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„Merkelnutte“ : E-Mail bringt AfD-Politiker Boehringer in Erklärungsnot

  • Aktualisiert am

„Einzige angemessene Sprache ... gegen Merkel“, schrieb der neue Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Bundestags, Peter Boehringer (AfD), in einer E-Mail Bild: dpa

Der AfD-Politiker Peter Boehringer, Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Bundestag, hat Angela Merkel offenbar doch als „Merkelnutte“ und „Dirne der Fremdmächte“ bezeichnet. Das geht nach einem Bericht aus einer E-Mail hervor.

          Bislang hat sich der neue Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Bundestag Peter Boehringer gegen den Vorwurf verwahrt, er habe Kanzlerin Angela Merkel als „Merkelnutte“ beleidigt. Doch jetzt bringt eine bislang unveröffentlichte E-Mail vom Januar 2016 den AfD-Politiker in Erklärungsnot. 

          In der E-Mail, die der Zeitschrift „Spiegel“ vorliegt, kommentiert Boehringer offenbar die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung: „Die Merkelnutte lässt jeden rein, sie schafft das“, heißt es darin. Und weiter: Es handele sich „um einen Genozid, der in weniger als zehn Jahren erfolgreich beendet sein wird, wenn wir die Kriminelle nicht stoppen“.

          Der AfD-Politiker aus Bayern war sich seiner unflätigen Wortwahl offenbar bewusst: „Wer sich über die Sprachwahl in diesem Mailing aufregt: einfach abmelden.“ Es handele sich um die „einzige angemessene Sprache ... gegen Merkel“. „Die Alternative zum Nicht-Widerstand gegen diese Dirne der Fremdmächte ist der sichere Bürgerkrieg, den wir ab spätestens 2018 dann verlieren werden!“

          Auf Anfrage teilte Boehringer dem „Spiegel“ mit, er könne in seinem Archiv nur eine weniger scharfe Fassung finden. Falls er doch die beleidigende Version versandt haben sollte, dann nur an einen „ganz kleinen Privatkreis“. Öffentlich würde er solche Worte nicht benutzen.

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