01.12.2012 · Ein Leistungsschutzrecht hat sich auch schon in anderen Branchen bewährt. Es schränkt weder die Informationsfreiheit ein, noch ist es insgesamt freiheitswidrig. Wer die Freiheit des Wegnehmens propagiert, der will einen anderen Staat.
Von Reinhard MüllerRichtlinien für Lesermeinungen
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„Was sind mir unabhängige Information und Orientierung wert?“ so Müller, müsse ...
sich jeder fragen lassen – wobei er offenbar diese Zeitung als
Beispiel der Lieferung unabhängiger Information verstanden wissen
will. Zu Recht? tIm Vergleich zu den Tausenden Euro pro Jahr, die
mancher für geistiges Diebesgut ausgibt, ist die gute, alte
Originalzeitung preisgünstig.“
Ein Beispiel aus der F.A.Z. zu einer gewerkschaftsorientierten
(unabhängigen?) Information über das sog. „Streikrecht“:
Während Gesetz und Straf-Rechtsprechung zu entnehmen ist, daß
der nach § 253 StGB strafbare Streik von der Strafjustiz geahndet
(RGSt 21, 114) und heute mit einer deutlich höheren Strafe als 1890
bedroht ist, § 253 Abs. 4 StGB, lieferte die F.A.Z. hierüber
die angebliche Grundgesetz-„Information“, es gebe ein
„Grundrecht auf Streik“ (jja . „Ein Fall für die
Justiz“, F.A.Z., vom 06.03.2006, Seite 13).
Irreführung, die als „Information“ daherkommt, ist ein
Ärgernis und ihr Geld niemals wert – und spricht gegen die
Zeitung, die sie liefert selbst wenn diese Zeitung F.A.Z. heißt.
Die Verlage haben Angst vor dem Wettbewerb
Es ist vielleicht immer noch zu wenig bekannt, dass jede Internetseite
ganz einfach verhindern kann, von Suchmaschinen gefunden zu werden. Das
tun die Verlage natürlich nicht, sie wollen auf diesem Wege auf
ihre Produkte aufmerksam machen und Google soll sie auch noch für
diese kostenlose Werbung bezahlen.
Mit den angezeigten Textfragmenten kann niemand viel anfangen. In
Wahrheit möchte man sich nicht dem Wettbewerb stellen und
stattdessen bequem bei Google den Saugrüssel ansetzen. Das wirkt
besonders komisch bei Zeitungen, die sonst unermüdlich den freien
Markt predigen. Aber bitte nur für die anderen.
Urheber und der Neid der Besitzlosen
Wer einen Text schreibt, und das Recht für dessen Nutzung nicht
ausdrücklich anderen überlässt, ist und bleibt Urheber
und hat damit alle Rechte an diesem Text.
Google indiziert den Teil der Texte, den die Verlage für die
Indizierung bereitstellen, und finanziert diesen -für den Nutzer
kostenlosen- Dienst mit Werbung, die zwischen den Beiträgen
platziert wird. Davon profitieren die Verlage und Google.
Nun ist der vor allem in Deutschland bekannte Neid ausschlaggebend
dafür, dass die Verlage nun Geld aus der Geschäftsidee
schlagen wollen, die sie selbst nicht umsetzen konnten. Vergessen werden
nun die Grundlagen seriösen Journalismus und man hetzt nun gegen
Google. Aber gerade Google indiziert nur das, was dafür freigegeben
wurde. Jedem steht es frei, den gesamten Inhalt oder Teile davon
für die Indizierung zu sperren. Raubkopierern kann man mit dem
Urheberrecht das Handwerk legen. Das Leistungsschutzrecht ist nicht mehr
als ein linkes Umverteilungsgesetz, das keiner braucht und will.
Die hysterische Übertreibungen von "Diktatur" und "Zensur" beweisen die völlige Aufgelöstheit der ..
