16.01.2013 · Nach dem Zerwürfnis mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer stehen die Bischöfe wieder als Vertuscher da. Es war ein absehbarer Eklat, der ihrem Willen zur echten Aufklärung nicht gerecht wird.
Von Daniel DeckersRichtlinien für Lesermeinungen
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In einem ausgedehnten Beitrag geht folgender Satz beinahe unter:
"Der (Vertrags)text zeugt von einer stupenden Ahnungslosigkeit der
Vertragsparteien hinsichtlich der Vorschriften des allgemeinen
Kirchenrechts und des kirchlichen Dienstrechts."
Dass daraus in erster Linie der einen der beiden Vertragsparteien ein
Vorwurf zu machen ist, dieser Hinweis fehlt allerdings im Artikel des
Herrn Deckers. Oh ja, die armen Bischöfe sind ganz ahnungslos in
diese Vertragsverhandlungen gegangen. Als fromme Menschen haben sie sich
natürlich nie mit ihrem eigenen Kirchenrecht beschäftigt. Da
lachen doch die Hühner!
Und dann frönt Herr Deckers in weiten Passagen dem rk-Pfeiffer-bashing.
Aber so kennt man Herrn Deckers.
Wer verteidigt hier weiter die Katholische Kirche? Männer.
Dabei sind dort rund 90 Prozent der Opfer Jungen.
Priester nutzten religiöse Rituale wie Beichte und Gebet, um das
Vertrauen der Opfer zu gewinnen und sie dann zu missbrauchen.Und es
gibt zudem Hinweise auf Täternetzwerke, die sich potenzielle Opfer
nach Art von Pädophilen-Ringen zugeführt haben.
Im Teil 2 des Berichtes zur hotline auf der Seite der DBK sind weitere
Einzelheiten zu erfahren.
Ein erschütterndes Ergebnis der Auswertung von knapp 8.500 Anrufen
bei der Opfer-Hotline der Deutschen Bischofskonferenz.
"Dabei sind dort rund 90 Prozent der Opfer Jungen"
In der Tat scheinen in den Jahren vor 1990 viele homosexuell veranlagte Männer Priester geworden zu sein obwohl sie den priesterlichen Anforderungen in keinster Weise gewachsen waren. Hier hat die Kirche schwerste Schuld auf sich geladen, denn man hätte viel sorgfältiger prüfen müssen, wer sich für den Dienst in der Kirche eignet und wer nicht.
Warum immer nur auf die katholische Kirche?
Nun, es gibt zuviele offene Rechnungen.
So liegen andere Religionsgemeinschaften zwar auch
über"kreuz" mit der Wissenschaft (denken wir nur an die
Zeugen Jehovas), diese anderen Religionsgemeinschaften maßen sich
aber nicht an, politisch in die Lebensführung Andersgläubiger
einzugreifen (was im Innenverhltnis oft anders aussieht). So versuchen
die Zeugen Jehovas z.B. nicht, die Blutspende mit dem Strafgesetz zu sanktionieren.
Das aber tut die katholische Kirche etwa im Zusammenhang mit der
Embryonenforschung und bei der (nur vorläufig beendeten) Abtreibungsdebatte.
Andersdenkende haben damit stets mit einem religiös motivierten
Angriff auf Bereiche der Lebensführung zu rechnen, die Ihrem
Intimbereich angehören. (Aus genau demselben Grund hat auch der
Islam ein "gestörtes Image".)
Es reicht also nicht, die Kirche zu mißachten, man muss deren
Offensivkraft schwächen. In diesem Fall ist ein Angriff auf sie die
beste Verteidigung.
Und genau das erfahren wir.
War nicht katholisch, bin nicht katholisch
und kann hier einen durchaus differenzierten Text lesen, der gut
berichtet. Und hier wird die kath. Kirche weder verurteilt noch
entschuldigt. Ich habe den Eindruck Fakten präsentiert zu bekommen.
Die daraus gezogenen Schlüsse scheinen mir auch nachvollziehbar.
Das gilt bei weitem nicht für alle Berichte der FAZ (z.B. EURO etc.)
Es wird ja auch geschildert, daß in München die Schuld der
Menschen in dieser Kirche vielfach entlarvt wurde. Aber hier wird in
manchen Kommentaren der - typische? - bundesrepublikanische 68er-Reflex
deutlich: bei katholischen Priestern, "Rechten" und
Steuerhinterziehern gelten Persönlichkeitsrechte nicht.
