uhr

Das die Kliniken entgegend den Anweisungen des Erzbistums gehandelt haben

sollten Sie bei der Gelegenheit nicht verschweigen ... finde ich.

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Eva Dietrich

Die Kirche als Opfer

Wenn man den Artikel ernst nimmt, ist die Kirche anscheinend das traurige Opfer bedauerlicher Ereignisse und eines intriganten, vorschnellen Professors. Dass die Akten laufend im Begriff sind vernichtet zu werden, ist anscheinend auch keineswegs die Schuld des Vernichters.

Vertrauen wir dem Artikel, sind also die Umstände schuld, der Professor, die Arbeitnehmer, ja eigentlich ist jeder schuld, der auch nur irgendwie mit der Sache zu tun haben könnte. Nur einer offenbar überhaupt nicht: Die Institution Kirche, die einfach das weiter macht, was sie immer schon machte: Verdunkeln, verschleiern, verschweigen. Dabei betont unschuldig aussehen, andere Meinungen wegklagen oder durch Verleumdung unglaubwürdig machen.

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Danke, liebe F.A.Z., für diese Dokumentation des Aufklärungsverständnisses eines Jesuitenschülers.

Wir sollten die katholische Kirche dennoch nicht überfordern. Wie soll jemand, der 360 Jahre brauchte, Galileo Galilei zu rehabilitieren, die ihm anvertrauten Kinder schützen und sein Versagen auch noch zugeben können?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 12:57 Uhr
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Seit wann, Herr Vormbaum, waren denn die widrigen "kirchlichen Kräfte" in Spanien nicht mehr aktiv?

Jahrhundert reicht.

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Entschuldigung Herr Fischer,

wenn ich mich nicht täusche, basiert der Protestatismus lutherischer sowie calvinistischer Prägung auf der Prädestinationslehre, die wohl weder im Moralischen noch im Rationalen beanspruchen kann, besonders einleuchtend zu sein. Offenbar fehlt Ihnen auch der genauere geschichtliche Horizont bezüglich des innerkirchlichen Konfliktes zum ptolomäischen und kopernikanischen Weltbildes. Dieser Konflikt hatte seinen Ursprung im weltlichen(!) Machtanspruch der katholischen Theologie dieser Zeit. Papst Urban VIII erlaubte 1623 Galilei die Veröffentlichung seiner Streitschrift als Hypothese und empfing ihn freundlich. In einer Erklärung des Papstes an den Großherzog von Florenz drückt er seine Bewunderung für Galilei aus: "Seit langer Zeit haben wir Unsere väterliche Liebe auf diesen großen Mann ausgedehnt, dessen Ruhm am Himmel erstrahlt und auf Erden wandelt." Die damaligen politischen Verhältnisse, insbesondere kirchliche Kräfte in Spanien, erzwangen dann den Wiederruf Galileis.

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Wer seine Kinder dieser Kirche anvertraut, kann sie auch gleich an der Odenwald-Schule anmelden.

Beispielsweise hat im Jahr 2012 hat in Trier - dem Bistum des Missbrauchsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz - ein wegen vielfachen sexuellen Missbrauchs von Mädchen vorbestrafter Priester einen Gottesdienst halten dürfen, in dem der Gemeinde ausgerechnet die Kommunionskinder vorgestellt wurden.

Aber klar. Alles linke Hetze.

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Jörg Tiffert
Jörg Tiffert (Tiffy) - 17.01.2013 09:00 Uhr

Worum geht es, um Aufklärung oder Sensationslust?

Wie in so vielen Streitigkeiten des Lebens,geht es um Anschuldigungen,Behauptungen,Vertuschung u.s.w. und am Ende steht Aussage gegen Aussage.
Das die kath.Kirche,die Verfehlung einiger ihrer Seelsorger Aufarbeiten lässt,ist ja ein Zeichen der Reue.
Nicht`s desto trotz,sollte man die die sich Schuldig gemacht hatten(sofern man sie noch Habhaft wird) zur Rechenschaft ziehen.
Nur einigen Leuten reicht es nicht, sie wollen mehr. Sie wollen mehr Geld,sie wollen mehr aus dem Innen-Leben der Priester erfahren-um vielleicht noch mehr Privates zu enthüllen-oder sie wollen,die Intuition Kirche,insbesondere Röm.Kath.Kirche,abschaffen.