Internetsüchtigen
man braucht nur mal bei youtube reinschauen, und man wird sehen, dass
Google ein Dieb ist
@Herr Letis: Dieb und Plattform
Wenn Google ein Dieb ist, d.h. sich straffällig gemacht hat, dann
zeigen Sie Google an. Wenn nicht, warum nicht? Sie habe doch erkannt,
dass hier jemand straffällig geworden ist.
Google ist sicherlich kein Unternehmen mit einer reinen Weste. Ich
würde aber behaupten, dass jedes Unternehmen versucht, im Rahmen
des Gesetzes alles auszunutzen, um wirtschaftlich zu bleiben.
Die Inhalte auf YouTube kommen von den Internetnutzern. Die hier eher
einen Diebstahl begangen haben könnten. Um also korrekt zu sein,
ist nicht Google der "Dieb" sondern jemand, der eine Plattform
betreibt, auf der ggf. "Diebesgut" ausgetauscht wird . Wenn
Sie also ein Video sehen, welches eindeutig "gestohlen" wurde,
dann wird Google sicherlich dankbar sein, wenn sie es Google mitteilen
(bevor ein Anwalt eine Abmahnung verschickt). Es gibt unter dem Video
ein kleines Fähnchen, wo sie das Video als "unangemessen"
markieren können... (wie bei der FAZ)
Wenn nicht, dann würde ich nicht solche Behauptungen aufstellen...
Ich kann den Grund für diesen und den anderen Artikel nachvollziehen
Auch wenn mir das unter den Mitkommentatoren kein Lob bescheren wird,
kann ich nachvollziehen, dass Menschen sich für den Beruf einsetzen
der Ihnen Spass macht und den sie aus Überzeugung ausüben.
Auch kann ich nachvollziehen, dass sie sich dafür einsetzen Geld
für ihre Leistungen zu bekommen. Dieses Recht würde ich
niemandem Absprechen.
.
Sicher Google ist ein Monopolist, und Google ist der größte
Profiteur der Abwanderungen von Werbeeinnahmen. Weiterhin ist es
schweirig in einem Umfeld Geld zu verdienen in dem die Arbeit immer
geringer geschätzt wird nicht nur die Journalistische.
.
Nur bei den Methoden muss ich den Kopf schütteln.
.
Der Federhandschuh wurde gegen Google geworfen. Ohne eine genaue Analyse
was man bezwecken will, welche Gegenreaktionen zu erwarten sind, wem man
sonst noch auf die Füsse tritt.
.
Im Heimatland von Google sind Kampagnen zur Kunst perfektioniert unter
dem Thema "Anti-Saloon League" kann man das erkennen das dies
nicht erst seit dem Internet der Fall ist.
@Herr Staack: Einsetzen für den Beruf
Ja, ich kann es auch einsehen, dass die FAZ (wie auch andere
Zeitungen/Verlage) Wege suchen, um zu neuen Einnahmequellen zu kommen.
Die Methode und der Missbrauch des Vertrauens, durch Zeitungen
glaubwürdige Informationen erhalten zu können, ist nicht
nachvollziehbar und nicht akzeptabel.
Die FAZ (wie auch ein paar andere Zeitungen wohl) brechen hier den
Pressekodex, dass Artikel etc., bei denen Eigeninteresse besteht,
entsprechend kenntlich zu machen sind (bzw. auch die Gegenseite
adäquat dargestellt werden).
Die Google-Kampagne ist verglichen dazu harmlos, da man bei Google keine
der Wahrheit verpflichtete Nachrichten erwartet.
Mit der Darstellung des Fehdehandschuhs haben sie recht. Ob die FAZ
wirklich sich bewusst ist, was ein Shit-Storm ist? Die erste Stufe haben
sie sicherlich schon erreicht, die aber noch harmlos ist...
