Bei der Landtagswahl im Saarland zeichnet sich eine deutlich geringere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. Bis 14.00 Uhr hatte am Sonntag nach Angaben der Landeswahlleitung mit 27,8 Prozent lediglich etwas mehr als ein Viertel der rund 818.000 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das waren etwa zehn Prozentpunkte weniger als zur gleichen Zeit 1999, sagte der stellvertretende Landeswahlleiter Andreas Catrein in Saarbrücken. Vor fünf Jahren hatten sich insgesamt 68,7 Prozent der Berechtigten an der Wahl beteiligt.
Auf die Gründe für die geringe Beteiligung wollte sich die Landeswahlleitung nicht festlegen. Das sommerliche Wetter sei ein denkbarer Grund.
Wissenschaftler hatten schon vor der Wahl wegen des in Umfragen vorausgesagten klaren Sieges der CDU eine geringe Wahlbeteiligung erwartet. CDU-Ministerpräsident Peter Müller und sein SPD-Herausforderer Heiko Maas hatten daher die Mobilisierung ihrer Wähler in den vergangenen Wochen in den Vordergrund gestellt. Jüngste Umfragen sehen die CDU bei rund 50 und die SPD bei etwa 30 Prozent der Stimmen.
Vor fünf Jahren hatte die Wahlbeteiligung mit 68,7 Prozent den bis dahin tiefsten Wert in der Geschichte des Saarlandes erreicht. Damals errang die CDU mit 45,5 Prozent knapp die absolute Mehrheit der Sitze. Die SPD kam auf 44,4 Prozent. FDP und Grüne schafften den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde nicht.