Home
http://www.faz.net/-gpg-6xufh
Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Merkel und Gauck Standhaft bis zum Umfallen

 ·  Angela Merkel hat eine herbe Niederlage eingesteckt. Bis zuletzt hat sie sich mit aller Kraft gegen Joachim Gauck als Kandidaten gestemmt. Ihr Zorn richtet sich auf die FDP.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (39)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Carsten Wohlgemut

Wer stoppt diese Frau???

.....die uns alle in den Abgrund steuert.....

Empfehlen
Klaus Hessenauer

die vermeintliche Niederlage

wird wie so vieles an der Teflon Kanzlerin abtropfen. Die PR Maschine die die Vorgänge als "Beweis der Größe" und demoklratischens Verständnis klassifiziert läuft schon auf vollen Touren.

Was den Kandidaten angeht: WEnn Herr Gauck wirklich all die positiven Eigenschaften hat die man ihm zurechnet, müsste er jetzt , nachdem das Zustandekommen seiner Nominierung publik ist, eigentlich davon Abstand nehmen!

Der Lackmustest wird spätestens mit der Ausgertigung der ESM Gesetzt kommen! Wenn er die unterzeichnet dann wissen wir auf welches Ticket er fährt!

Oder muss das vorher Seehofer noch durchwinken! Zuzutrauen wärs ihm, dann kann er wenigstens sicher sein nie mehr Erhöhungen von Rettungsschirmen zustimmen zu müssen, die gehen dann ja per Gouverneursbeschluß automatisch!

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2012 20:23 Uhr
Achim Detjen
Achim Detjen (AchimD) - 21.02.2012 20:23 Uhr

Ein Bundespräsident darf Gesetze einzig auf deren Verfassungsmässigkeit prüfen.

Stimmt die, hat er die zu unterzeichnen. BP ist in D praktisch nur ein Grüß-August, so despaktierlich das auch klingen mag ---- es ist so. Alles andere ist massenmedial verbrämtes Wunschdenken Unkundiger. Wir leben nicht in Frankreich.
Und die ESM-Gesetze sind, so übel ich die auch finde --- wohl leider verfassungskonform. DAS hat das BVG schon in ähnlichen Fällen bestätigt.....

Empfehlen
Achim Detjen
Achim Detjen (AchimD) - 21.02.2012 14:11 Uhr

Der Wind dreht sich. Hoffentlich!

Bisher hat "Frau" Merkel (warum eigentlich immer nur bei ihr eine Anrede, bei anderen - insbesondere Männern - NIE???), Frau Merkel also hat seit 2005 frei nach ihrem Gutdünkten durch regiert, was man bei ihr so regieren nennt. Rücksichten wurden NIE genommen; Absprachen galten nur solange, wie sie, die Kanzlerin davon profitierte. Der Koalitionsvertrag von schwarz-gelb war schon wertlos, da war die Tinte der Umschriften noch nicht trocken! Und sich jetzt, nach der ersten Schlappe aufregen, was sie selbst seit Jahren perfektioniert hat? Ein super Zeichen für den Merkel-"Stil"!
Es ist zu hoffen, dass ab jetzt ein anderer Wind in der Koalition weht, das Land hat es nötig. Und wenn die Koalition bricht? Alle können dabei gewinnen -- außer Merkel, den der Kanzler wird dann nicht mehr schwarz tragen
Ihre jüngsten Reaktionen und die ihrer Paladine wie Röttgen lassen jedenfalls nichts Gutes ahnen für die nächsten, letzten Wochen dieser Regierung. Die FDP jedenfalls hat Morgenluft gewittert...

Empfehlen
Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 21.02.2012 14:06 Uhr

Frau Merkels Suche nach Identität, 2. Versuch

Gauck steht auch und gerade in seiner Person für ein in der DDR eben nur fast vollständig abgewickeltes protestantisches Bürgertum.Dieses Bürgertum wurde groteskerweise am Leben gehalten durch eben jene neue Bourgeoisie,die sich aus der pseudosozialistischen neuen Mittelschicht rekrutierte und welche nur in diesem (eben preußisch konnotierten) Bürgertum sowas wie Identität erlangte.Frau Merkels (behauptete) Bindungen zu eben dieser alten Bourgeoisie erhalten aus der Retrospektive eine geradezu absurde Bestätigung.Nicht nur durch ihre Projektion hindurch könnte eine FDJ-Funktionärin der alten Bourgeoisie fast so nahe gestanden haben wie der damaligen neuen.Doch in der Person Gaucks kommt ihr zu Bewusstsein, wie diese alte Bourgeoisie eine für sie nur vermittelte war.Und während die dortige neue Bourgeoisie den Rebellen nicht völlig zu vernichten suchte,wie gesagt, ob ihrer eigenen Identitätssuche,scheint eine Frau Merkel von der Obsession besessen, die Identität endlich herzustellen.