Hochgradig peinlich, liebe FAZ
Dieser Kommentar auf der Titelseite sollte der FAZ hochgeradig peinlich sein. An anderer Stelle loben Sie heute den kritischen Umgang der New York Times mit sich selbst. Diesen Maßstäben werden Sie leider nicht gerecht. Sie verbreiten Unwahrheiten, indem Sie suggerieren, dass Google Ihre Inhalte gegen Ihren Willen indiziert. Tatsächlich erwirtschaften Sie aber mit den dadurch auf Ihre Website kommenden Besucher höhere Werbeeinahmen. Es ist wohl absoluter Blödsinn, Google als Arm der amerikanischen Regierung zu bezeichnen. Für wie blöd halten Sie eigentlich Ihre Leser? Letztendlich schaden Sie sich mit der ganzen Kampagne nur selbst, da Sie Ihre eigene Glaubwürdigkeit untergraben. Aber polemisieren Sie nur weiter für ein Leistungsschutzrecht. Vielleicht kommt es ja. Dann listet Google Sie einfach nicht mehr und Sie haben kein Cent mehr, aber ein paar Leser weniger. Vor allem haben Sie Ihrem höchsten Gut geschadet, das Ihre Zukunft langfristig sichern könnte: Ihrer Glaubwürdigwürdigkeit.
Ich habe die Debatte nicht verfolgt, nur die hierzu erschienenen FAZ-Artikel gelesen. Das allein hat mir aber schon verraten, dass hier eine völlig einseitige Kampagne gefahren wird. Man erklärt den Lesern nicht die tatsächliche Ausgestaltung des "Leistungsschutzrecht". Man erwähnt die Gegenargumente nicht. Man versucht die emotionale Ebene anzusprechen, indem auf die "Milliardengewinne" des "Internetgiganten" verwiesen wird. Google ist nun gar ein verlängerter Arm der amerikanischen Regierung. Apple und amazon wird Zensur vorgeworfen. Über all das kann man reden, nur: Was hat das mit dem "Leistungsschutzrecht" zu tun? Wer dermaßen unsubtil ad hominem argumentiert, dem fehlen offensichtlich die Sachargumente. Was mich wirklich traurig stimmt ist aber, dass ich nun auch sonstigen FAZ-Artikeln nicht mehr trauen kann. Warum merkt die FAZ nicht, dass ehrlicher, objektiver, unabhänger Journalismus DIE Marktlücke schlechthin wäre! Ich würde dafür sofort zahlen.
O-je, da sind - nach meiner Wahrnehmung die meisten - Kommentare
kritisch zu der Haltung der FAZ in Bezug auf das Leistungsschutzrecht
und dennoch wird fleißig weiter argumentiert. Und immer absurder...
Üblicherweise wird in der FAZ - und das finde ich gut - gegen
staatliche Umverteilung argumentiert - wie bei der GEZ oder GEMA - aber
wenn es um die eigenen Finanzen geht, findet man es plötzlich gut,
dass der Staat durch ein Gesetz Gelder umverteilt werden, eine ganze
Branche subventioniert wird.
Ich bleibe lieber bei der alten Kommentierung und halte es für
besser, wenn der Markt es selbst bereinigt. Wie Kommentator Herr Andreas
Müller richtig geschrieben hat: wir brauchen Google nicht. Und nach
Google wird es andere Firmen geben, die mit neuen Ideen Geld verdienen.
An dieses Gesetz müssen sich aber auch die Verlage halten.
Staatliche Subventionen/Umverteilungen sorgen in den meisten Fällen
für einen langsamen Tod, da fehlende Innovation unterstützt wird.
Don Quixite kämpft gegen Google
Wenn Herr Müller und Herr Hanfeld die Meinung der FAZ vertreten, dann werden wir in nicht allzu ferner Zukunft das Ende der FAZ trauern. Mehrere Forenteilnehmer, darunter auch ich, haben schon mehrmals ihre Meinung über die Sache geäußert. Die wirklichkeitsfremde Aufsätze von Müller und Hanfeld machen wirklich traurig. Die Zeitungen konkurrieren mit Google, der nicht ein Konkurrent, sondern eher ein allierter sein sollte. Der Gesetzgeber wird die Zeitungen mit einem "Leistungsschutzrecht" trösten und die Rundfunkanstalten mit weiteren Zwangsbeiträgen belohnen, bis die letzten die ersten völlig verdrängt haben.
