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Margot Käßmann kehrt zur EKD zurück „Ich bin eine Frau der Kirche“

 ·  Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, übernimmt im April 2012 nach rund zweijähriger Pause wieder ein Amt in der EKD. „Hier bin ich verwurzelt“, sagte die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende.

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Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat am Freitag in Berlin bestätigt, dass Margot Käßmann von April 2012 an EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017 wird. Der Vorbereitung des Jubiläums wird in der Kirche hohe Bedeutung beigemessen.

Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende sagte, bei allen Spekulationen über ihre künftige Tätigkeit habe sie immer wieder hervorgehoben: „Ich bin eine Frau der Kirche, hier bin ich verwurzelt“. Deshalb sei sie der EKD für die Initiative dankbar, sie zu berufen.

Sie hob hervor, die 500-Jahr-Feier der Reformation sei eine „große gute Chance“ für die Kirche, von der Freiheit eines Christenmenschen zu sprechen und um Sprachfähigkeit im Glauben zu ringen.

Wiedereinbindung einstimmig beschlossen

Sie selbst sei von der lutherischen Botschaft der Rechtfertigung allein aus Glauben geprägt worden. Diese könne gerade in einer Leistungsgesellschaft befreiend wirken. Sie mache zudem Mut, danach zu fragen, wie es in Deutschland und in der Welt um Gerechtigkeit stehe und was es bedeute, Frieden zu stiften. Das sei Teil des kirchlichen Auftrags; auch dafür sei Martin Luther Vorbild.

Der EKD-Ratsvorsitzende Schneider hob hervor, die Wiedereinbindung Frau Käßmanns sei vom Rat der EKD einstimmig beschlossen worden. Frau Käßmann habe eine „große, ja einmalige Fähigkeit“, Sprache und Geist Luthers in den Alltag zu übersetzen.

Beim Reformationsjubiläum, das anders als in vergangenen Jahrhunderten nicht nationalistisch und konfessionalistisch verengt werden solle, gehe es nicht um eine museale Rückschau, vielmehr komme es auf kreative Vermittlung „in viele Richtungen und Milieus“ an.

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