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Kreisverband Fulda : Merz offiziell als Kandidat für CDU-Vorsitz vorgeschlagen

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Der Kreisverband Fulda hat Merz für das Amt als Parteivorsitzender nominiert. Bild: EPA

Damit ist Merz nach Kramp-Karrenbauer der zweite offiziell benannte Kandidat für den Parteivorsitz. Die übrigen neun Interessenten, darunter Jens Spahn, müssen noch auf eine Nominierung hoffen – ein Bewerber hat bereits zurückgezogen.

          Friedrich Merz ist nun auch offiziell im Rennen um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel als CDU-Parteichef. Der CDU-Kreisverband Fulda hat den ehemaligen Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion als Kandidat für den Bundesvorsitz vorgeschlagen. Die CDU-Bundesgeschäftsstelle bestätigte am Mittwoch, dass die Nominierung eingegangen sei.

          Der 62 Jahre alte Jurist aus dem Sauerland ist der zweite Kandidat, der offiziell benannt ist. Zuvor war CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer vorgeschlagen worden – vom Landesverband Saar und der Frauen-Union, wie ein CDU-Sprecher in Berlin sagte.

          Zu Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der ebenfalls als aussichtsreicher Kandidat gehandelt wird, gibt es noch keinen offiziellen Vorschlag. Wie unter anderem der „WDR“ berichtet, will aber der Kreisverband Borken bei einer Vorstandsklausur am Freitagabend Spahn nominieren. Die CDU will über den neuen Spitzenposten beim Bundesparteitag Anfang Dezember in Hamburg abstimmen.

          Der konservativ orientierte CDU-Kreisverband Fulda hält Merz für den perfekten Kandidaten: Er habe sich einen Namen gemacht, verfüge über außerordentliche wirtschaftliche Kompetenz, sei rhetorisch begabt und im besten Sinne konservativ, begründete der Kreisvorsitzende Markus Meysner laut Mitteilung den Vorschlag. Der Fuldaer Kreisverband habe einstimmig beschlossen, Merz vorzuschlagen.

          Die Geschäftsordnung der CDU sieht vor, dass die Kandidaten für den Parteivorsitz von einem Verband ab dem Kreisverbänden aufwärts vorgeschlagen werden müssen. Auch auf dem Parteitag selbst können die Delegierten noch Kandidaten nominieren. Allerdings wäre eine zeitnahe Ernennung im Interesse der Bewerber: Denn wie der CDU-Bundesvorstand am Montag bekannt gegeben hat, dürfen nur diejenigen, die bereits nach diesem Prozedere vorgeschlagen wurden, sich auch auf den Regionalkonferenzen vorstellen.

          Seine Bewerbung bereits zurückgezogen hat der Völkerrechtler Matthias Herdegen. Gegenüber der „Welt“ begründete er seinen Rückzug damit, dass das Ziel „die Partei inhaltlich wieder mit Leben zu füllen und dafür einen auch personellen Neuanfang zu fordern, weit vorangekommen“ sei. Der Professor von der Universität Bonn war einer von neun abseitigen Bewerbern um den CDU-Parteivorsitz.

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