Empfehlen
Thomas Thiede

Doch nicht "überflüssig"?

Vielleicht kommen jetzt doch Einige ins grübeln, die den "Überflüssig"-Schreiberlingen auf den Leim gegangen sind und betrachten jetzt eher deren Polemik als "überflüssig".

Empfehlen
Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 21.02.2012 09:57 Uhr

Frau Merkels Suche nach Identität

Gauck steht auch und gerade in seiner Person für ein in der DDR eben nur fast vollständig abgewickeltes protestantisches Bürgertum.Dieses Bürgertum wurde groteskerweise am Leben gehalten durch eben jene neue Bourgeoisie,die sich aus der pseudosozialistischen neuen Mittelschicht rekrutierte und welche nur in diesem (eben preußisch konnotierten) Bürgertum sowas wie Identität erlangte.Frau Merkels (behauptete) Bindungen zu eben dieser alten Bourgeoisie erhalten aus der Retrospektive eine geradezu absurde Bestätigung.Nicht nur durch ihre Projektion hindurch könnte eine FDJ-Funktionärin der alten Bourgeoisie fast so nahe gestanden haben wie der damaligen neuen. Doch in der Person Gaucks kommt ihr zu Bewusstsein, wie diese alte Bourgeoisie eine für sie nur vermittelte war. Und während die dortige neue Bourgeoisie den Rebellen nicht völlig zu vernichten suchte, wie gesagt, ob ihrer eigenen Identitätssuche, scheint eine Frau Merkel von der Obsession besessen,die Identität endlich herzustellen.

Empfehlen
Mario Rutar
Mario Rutar (Rufaz) - 21.02.2012 08:47 Uhr

Welche Niederlage?

Ich kann da beim besten Willen keine Niederlage erkennen. Frau Merkel kann es absolut egal sein, wer unter ihr Bundespräsident ist oder nicht. Ein BP in Deutschland, bzw. Österreich, ist für mich ein sehr gut bezahlter "Grüss-Gott-August", mehr nicht. Hin und wieder darf er dann noch ein paar schöne, erbauliche Reden halten. Anders formuliert: Ob mein neuestes Porsche-Modell Zierleisten und Felgen aus Gold oder Platin hat (= Hr. Gauck) interessiert mich überhaupt nicht, mich interessiert nur, dass der Motor (= Fr. Merkel) seine Leistung bringt und die nötigen PS hat. Die Zierleisten-Thematik überlasse ich wohlwollend meinen Haupt- und Nebenfrauen und ob die Lackierung mit dem Lack der Fingernägel harmoniert...

Empfehlen
Eberhard Stoeckel

Die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung

haben sich nun einmal verändert. Das erfordert andere Reaktionen als Kindereien à la Westerwelle. Freilich stört es mich, dass bei der Suche nach einem geeigneten gemeinsamen Kandidaten in sehr schlechtem demokratischen Stil die Linke nicht angehört wurde. Jetzt hat die freie Bahn für Spaßpolitik à la Gysi. Nur: über den kann man herzhaft lachen, was man bei Westerwelle partout nicht konnte.

Empfehlen
Emil  Pohl
Emil Pohl (Pohlemil) - 21.02.2012 02:42 Uhr

Wäre Wulff doch unbestechlicher gewesen und hätte sich

von falschen "Freunden" ferngehalten. Er wäre kein schlechter Bundespräsident geworden.

Was haben wir jetzt? Wieder Klamauk. Wieder Taktiererei. Weitere Beschädigungen der Glaubwürdigkeit unserer Politik und demnächst einen Präsidenten, der am Ende seiner Amtszeit 77 Jahre sein wird, keine praktischen politischen Erfahrungen mitbringt, keine Kompetenzen auf den Gebieten Währungspolitik und internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit hat, der kein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verurteilung von Naziterror und DDR-Unrecht erkennen ließ und neoliberale Freiheitsansprüche offensichtlich mehr schätzt als sozialstaatliches Verantwortsbewusstsein.