Verschwörungstheorien? Ein neuer Tiefpunkt
Google ist also der verlängerte Arm der US-Regierung? Könnte
man diese Aussage auch nur ansatzweise substanziieren und gleichzeitig
darlegen, inwiefern die von Belang ist?
Und wer zahlt tausende von Euros für zusammengeklaute von
"Dienstleistern", und welche Dienstleister sind das? Ist das
eine seriöse Vorgehensweise solche Szenarien anzureissen, ohne
irgendwelche Belege dafür zu liefern? Und was hat das alles mit der
Gnade von Google zu tun?
Fakt ist auf jeden Fall, dass Google von der Gnade der Verleger
abhängig ist. Möchte ich als Verleger nicht, dass Google als
"Ladendieb"/"Raubkopierer" oder sonstige
irreführende Bezeichnungen, die Qualitätsinhalte (wie diesen
perfiden Artikel, den ich gerade kommentiere) nutzt, dann sollen sie
Google gefälligst aussperren. Dann "bereichert" sich
Google nicht mehr, liefert entsprechend auch keine Massen an Besucher an
die Zeitungen, und man könnte glücklich sein.
Doch halt! Natürlich wollen die Zeitungen die Besucher, aber eben
auch noch Geld.
Warum wir Google nicht brauchen
Der Google-Konzern gibt nichts und nimmt dafür sehr viel. Als
Suchmaschine kann man ihn jeder Zeit ersetzen. Wer einmal eine absolut
unabhängige Suchvariante bemüht hat, wird merken wie stark
Google die Ergebnisse sortiert und nicht nur dem Nutzer, sondern auch
den persönlichen Interessen anpasst. Und auch die anderen
Google-Dienste werden von anderen Unternehmen angeboten. Wozu braucht
man dann also Google? Warum ein Monopol erlauben, dass nicht mehr oder
weniger das Ziel hat, über Kalender, Suchmaschinen, Social-Networks
und Handy-Betriebssysteme in jeden Bereich des Lebens einer jeden Person reinzusehen?
Wir brauchen Google nicht - es gibt keinen unersetzbaren Google-Dienst.
Dennoch begeben sich ganze Generationen in eine wahnwitzige Abhängigkeit.
Aber Hauptsache kostenlos...
Eine Frage
Sie haben nicht unrecht mit Ihren Aussagen, aber inwiefern steht Ihr Kommentar in Bezug zu diesem Artikel?
Dann nutzt man Google eben nicht!
Ja, dann soll man Google eben nicht nutzen, bzw. seine Inhalte für Google sperren. Beides ist möglich. Dafür brauchen wir kein neues Gesetz, dass den Verlegern ein unverdientes Zusatzeinkommen beschert.
Dieser Kommentar ist extrem einseitige Propaganda.
Man weiß gar noch wo man anfangen soll, so viel krudes Zeug ist in
dem Artikel enthalten.
Sie schreiben:
"Es ist ein Recht, das aus anderen Branchen bekannt ist und sich
bewährt hat. "
Welche Branchen? Fakten bitte.
Ich kenne zum Beispiel das Gegenteil, und zwar der Einzelhandel. Viele
Produzenten müssen Geld dafür bezahlen, dass sie in die Regale
der Supermärkte kommen.
Und weiterhin geht es hier nur um "Snippets", nicht um ganze
Artikel.
Sie schreiben:
"Der Konzern, übrigens kein internationaler Wohlfahrtsverband,
sondern auch mächtiger Arm der amerikanischen Regierung,
kämpft um sein Monopol."