@Hans-Peter Fischer
1200 Opfer hört sich anch viel an, aber wenn man bedenkt das es 60
Jahre sind, dann sind es noch 20 Opfer pro Jahr. Das sind 20 zu viel,
ganz sicher.
Aber gemessen daran wie viele Mitarbeiter die Kirche hat, sind das im
Vergleich zu anderen Eirnichtungen sehr sehr wenig. Es gibt
öffentliche Schulen die haben eine schlimmere Quote ... um es mal
so zu sagen.
Denn es ist eine Tatsache das viele sich über die katholische
Kirche aufregen und 99 % aller Fälle ignorieren. Warum das so ist,
weiß ich nicht, wissen Sie es?
Es geht um den Zeitraum von 1945 bis 2012, also über 60 Jahre Herr Fischer
Im Vergleich zu dem Fall des BBC Moderators Savile, bei dem es allein um ihm zur Last gelegte 270 Fälle geht, sind die genannten Zahlen für eine derart große Einrichtung und einen so langen Zeitraum wesentlich niedriger als in anderen Einrichtungen. Zudem hat sich der Großteil der Fälle in den Jahren von 1960 bis 1980 zugetragen. Positiv zu bewerten ist, dass der Trierer Bischof Ackermann von einem vorsätzlich geplanten Missbrauch durch katholische Priester spricht, was man nicht als eine Strategie des Verharmlosens der Taten bezeichnen kann. Unverkennbar steht auch die Katholische Kirche nicht außerhalb der Welt und in ihr finden sich ebenso wie überall Menschen, die moralisch verwerflich handeln. Das ist auch keine neue Erkenntnis innerhalb der Katholischen Kirche, wenn man an die innerkirchlichen Auseinandersetzungen um den Donatismus denkt.
@Vormbaum. Einfach mal "Erschütternde Ergebnisse" auf FAZnet lesen. Dort redet Ackermann auf PK von
1.200 Opfern vieler Geistlicher der katholischen Kirche, ohne allerdings die Zahl der Täter zu nennen.
"bundesrepublikanische 68er-Reflex"
Schon in den 90er Jahren versuchte der mittlerweile gänzlich totgeschwiegene Philosoph Günter Rohrmoser eine Debatte über die von der 68er Bewegung ins Werk gesetzte Kulturrevolution anzustoßen. In seinem Buch "Der Ernstfall" warnte er davor, die Folgen der geistig-kulturellen Umprägung zentraler gesellschaftlicher Werte, bzw. deren Destruktion, nicht ernst zu nehmen und als bloße Randerscheinung abzutun. Dass mittlerweile diese von den 68ern initiierte Kulturrevolution auch in Bewegungen wie "Wie sind Kirche" ihren Niederschlag gefunden hat, ist kaum zu übersehen. Entsprechend ideologisch werden die Debatten geführt, wobei der Konservativismus als das Erzübel erscheint. Daher kaprizieren sich die längst in der gesellschaftlichen Mitte angekommenen 68er auch so vehement auf die Katholische Kirche, in der, im Gegensatz zu weiten Teilen der protestantischen Kirchen, diese Kulturrevolution noch keine echten Wurzeln schlagen konnte. Die kulturellen Bastionen müssen eben geschleift werden.
Ach Du lieber Gott kann man da nur sagen, warum läßt Du Deiine Schäflein im Feuer sitzen und gibst ihnen noch einen Kanister Benzin zum nachfeuern. Wie man allgemein hört, ist dieser deutsche Professor wohl dafür bekannt, einen großen Teil seiner Arbeit mit Hilfe eines Aufnahmewagens des deutschen Fernsehens zu bewältigen. Herr von Guttenberg läßt selig grüßen. In beiden Fällen wurde das Vertrauen Dritter zum Nutzen des eigenen Ansehens schwerst strapaziert. Die Uni´s sind offensichtlich bei langem nicht mehr das , was sie einmal waren. Wo ist wohl die Amtsverschwiegenheit geblieben, der früher einmal jeder Beamte unterlag?
Bravo FAZ! Endlich einmal die Fakten auf dem Tisch und klar benannt, was Sache ist.