Nur frage ich jetzt die Gesellschaft,wo ist den ihr Enthusiasmus gegenüber anderen Missbrauchsfällen?
Wer verklagt den die öffentliche Hand (Sozialstation,Jugendamt oder Polizei),wenn Kindesmissbrauch im Privaten Umfeld geschieht und es lagen Verdachtsfälle vor?
Im gegen teil,wir bewundern noch Kindesmissbrauch im Museum,wenn sie auf Antiken Vasen abgebildet sind!

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Endlich mal ein Artikel, der den Sachverhalt differenziert darstellt, ohne die übliche Polemik

Die Problemlage ist durchaus komplexer als es all denjenigen ins Konzept passt, die die Katholische Kirche bei jeder sich bietenden Gelegenheit als das Kernübel der Welt darstellen wollen. Dabei hat die Katholische Kirche richtige Schritte in die Wege geleitet, aber im beschriebenen Aktionismus der deutschen Bischöfe über das eigentliche Ziel hinausgeschossen. Man stelle sich nur mal vor, man konfrontiere alle Lehrer in Deutschland mit dem Ansinnen, sie in einem später "anonymisierten" Interview zu ihren eventuellen pädophilen Neigungen befragen zu wollen. Das gäbe einen berechtigten Aufstand. Nebst dem Problem, wie eine solche Anonymisierung realisiert und garantiert werden soll, muss sich niemand unter Generalverdacht stellen lassen, was aber in Herrn Pfeifers Studienkonzept durchaus der Fall ist. Bezeichnend ist, dass die heftigsten Reaktionen zum Aklat ausgerechnet aus der Partei stammen, in der in der Vergangenheit Stimmen laut wurden, Pädophilie straffrei zu stellen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 13:03 Uhr
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"Medialer Aktionismus", Herr Vormbaum, ist ein wunderbarer Freudscher Versprecher von Ihnen :)

Um nichts andes ging es unserer Kirche.

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Weil die deutschen Bischöfe sich von Herrn Pfeifer in einen medialenAktionismus haben treiben lassen

Das ist ja auch sehr schön in dem Artikel herausgearbeitet. In der Tat ist hier Kritik an den Bischöfen berechtigt, da hätte man wesentlich gründlicher schauen und abklären müssen, bevor man eine solche Studie in Auftrag gibt.

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Selbst wenn das alles stimmte, Herr Vormbaum: Das hätte die Kirche vereinbart und zugesagt.

Warum?

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Gieselher Marktschreier

Aufklärung

Es freut mich dass ein Artikel erscheint der den gesamten Hergang betrachtet und nicht nur isoliert die Vorgänge der letzten zwei Wochen.

Pfeiffer hatte bereits vorher den Ruf weg, dass er sich unbeliebte Volkgruppen sucht und sie dann diskreditiert um selbst mal wieder ins Fernsehen zu kommen. Es ist traurig dass die Kirche immer noch so betriebsblind ist und solchen bekannten Namen zu trauen anstatt auf die eigene Gemeinde zu hören, die sicherlich von Pfeiffer abgeraten hätte.

Das Bistum München hat es vorgemacht: eine normale Kanzlei liefert gute Ergebnisse, welche gerade wegen der fehlenden Skandalinszenierung mehr bewirkt als Pfeiffers Selbstdarstellung.

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Helmut Smith (fmsus) - 17.01.2013 08:25 Uhr

Definition von "Aufklärung"

Die Gerichte sind zuständig für die Aufklärung von Straftaten, nicht irgendwelche erhabenen Organisationen/Einrichtungen die sich "selbst überprüfen".

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 17.01.2013 08:09 Uhr

Mitleid erregend durch das ihnen widerfahrene bittere Unrecht

"Am nächsten Morgen standen die Bischöfe wieder so da wie vor drei Jahren: als Vertuscher, Trickser und Täuscher." (FAZnet)

Man könnte fast Mitleid bekommen mit den Herren Bischöfen, die doch in Wirklichkeit ganz offen zu kircheninternen Verfehlungen stehen, niemals Tricks anwenden würden und bekanntlich die Wahrheit lieben. Oder etwa nicht?