Was soll den das jetzt wieder? Mächtiger Arm der amerikanischen
Regierung? Wo haben sie das denn her? Monopol? Google ist sicher sehr
erfolgreich (gerade in Deutschland) und hat bei Suchmaschinen einen sehr
hohen Marktanteil, aber es gibt genug Wettbewerber, z.B. Bing von
Microsoft und Yahoo.
Leider passt nicht mehr in ein Kommentarfeld ..
Von der GEZ lernen heisst verdienen lernen...
Es ist schon eine Ironie des Schicksals, dass gerade die
Zeitungsverleger unter dem Druck der Internet-veränderten
Rahmenbedingungen sich auch eine Gelddruckmaschine von Staates Gnaden
erhoffen, die ihr -leider- schlechtes Geschäftsmodell auf Kosten
anderer aufzubrezeln gestattet, die offensichtlich ein besseres haben.
Der Verweis auf den einen Headline- Satz von "Google News"-
Funden als IP-Raub ist einfach nur absurd.
Ich bin kein Google Liebhaber, aber ich hoffe, falls das zustande kommt,
die Suchmaschinen deutsche Zeitschriften schlicht und ergreifend delisten.
Ich hoffe es auch, Google soll es tun, die Zeitungen sollten weder in Google News noch ...
... in den Suchergebnisse erscheinen, keine Zeitung. Nur so können die Verlagen anfangen, sich seriöse Gedanken über ihr Geschäftsmodell zu machen.
Bitte auch Stefan Niggemeier lesen
Wer sich für die Kritik am Leistungsschutzrecht und die an der Berichterstattung der FAZ (und anderer Zeitungen) über das Leistungsschutzrecht interessiert, der möge mal bei Google nach Stefan Niggemeier suchen. Vor allem sein Text vom 1. Dezember ist sehr erhellend.
was wir uns verdient haben, da wir beim Kauf jedes
"Speichermediums" (DVD, Festplatte, ...) ja schon eine
Pauschalabgabe leisten müssen!
Wir leisten schon im vorhinein weil wir unter Pauschalverdacht gestellt werden..
Die Verlage sollten sich fragen...
Angesichts der vollkommen einseitigen, teilweise wahrheitswidrigen
Kampagne pro "Leistungsschutzrecht" zur Wahrung eigener, rein
wirtschaftlicher Interessen sollten sich die Verlage eventuell einmal
Gedanken darüber machen, warum immer mehr Menschen die im Artikel
gestellte Frage "Was sind mir unabhängige Information und
Orientierung wert?" mit einer Gegenfrage beantworten: "Was
für unabhängige Informationen eigentlich?"
Unabhängige Informationen im Zusammenhang mit dem
Leistungsschutzrecht sucht man in 99% aller Zeitungen (online wie
offline) vergeblich.
Die Nicht-Einführung des LSR als Untergang der Pressefreiheit
hochzustilisieren, wie Herr Müller in seinem Kommentar, steigert
den Vorwurf an Google geradezu ins absurde!
Die journalistische Sorgfaltspflicht
würde es auch nahe legen, einmal KORREKT darzustellen, wie eine
Zeitungswebseite überhaupt bei Google News gelistet wird (also das
einzelne Artikel bei Google News in AUSZÜGEN auftauchen).
Der mündige Leser kann dies ja zum Glück direkt bei Google
News recherchieren. Dann wird er feststellen, dass man bei Google News
nur nach ANMELDUNG auftaucht (und bei dieser Anmeldung muß man
außerdem bestätigen, dass man nur eigene Inhalte und keine
Promotion produziert - was für eine Vielzahl der dt. Verlagsseiten
klar zu verneinen ist).
Jeder Suchmaschinenanbieter (als ob es nur google gäbe) verschafft
den Verlagen Klicks auf ihr freiwillig(!) kostenlos ins Internet
gestellte Angebot (für die sie dann noch Werbeeinnahmen haben). Die
dazu verwendeten Snippets erhöhen dabei auch noch die Genauigkeit
für den Benutzer.