Kliniken des Bistums Köln weigern sich, vergewaltigte Frauen zu behandeln und ihnen die "Pille
danach" zu geben, berichtet F.A.Z.net noch ein wenig versteckt.
Einfach mal googeln.
Opfern von Sexualverbrechen zu helfen genießt in dieser Kirche
keine Tradition. Ob es Zukunft hat?
Das die Kliniken entgegend den Anweisungen des Erzbistums gehandelt haben
sollten Sie bei der Gelegenheit nicht verschweigen ... finde ich.
Wenn man den Artikel ernst nimmt, ist die Kirche anscheinend das
traurige Opfer bedauerlicher Ereignisse und eines intriganten,
vorschnellen Professors. Dass die Akten laufend im Begriff sind
vernichtet zu werden, ist anscheinend auch keineswegs die Schuld des Vernichters.
Vertrauen wir dem Artikel, sind also die Umstände schuld, der
Professor, die Arbeitnehmer, ja eigentlich ist jeder schuld, der auch
nur irgendwie mit der Sache zu tun haben könnte. Nur einer offenbar
überhaupt nicht: Die Institution Kirche, die einfach das weiter
macht, was sie immer schon machte: Verdunkeln, verschleiern,
verschweigen. Dabei betont unschuldig aussehen, andere Meinungen
wegklagen oder durch Verleumdung unglaubwürdig machen.
Danke, liebe F.A.Z., für diese Dokumentation des Aufklärungsverständnisses eines Jesuitenschülers.
Wir sollten die katholische Kirche dennoch nicht überfordern. Wie soll jemand, der 360 Jahre brauchte, Galileo Galilei zu rehabilitieren, die ihm anvertrauten Kinder schützen und sein Versagen auch noch zugeben können?
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 12:57 UhrSeit wann, Herr Vormbaum, waren denn die widrigen "kirchlichen Kräfte" in Spanien nicht mehr aktiv?
Jahrhundert reicht.
Entschuldigung Herr Fischer,
wenn ich mich nicht täusche, basiert der Protestatismus lutherischer sowie calvinistischer Prägung auf der Prädestinationslehre, die wohl weder im Moralischen noch im Rationalen beanspruchen kann, besonders einleuchtend zu sein. Offenbar fehlt Ihnen auch der genauere geschichtliche Horizont bezüglich des innerkirchlichen Konfliktes zum ptolomäischen und kopernikanischen Weltbildes. Dieser Konflikt hatte seinen Ursprung im weltlichen(!) Machtanspruch der katholischen Theologie dieser Zeit. Papst Urban VIII erlaubte 1623 Galilei die Veröffentlichung seiner Streitschrift als Hypothese und empfing ihn freundlich. In einer Erklärung des Papstes an den Großherzog von Florenz drückt er seine Bewunderung für Galilei aus: "Seit langer Zeit haben wir Unsere väterliche Liebe auf diesen großen Mann ausgedehnt, dessen Ruhm am Himmel erstrahlt und auf Erden wandelt." Die damaligen politischen Verhältnisse, insbesondere kirchliche Kräfte in Spanien, erzwangen dann den Wiederruf Galileis.
Wer seine Kinder dieser Kirche anvertraut, kann sie auch gleich an der Odenwald-Schule anmelden.
Beispielsweise hat im Jahr 2012 hat in Trier - dem Bistum des
Missbrauchsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz - ein wegen
vielfachen sexuellen Missbrauchs von Mädchen vorbestrafter Priester
einen Gottesdienst halten dürfen, in dem der Gemeinde ausgerechnet
die Kommunionskinder vorgestellt wurden.
Aber klar. Alles linke Hetze.
Worum geht es, um Aufklärung oder Sensationslust?
Wie in so vielen Streitigkeiten des Lebens,geht es um
Anschuldigungen,Behauptungen,Vertuschung u.s.w. und am Ende steht
Aussage gegen Aussage.
Das die kath.Kirche,die Verfehlung einiger ihrer Seelsorger Aufarbeiten
lässt,ist ja ein Zeichen der Reue.
Nicht`s desto trotz,sollte man die die sich Schuldig gemacht
hatten(sofern man sie noch Habhaft wird) zur Rechenschaft ziehen.
Nur einigen Leuten reicht es nicht, sie wollen mehr. Sie wollen mehr
Geld,sie wollen mehr aus dem Innen-Leben der Priester erfahren-um
vielleicht noch mehr Privates zu enthüllen-oder sie wollen,die
Intuition Kirche,insbesondere Röm.Kath.Kirche,abschaffen.