Sein geschätztes "unabhängiges Denken" wird ihn verleiten, bei seinen einseitigen Positionen und seiner mangelnden Kompetenz auf wichtigen Politikfeldern zu verharren. Die Popularität wird ihn genau so wenig qualifizieren wie Guttenberg. Wir werden viele Allgemeinplätze hören.

Ich hoffe, ich irre und fürchte, Frau Merkel behält Recht.

Empfehlen
piet medem
piet medem (pit24) - 21.02.2012 01:35 Uhr

Sie konnten ihr Gauck kaum fassen!

Vor allem fand ich die Frage von Rösler lustig, wie Gauck seine Immobilie finanziert habe.

Empfehlen
Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 21.02.2012 00:31 Uhr

Merkelsw Niederlage

Diese Niederlage sei Merkel - unbeschadet aller sonstigen politischen Erwägungen - von ganzem Herzen gegönnt. Hoffentlich kommen noch einige saftige Niederlagen hinzu. Sie hat sie sich redlich verdient!

Empfehlen
Wolfgang Motz
Wolfgang Motz (WMotz) - 21.02.2012 00:22 Uhr

Merkels Vorbehalte gegen Gauck

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bundeskanzlerin tatsächlich der Meinung war, J. Gauck verhindern zu können. Warum hat Sie Gauck mit aller Macht verhindern wollen? Vielleicht hat Sie Vorbehalte, die noch aus deren gemeinsamer DDR Zeit stammen. Gerade im Osten unserer vereinigten Republik gibt es mehr Vorbehalte als im Westen gegen Gauck. Die intellektuelle Aufarbeitung und Deutung der DDR Vergangenheit ist äußerst komplex und Nicht-Ex-DDR Bürgern häufig nicht zugänglich.

Empfehlen
Jürgen Dietze
Jürgen Dietze (dietzej) - 20.02.2012 23:57 Uhr

Merkels Triumph

Mit Gauck kommt die personifizierte Antiperson von Rotgrün in Amt und Würden. Vor 2 Jahren wurde er nur auf den Schild gehoben, um Merkel herauszufordern. Dass Merkel den Joker jetzt zog, kann nur als brillant bezeichnet werden. Ihre gespielte anfängliche Ablehnung erfüllte wunderbar die Funktion, Rotgrün Bekenntnisse pro Gauck zu entlocken, was ja gelang. Das Grummeln über Gaucks Positionen ist bei rotgrünen Sympathisanten ja heute deutlich zu vernehmen.

Im Effekt haben die Führer von Rotgrün enormes Kapital bei ihren Wählern verspielt und Merkel hat einen libertären Präsidenten nach ihrem Gusto bekommen. Sollte die FDP jetzt einen Schub über die 5%-Hürde bekommen, wird ihr das auch nicht unrecht sein, denn so behält sie ihren Koalitionspartner.

Auf Seiten von Rotgrün steht eine krachende Niederlage, was die sofortigen parteipolitischen Reaktionen von Grünen und SPD heute zeigen.

Ich freue mich unheimlich auf diesen Bundespräsidenten Gauck !

Empfehlen
Alexander Meier

FDP informierte die Medien vorab.

so schön es ist, dass die fdp für gauck stimmten wollte.

ich frage mich aber, wie gefährlich ist so eine partei, die unzuverlässig ist und in solch einer ernsthaften zeit mit solchen spielchen anfägt? was wäre, wenn dieser regierung seit gestern nicht bestehen würde? jemand mal darüber nachgedacht, wie die börsen wohl so reagiert hätten, wenn der anger der eu keine regierung mehr hätte?

Empfehlen
Meinhard Boberlin

Ich mag Merkel wegen ihrer unprätentiösen Art, aber diese Sturheit gegen Gauck?

Warum nur war sie bis zuletzt gegen einen liberalen und konservativen BP, der die freiheitliche Demokratie verteidigt gegen linke Polemik.

"Nur" zur Machtdemonatration? Dann tut ihr der Denkzettel hoffentlich gut.

Empfehlen
Werner Breitschwert

Frau Merkel sollte nicht unterschätzt werden ...

