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Luther-Preis : Auszeichnung geht nicht an „Pussy Riot“

  • Aktualisiert am

Vor Gericht: Mitglieder der Band „Pussy Riot“ in Moskau Bild: dpa

Die umstrittene russische Punkband „Pussy Riot“ wird nicht mit dem Preis der deutschen Lutherstädte ausgezeichnet. Das gab die Jury am Samstag in Eisleben bekannt.

          Die russische Punkband „Pussy Riot“ wird nicht mit dem Preis der deutschen Lutherstädte geehrt. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung „Das unerschrockene Wort“ geht stattdessen an die Initiative „Keine Bedienung für Nazis“ von Gastwirten aus Regensburg in Bayern, hieß es nach der Entscheidung am Samstag in Eisleben aus Kreisen der Jury. Der Preis wird im April 2013 verliehen.

          Mit dem Preis ehrt der Bund der 16 Lutherstädte aus Ost- und Westdeutschland Persönlichkeiten, die im Sinne des Reformators Martin Luther (1483-1546) Zivilcourage gezeigt haben. Die Nominierung von „Pussy Riot“ durch die Stadt Wittenberg war bis zuletzt umstritten und hatte in den vergangenen Wochen zu heftigen Debatten geführt.

          Erstmals 1996 verliehen

          Die Auszeichnung wurde erstmals im Luther-Jahr 1996 verliehen und wird seit 1999 alle zwei Jahre vergeben. Bisherige Preisträger waren unter anderem der evangelische Theologe Richard Schröder und der katholische Theologe Hans Küng.

          Sitzen angenehmer: Mitglieder der Jury am Samstag in Eisleben

          Der Jury gehören Vertreter der Lutherstädte Eisenach, Eisleben, Halle, Erfurt, Magdeburg, Nordhausen, Schmalkalden, Torgau, Wittenberg und Zeitz in Ostdeutschland an. Weitere Jurymitglieder kommen aus den westdeutschen Lutherstädten Augsburg, Coburg, Heidelberg, Marburg, Speyer und Worms. Berufen wurden zudem Vertreter der Städte Jena und München. Der „Bund der Lutherstädte“ wurde 1993 in Worms gegründet.

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