23.02.2010 · Nach Informationen der F.A.Z. will der Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) noch am Abend über die Trunkenfahrt Margot Käßmanns beraten. Die hannoversche Landesbischöfin sagte alle öffentlichen Termine für die kommenden Tage ab.
Von Reinhard BingenerDie Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, ist mit 1,54 Promille Alkohol im Blut Auto gefahren. Die Polizei war am Samstagabend in Hannover auf die Landesbischöfin aufmerksam geworden, als sie in ihrem Dienstwagen eine rote Ampel überfuhr. Gegen sie wird nun wegen Trunkenheit am Steuer ermittelt. Die hannoversche Landesbischöfin sagte deshalb am Dienstag alle öffentlichen Termine für die kommenden Tage ab.
Nach Informationen dieser Zeitung wollte der Rat der EKD bereits am Dienstagabend in einer Telefonkonferenz über den Vorfall beraten, obwohl er bereits am Freitag in Tutzing zu einer regulären Sitzung zusammenkommt. Der Verbleib Frau Käßmanns sowohl im Amt der Ratsvorsitzenden als auch im Amt der Landesbischöfin gilt als unsicher. Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich warnte jedoch vor übereilten Schritten. Frau Käßmann äußerte zu dem Vorfall bisher lediglich gegenüber der „Bild“-Zeitung, dass sie einen schlimmen Fehler begangen habe. Ihr sei bewusst, wie gefährlich und unverantwortlich Alkohol am Steuer sei: „Den rechtlichen Konsequenzen werde ich mich selbstverständlich stellen.“ Ihr drohen Führerscheinentzug und eine hohe Geldstrafe.