Nur frage ich jetzt die Gesellschaft,wo ist den ihr Enthusiasmus
gegenüber anderen Missbrauchsfällen?
Wer verklagt den die öffentliche Hand (Sozialstation,Jugendamt oder
Polizei),wenn Kindesmissbrauch im Privaten Umfeld geschieht und es lagen
Verdachtsfälle vor?
Im gegen teil,wir bewundern noch Kindesmissbrauch im Museum,wenn sie auf
Antiken Vasen abgebildet sind!
Endlich mal ein Artikel, der den Sachverhalt differenziert darstellt, ohne die übliche Polemik
Die Problemlage ist durchaus komplexer als es all denjenigen ins Konzept passt, die die Katholische Kirche bei jeder sich bietenden Gelegenheit als das Kernübel der Welt darstellen wollen. Dabei hat die Katholische Kirche richtige Schritte in die Wege geleitet, aber im beschriebenen Aktionismus der deutschen Bischöfe über das eigentliche Ziel hinausgeschossen. Man stelle sich nur mal vor, man konfrontiere alle Lehrer in Deutschland mit dem Ansinnen, sie in einem später "anonymisierten" Interview zu ihren eventuellen pädophilen Neigungen befragen zu wollen. Das gäbe einen berechtigten Aufstand. Nebst dem Problem, wie eine solche Anonymisierung realisiert und garantiert werden soll, muss sich niemand unter Generalverdacht stellen lassen, was aber in Herrn Pfeifers Studienkonzept durchaus der Fall ist. Bezeichnend ist, dass die heftigsten Reaktionen zum Aklat ausgerechnet aus der Partei stammen, in der in der Vergangenheit Stimmen laut wurden, Pädophilie straffrei zu stellen.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 13:03 Uhr"Medialer Aktionismus", Herr Vormbaum, ist ein wunderbarer Freudscher Versprecher von Ihnen :)
Um nichts andes ging es unserer Kirche.
Weil die deutschen Bischöfe sich von Herrn Pfeifer in einen medialenAktionismus haben treiben lassen
Das ist ja auch sehr schön in dem Artikel herausgearbeitet. In der Tat ist hier Kritik an den Bischöfen berechtigt, da hätte man wesentlich gründlicher schauen und abklären müssen, bevor man eine solche Studie in Auftrag gibt.
Selbst wenn das alles stimmte, Herr Vormbaum: Das hätte die Kirche vereinbart und zugesagt.
Warum?
Es freut mich dass ein Artikel erscheint der den gesamten Hergang
betrachtet und nicht nur isoliert die Vorgänge der letzten zwei Wochen.
Pfeiffer hatte bereits vorher den Ruf weg, dass er sich unbeliebte
Volkgruppen sucht und sie dann diskreditiert um selbst mal wieder ins
Fernsehen zu kommen. Es ist traurig dass die Kirche immer noch so
betriebsblind ist und solchen bekannten Namen zu trauen anstatt auf die
eigene Gemeinde zu hören, die sicherlich von Pfeiffer abgeraten hätte.
Das Bistum München hat es vorgemacht: eine normale Kanzlei liefert
gute Ergebnisse, welche gerade wegen der fehlenden Skandalinszenierung
mehr bewirkt als Pfeiffers Selbstdarstellung.
Die Gerichte sind zuständig für die Aufklärung von Straftaten, nicht irgendwelche erhabenen Organisationen/Einrichtungen die sich "selbst überprüfen".
Mitleid erregend durch das ihnen widerfahrene bittere Unrecht
"Am nächsten Morgen standen die Bischöfe wieder so da wie
vor drei Jahren: als Vertuscher, Trickser und Täuscher." (FAZnet)
Man könnte fast Mitleid bekommen mit den Herren Bischöfen, die
doch in Wirklichkeit ganz offen zu kircheninternen Verfehlungen stehen,
niemals Tricks anwenden würden und bekanntlich die Wahrheit lieben.
