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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

LKW-Maut Gebühren künftig auch auf Bundesstraßen

 ·  Die Lkw-Maut wird auf einige gut ausgebaute Bundesstraßen ausgedehnt. Damit sollen Anwohner an besonders stark befahrenen Ausweichrouten entlastet werden.

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Die Lkw-Maut in Deutschland wird rund sieben Jahre nach ihrer Einführung auf gut ausgebaute Bundesstraßen ausgedehnt. Damit soll der LKW-Verkehr in besonders stark belasteten Wohngebieten eingeschränkt werden. Über den zunehmenden Verkehr seit der Einführung der LKW-Maut auf Autobahnen hatten sich im ganzen Land Anlieger an typischen Ausweichrouten beschwert.

Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) will die neue Mautpflicht an diesem Dienstagabend in der Toll-Collect-Zentrale in Berlin offiziell einführen. Mautpflichtig werden dann rund 1100 Kilometer Bundesstraßen, die vierstreifig ausgebaut und an eine Bundesautobahn angebunden sind. Dafür werden die technischen Möglichkeiten des satellitengestützten Lkw-Mautsystems genutzt. Der Mautsatz entspricht dem auf Bundesautobahnen, also im Durchschnitt 17 Cent pro Kilometer. Das Bundesverkehrsministerium erwartet jährliche Zusatzeinnahmen in Höhe von 100 Millionen Euro.

Weitere Ausweichverkehre zu erwarten

In Nordrhein-Westfalen beispielsweise werden nach Angaben des Landes-Verkehrsministeriums acht Abschnitte unter anderem an der B1 und der B54 bei Dortmund, der B42 zwischen Bonn und Königswinter und der B51 bei Münster mautpflichtig, in Schleswig-Holstein Teile der B4 bei Hamburg, der B 76 bei
Kiel, der B200 bei Flensburg und der B75 bei Lübeck.

Der Verband Spedition und Logistik lehnt die Neuerung ab. Sie werde nur weitere Ausweichverkehre produzieren, weil Spediteure sich dann eben andere mautfreie Bundesstraßen suchen würden, sagte Verbandssprecher Rüdiger Ostrowski. Wo man nicht ausweichen könne, etwa an der B1 bei Dortmund, würden die Spediteure die Mehrkosten an ihre Auftraggeber weitergeben und von diesen voraussichtlich auf die Preise der Produkte aufgeschlagen werden.

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