Wenn sie das nicht wollen, könnten die Verlage das jederzeit mit
verschiedenen technischen Mitteln unterbinden. Aber dann könnten
Sie nicht mehr den Staat bemühen, ihnen von den angeblich so
horrenden Einnahmen der Suchmaschinenbetreiber etwas wegzunehmen.
Ein Leistungsschutzrecht wäre ein weiterer Schritt in einen Staat,
wo sich jede Interessengruppe ihr Schärflein per staatlicher Gewalt
sichert. Es ist schon schlimm genug, wie es jetzt ist.
Und ich bin ehrlich gesagt schockiert, wie jemand, der bei der FAZ das
Ressort "Staat und Recht" verantwortet, die Dinge so diametral
anders darstellen kann.
"Nach der Übereinkunft des
Robots-Exclusion-Standard-Protokolls liest ein Webcrawler (Robot) beim
Auffinden einer Webseite zuerst die Datei robots.txt (kleingeschrieben)
im Stammverzeichnis („root“) einer Domain....]
"- Quelle Wikipedia.
Mit den folgenden Befehlen wird allen Webcrawlern die Indexierung der
kompletten Webpräsenz verboten.
User-agent: *
Disallow: /
Sicherlich wird es doch den Webadministratoren der Verlage möglich
sein, diese kleine Änderung eben mal aufzuspielen.
Hoffentlich kommt das Leistungsschutzrecht.
Denn ich würde nur ungern die dummen Gesichter verpassen wollen,
wenn Google "völlig überraschend" den
Online-Angeboten der Verlage buchstäblich den Hahn zudreht und sie
aus den Suchergebnissen nimmt.
An Google gibt es gerne viel auszusetzen, sehr viel sogar. Aber wenn die
Verlage nicht gefunden werden wollen würden, genügte auf der
eigenen Internetseite eine winzige Änderung in der kleinen, aber
feinen Datei namens robots.txt. Stattdessen wollen die sonst ach so
marktwirtschaftlich gesonnenen Verleger lediglich die staatliche
Umverteilungsmaschinerie anwerfen lassen, die sonst so vehement
abgelehnt wird. Denn wenn es um den eigenen finanziellen Vorteil geht,
da ist man ganz schnell vorn mit dabei, nach Papa Staat zu rufen.
Sie wollen im Internet gefunden werden und finden Google doof? Machen
Sie Werbung für andere Suchmaschinen, bauen Sie eine eigene auf
– es gibt genug Möglichkeiten. Diese Show hier ist aber
einfach nur billig.
Google nimmt nichts weg, im Gegenteil Google gibt, ohne dass die Empfänger dafür
etwas bezahlen. Google gibt den Verlagsprodukten im Internet Bekanntheit und Verlinkung. Etwas, was sonst durch teure Werbung erkauft werden muss. Was nutzt unabhängige Information und Orientierung, wenn sie im Internet nicht gefunden wird? Und wenn die Verlage weder eine Verlinkung in Googles Suchmaschine noch einen Hinweis auf ihre Schlagzeilen in Google-News wollen, dann können sie dies mit wenigen Klicks erreichen. Kindereinfach. Das machen sie aber nicht! Stattdessen versuchen sie die Parlamentarier zu manipulieren, in dem sie die Fakten rumdrehen: Google würde ihnen was wegnehmen. Google würde durch sie Profit machen. Unsere Parlamentarier, die schon Milliarden Euro deutscher Steuergelder, durch Abnicken von Gesetzen, die sie nicht verstanden haben, ins Ausland ohne Wiederkehr transferieren ließen, sind völlig im Rettungswahn verwirrt. Auch hier wollen sie Verlage vor einem profitgierigen Monopolisten aus den USA retten.
Reinhard Müller Jahrgang 1968, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Zeitgeschehen“ und für „Staat und Recht“.
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