.. zuerst hat sie Herrn Wulff, dessen Charakter sie offenbar besser kannte als viele andere, in das Amt des Bundespräsidenten gebracht und damit einen lästigen Wettbewerber abgeschoben. Und vielleicht wusste sie auch schon, dass Her Wulff für sich für dieses Amt dequalifizieren würde.

Bei der Beratung über Herrn Gauck hat sie - gezwungenermaßen- zunächst die Parteilinie der CDU/CSU verfolgen, um keine innerparteilichen Querelen aufkommen zu lassen. Schliesslich haben CDU und CSU Herrn Gauck bereits einmal als Kandidaten für das Präsidialamt abgelehnt.

Das Votum der FDP kam ihr nach meiner Meinung nicht ungelegen, denn Frau Merkel und Herr Gauck teilen ein Stück gemeinsamer Vergangenheit; die im Grunde konservative und aus ihrer Sicht damit vernünftige Einstellung des Kandidaten Gauck dürfte ihr auch gefallen haben.

Was in weiten Teilen der Presse jetzt als Niederlage von Frau Merkel gedeutet wird, könnte sich als strategische Meisterleistung erweisen. Man wird sehen ..

Empfehlen
gisbert heimes

Was kommt denn da an Kommentaren aus den Löchern

Da kann man die Kanzlerin mit ihrer Ablehnung des seltsamen Freiheitlichen auf einmal verstehen.

Empfehlen
Klaus Fraedrich

Es wurde Zeit, dass Merkel an die Wand fährt

Helmut Kohl hat mit seiner Art Politik, die CDU vor nicht allzu langer Zeit schon einmal in eine Niederlage gefahren. Sein Zögling Angela Merkel ist auf dem besten Wege, es ihm gleich zu tun. Insofern kann die Niederlage bei der Kandidatenkür heilsam sein, wenn Angela Merkel und die CDU daraus die richtigen Lehren ziehen. Dass Die Fast Drei Prozent-Partei ihr den Weg weisen musste, ist eine bittere Lehre für die machtbewusste Frau. Fraglich bleibt, wie lernfähig Frau Merkel ist, denn sie hat alle starken Köpfe der CDU, die für eine starke Mannschaft nötig sind, im Laufe der Zeit unschädlich gemacht und damit die Partei personell arg geschwächt.

Empfehlen
Roswitha Wels

Was heute durch die Medien geht

zeigt mir, dass es nur noch um Auflagensteigerung geht. Was da schon wieder alles vermutet wird, meine Güte!

Man soll doch bitte schön froh sein, daß die FDP die Nominierung des vom Volke gewünschten Kandidaten Gauck forciert hat. Dieses ewige Herumgeeiere der Kanzlerin war nicht mehr auszuhalten. Für die FDP war es zwar sehr gefährlich, aber es setzte der Kungelei endlich ein Ende.

Nicht auszudenken, wie heute morgen die Börsen reagiert hätten, wäre die Suche nach einem Kandidaten vertagt worden. Nun hat Merkel auch einmal eines zwischen die Hörner bekommen. Gut so. Gauck wird ihr hoffentlich hin und wieder die Leviten lesen, denn er ist nicht auf die Kanzlerin angewiesen.

Empfehlen
Claus-Guenther Kunzmann

Ein Dankeschön an die FDP

Ich gehöre bald 40 Jahre der CDU oder einer Untergliederung der CDU an. Gauck hätte schon vor 2 Jahren gewählt werden sollen. Er hat die richtige Biografie für unseren Präsidenten. Ein herzliches Dankeschön an die FDP. Sie hat meine Partei vor einem grandiosen Fehler bewahrt. Es würde nichts schaden, die Wahl Wulffs als Fehler zu bezeichnen, die gerade noch rechtzeitig korrigiert wird. Es ist keine Schande, einen Fehler einzugestehen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2012 01:55 Uhr
piet medem
piet medem (pit24) - 21.02.2012 01:55 Uhr

Hallo Herr Kunzmann

Ich bin noch keine 40 Jahre alt und der CDU noch nie zugetan gewesen aber ebenfalls der Meinung, dass das Durchdrücken Wullfs ein Fehler der Kanzlerin war. Aber bitte täuschen Sie sich nicht. Die BK wird mit Sicherheit keinen Fehler ihrerseits eingestehen. Sie ist ein Gesamtkunstwerk, das man in seiner Gesamtheit akzeptieren muss.

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1952, Leiter der politischen Redaktion in Berlin.

Jüngste Beiträge