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Libanon und Libyen : Bundestag verlängert Einsätze der Bundeswehr im Mittelmeer

  • Aktualisiert am

Rettungsaktion im Rahmen der Bundeswehr-Mission „Sophia“ nahe der libyschen Küste (Archivbild) Bild: dpa

Fast 40.000 Flüchtlinge hat die Bundeswehr bereits aus dem Seegebiet zwischen Libyen und Italien gerettet. Nun hat der Bundestag zwei von Deutschland unterstützte UN-Missionen verlängert.

          Die Bundeswehr wird im Mittelmeer weiterhin Schleuser bekämpfen und Flüchtlinge bergen. Der Bundestag beschloss am Donnerstag mit großer Mehrheit eine Verlängerung der EU-Mission „Sophia“. An der Mission sollen sich demzufolge auch in den nächsten zwölf Monaten insgesamt bis zu 950 Bundeswehr-Soldaten beteiligen können – derzeit sind knapp 90 im Einsatz.

          Die EU-Mission wurde im Juni 2015 gestartet und ist in erster Linie gegen Schleuserkriminalität gerichtet. Seit Beginn der Mission wurden nach Angaben des Außenministeriums fast 40.000 Flüchtlinge gerettet. Durch das Seegebiet zwischen Libyen und Italien führt eine der wichtigsten Routen für Migranten nach Europa.

          Ebenso UN-Mission vor Libanon verlängert

          Kritikern zufolge ermutigt der Einsatz Schleuser noch in ihrem Tun, weil sie auf die Rettung durch die Soldaten setzen. Die Bundesregierung gestand ebenfalls ein, dass Schleuser ihr Geschäftsmodell auf die Seenotrettung verschiedener Akteure ausrichten.

          Am Abend wurde auch die deutsche Beteiligung an der Unifil-Mission vor der libanesischen Küste verlängert. An dem Einsatz zur Unterbindung des Waffenschmuggels durch die Hisbollah-Miliz können sich bis zu 300 deutsche Marine-Soldaten beteiligen. Derzeit sind 128 Soldaten vor Ort.

          Quelle: dpa

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