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Maria Teresa Grasso

Wer einmal lügt...

dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht. Wer ein wenig die Kirchengeschichte studiert und in der unabhängigen angelsächsischen Presse verfolgt hat, wie die katholische Kirche mit dem Mißbrauch Minderjähriger in Irland und in den USA umgegangen ist und welche unrühmliche Rolle der Monarch Ratzinger dabei gespielt hat, braucht keinen fragwürdigen Kriminologen in Deutschland, um der Kirche zweitausendjährige Doppelzüngigkeit vorzuwerfen. Nicht daß Mißbrauch, Pädophilie und Pschoterror in kirchlichen Institutionen häufiger wären als anderswo - aber die Kirche spielt sich als durch einen Gott legitimierte moralische Instanz auf. Was irritiert, ist, daß sie nicht erst seit ihren Beteiligungen an Betlehem Steel oder den Aktivitäten des IOR zeigt, daß sie Tugend nur predigt, aber institutionell nicht hat.

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Johann Otto

Es ist immer wieder Redakteuren der FAZ zu danken...

...mitunter ihnen wie im neuerlichen Fall Pfeiffer ganz allein, daß der Berufsstand des Journalisten ein ehrbarer, notwendiger, anerkannter Berufsstand bleibt. Umfangreiche Recherche, kühle und nüchterne Betrachtung des Tatsächlichen sind in Deutschland inzwischen durchaus eine Rarität geworden. In den sogenannten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zum Beispiel haben sie keineswegs noch ein ehrbares zu Hause, schlimmer geht es nur noch bei den wiederum sogenannten Privaten zu. – Zu Pfeiffer fällt mir stets sein berühmtes Gutachten zum vermeintlichen Mord an einem Kleinkind in Sebnitz ein, angeblich unter Beteiligung einer ganzen Stadt, und alles, was sich mit dem Beinamen Pfeifers als Töpfchen-Pfeifer verbindet, dem Erfinder des Töpfchen-Kommunismus in den Kindergärten der verblichenen DDR. Wenig Glanz am Ende eines Arbeitslebens für einen Aufklärer der sozialistischen Moderne. Wissenschaftler Pfeiffer, immer ein bißchen tipsy, immer ein bißchen neben der Spur, ein Sozialist.

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Horst lauterbach
Horst lauterbach (ash26e) - 17.01.2013 02:25 Uhr

Kinderschänderschützer

Haben Sie noch mehr Worte?

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fritz Teich

Ein Clash of Civilisations

Wie sagte doch der groesste deutsche lebende Kuenstler Felix Droese, von dem man leider nichts mehr hoert, so schoen: Alle Masse sind vor Ort zu ueberpruefen! Worum ist es in den vielen "Skandalen" um die katholische Kirche ueberhaupt gegangen? Solange das nicht geklaert ist, macht ein Dialog ueberhaupt keinen Sinn. Was ist eigentlich die Kirche? Welchen Herrschaftsanspruch hat der Staat? Darf sich der Papst in den Afghanistankrieg einmischen? Was ist davon zu halten, wenn Blixa in den 60er Jahren, also in der Zeit von Bambule, einen Zoegling geohrfeigt hat? Und so weiter und so fort. Ich bin zum Glueck nicht katholisch und kann deshalb darueber noch einigermassen neutral urteilen. Was ist es fuer eine Gesellschaft, die alles andersartige zerstoeren will? Alles, was etwas aus der von Super-Illu etc vorgegebenen Welt der bildungsfernen Schichten auch nur etwas hervorragt? Wir schaffen uns zwar nicht ab, aber zerstoeren uns selbst. Odenwaldschule, das wusste doch seit Jahrhunderten jeder

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 10:26 Uhr
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"bildungsfernen Schichten"

Angesichts des Zustandes des deutschen Bildungsbürgertum müsste man heute eine Frau Stöhr als eine kulturell bereichernde Erscheinung beschreiben.

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Carolus Doomdey
Carolus Doomdey (Domday) - 17.01.2013 01:10 Uhr

Forget Pfeiffer

Herr Pfeiffer ist wohl ein eitler, mit einem gewissen Sachverstand ausgestatteter Selbstdarsteller. Für seriöse, delikate Arbeit taugt er nicht. Es geht ihm nicht um seinen Kunden, sondern alles dreht sich um ihn. Entsprechend schlecht sind seine Arbeitsresultate, was er mit publizistischem Geschick zu kaschieren versteht.

Dass Pfeiffer der Selbstdarstellung wegen seine Kunden verbrennt, dürfte das Ende seines Wirkens einleiten. Wer sollte ihn noch anheuern.

Natürlich hat die katholische Kirche wieder den schwarzen Peter in den Händen. Dazu gibt es zwei Haltungen: Entwerder ist das Reich wirklich nicht von dieser Welt oder aber hat die Kirche übersehen, dass sie doch in dieser Welt lebt.

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16.01.2013, 19:00 Uhr

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