Oder etwa nicht?
dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht. Wer ein wenig die Kirchengeschichte studiert und in der unabhängigen angelsächsischen Presse verfolgt hat, wie die katholische Kirche mit dem Mißbrauch Minderjähriger in Irland und in den USA umgegangen ist und welche unrühmliche Rolle der Monarch Ratzinger dabei gespielt hat, braucht keinen fragwürdigen Kriminologen in Deutschland, um der Kirche zweitausendjährige Doppelzüngigkeit vorzuwerfen. Nicht daß Mißbrauch, Pädophilie und Pschoterror in kirchlichen Institutionen häufiger wären als anderswo - aber die Kirche spielt sich als durch einen Gott legitimierte moralische Instanz auf. Was irritiert, ist, daß sie nicht erst seit ihren Beteiligungen an Betlehem Steel oder den Aktivitäten des IOR zeigt, daß sie Tugend nur predigt, aber institutionell nicht hat.
Es ist immer wieder Redakteuren der FAZ zu danken...
...mitunter ihnen wie im neuerlichen Fall Pfeiffer ganz allein, daß der Berufsstand des Journalisten ein ehrbarer, notwendiger, anerkannter Berufsstand bleibt. Umfangreiche Recherche, kühle und nüchterne Betrachtung des Tatsächlichen sind in Deutschland inzwischen durchaus eine Rarität geworden. In den sogenannten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zum Beispiel haben sie keineswegs noch ein ehrbares zu Hause, schlimmer geht es nur noch bei den wiederum sogenannten Privaten zu. – Zu Pfeiffer fällt mir stets sein berühmtes Gutachten zum vermeintlichen Mord an einem Kleinkind in Sebnitz ein, angeblich unter Beteiligung einer ganzen Stadt, und alles, was sich mit dem Beinamen Pfeifers als Töpfchen-Pfeifer verbindet, dem Erfinder des Töpfchen-Kommunismus in den Kindergärten der verblichenen DDR. Wenig Glanz am Ende eines Arbeitslebens für einen Aufklärer der sozialistischen Moderne. Wissenschaftler Pfeiffer, immer ein bißchen tipsy, immer ein bißchen neben der Spur, ein Sozialist.
Haben Sie noch mehr Worte?
Wie sagte doch der groesste deutsche lebende Kuenstler Felix Droese, von dem man leider nichts mehr hoert, so schoen: Alle Masse sind vor Ort zu ueberpruefen! Worum ist es in den vielen "Skandalen" um die katholische Kirche ueberhaupt gegangen? Solange das nicht geklaert ist, macht ein Dialog ueberhaupt keinen Sinn. Was ist eigentlich die Kirche? Welchen Herrschaftsanspruch hat der Staat? Darf sich der Papst in den Afghanistankrieg einmischen? Was ist davon zu halten, wenn Blixa in den 60er Jahren, also in der Zeit von Bambule, einen Zoegling geohrfeigt hat? Und so weiter und so fort. Ich bin zum Glueck nicht katholisch und kann deshalb darueber noch einigermassen neutral urteilen. Was ist es fuer eine Gesellschaft, die alles andersartige zerstoeren will? Alles, was etwas aus der von Super-Illu etc vorgegebenen Welt der bildungsfernen Schichten auch nur etwas hervorragt? Wir schaffen uns zwar nicht ab, aber zerstoeren uns selbst. Odenwaldschule, das wusste doch seit Jahrhunderten jeder
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 10:26 Uhr"bildungsfernen Schichten"
Angesichts des Zustandes des deutschen Bildungsbürgertum müsste man heute eine Frau Stöhr als eine kulturell bereichernde Erscheinung beschreiben.
Herr Pfeiffer ist wohl ein eitler, mit einem gewissen Sachverstand
ausgestatteter Selbstdarsteller. Für seriöse, delikate Arbeit
taugt er nicht. Es geht ihm nicht um seinen Kunden, sondern alles dreht
sich um ihn. Entsprechend schlecht sind seine Arbeitsresultate, was er
mit publizistischem Geschick zu kaschieren versteht.
Dass Pfeiffer der Selbstdarstellung wegen seine Kunden verbrennt,
dürfte das Ende seines Wirkens einleiten. Wer sollte ihn noch anheuern.
Natürlich hat die katholische Kirche wieder den schwarzen Peter in
den Händen. Dazu gibt es zwei Haltungen: Entwerder ist das Reich
wirklich nicht von dieser Welt oder aber hat die Kirche übersehen,
dass sie doch in dieser Welt lebt.
Daniel Deckers Jahrgang 1960, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.
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