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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Lagerwahlkampf Nachtigall, ick hör dir trapsen!

 ·  Die CDU will im Wahlkampf nicht kleinbürgerlich sein, sondern großzügig: Stimmen aus dem rot-grünen Lager (dort gibt es noch eines) sind ihr herzlich willkommen. Man muss sich auf alles gefasst machen.

Artikel Lesermeinungen (36)
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gisbert heimes

Alles zurück auf Anfang

;-)

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Jochen Wagner

Leihstimmen

Der Begriff Leihstimmen bezieht sich meinem Verständnis nach im Kern auf Stimmen, die einer Partei gegeben werden, damit sie als Koalitionspartei überhaupt fungieren kann, weil andernfalls, aus Sicht der entsprechenden Wähler, die Umsetzung von als übergeordnet erachteten Inhalten partout nicht gelingen würde. Wie kann man in dem dargelegten Fall, der Großen Koalition, diesen Terminus aber dann gebrauchen?

Wenn die GroKo dämmert, frage ich mich ausserdem, was z.B. einen SPD-Wähler davon abhalten soll, seiner Partei die Stimme zu geben, wo doch schliesslich immer auch Schwarz-Grün oder Jamaika am Himmel wölkt? Oder was einen Grünen-Wähler? Der hätte doch null Alternative! Oder soll hier schon mal die Groooko, also Afghanistan- respektive Malawi-Variante angesprochen werden :-)

Ich würde jedem Wähler raten, das Leihstimmenpotenzial der FDP nicht leichtfertig zu unterschätzen, und warnen würde ich, warnen vor einem Erdrutsch: Merkel über alles brauchen wir nicht...

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Ralf Kowollik

Große Koalition? Viel Spaß, CDU!

Das wird ja ein Spaß werden mit der Großen Koalition, sollte es nach der Bundestagswahl zu dessen Neuauflage kommen. Ein Spaß für die SPD, wohlgemerkt, nicht für die Union.
Denn mit einer rot-rot-grünen Mehrheit im Bundesrat würde die SPD die Union nur so vor sich hertreiben können. Frau Merkel bliebe zwar Kanzlerin. Die politische Richtung aber würde Sigmar Gabriel vorgeben.

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Paul Rabe

Die Grünen sind die bürgerlichen Nachfolger der CDU

Wähler der Grünen kommen mehrheitlich aus dem besser verdienenden, gebildeten Bürgertum. Sie haben auch dessen typische bürgerliche Spießermoral angenommen, diese nur ein wenig "modernisiert".

Der grüne Spießbürger regt sich nicht mehr über die unsauber aufgehängt Wäsche der Nachbarn auf, sondern über das unkorrekte Befüllen der Biotonne. Statt Stuttgarter Statusauto steht jetzt eben ein teures E-Mobil-zweit-Auto in der Garage, oder das EdelBike im Grunde ist aber alles gleich geblieben.
Die eigenen Kinder zusammen mit Migranten auf die Schule ? Ne, sooo war das nun nicht gemeint mit Multikulti...
Die Grünen haben bürgerliche Ideale und Spießigkeit nur neu verpackt. Merkel weis das und will jetzt eben auch die Verpackung ändern.
Jeder Marketingmanager dessen Produkt nicht mehrso gut läuft würde es genauso machen, so funktionieren politischer Wettbewerb und Kapitalismus...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.02.2013 12:06 Uhr
Cornelia  Holtmann

Ich hatte Herrn Rabe eigentlich antworten wollen, Herr Hayer.

Ihr Kommentar macht meine Antwort überflüssig. Und ob meine Antwort so überzeugend ausgefallen wäre, weiß ich nicht. Meine Anerkennung!

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gisbert heimes

Die Grünen sind der neoliberale Fötus im Bauch des Sozialstaats

Sie erschließen Wählerschichten der 'alten' Parteien CDU/CSU, FDP und SPD. Die FDP haben sie eigentlich schon obsolet gemacht. Union und SPD sollten in Koalitionsverhandlungen mit ihnen sehr genau hinschauen, mit wem sie es zu tun haben. Noch sind die Richtungen, die die Grünen vertreten, sehr personenabhängig. Bald aber könnte es zu einer einheitlichen Richtung kommen, nämlich einer 'grünlackierten' neoliberalen.

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Jan van Gemmeren

Eh schon egal

Die politischen Entscheidungen der letzten Monate zum Thema Euro und EU haben Weichen gestellt. Auf diesem Gleis gehts mit Volldampf voran. Ob die Deutschlandabschaffung nun noch durch eine rotgrüne BR forciert wird oder nicht, spielt auch keine Rolle mehr. So oder so machen Ideologen die Agenda. Und ihr erklärter Feind ist die traditionelle deutsche Gesellschaft, die derzeit noch die Abenteuer finanziert. Deshalb ist auch die Abschaffung der alten EZB so willkommen: wo soll die Kohle für das sozialistische Experiment denn sonst herkommen, wenn die deutsche Mittelschicht finanziell und demografisch kollabiert ist? Wie die Renten bezahlt, die trotz unkontrollierter Einwanderung, welch Wunder, nicht gesichert werden können? Wie Ruhe und Ordnung in der bunten Republik sichergestellt, wenn nicht genügend Geld zum Verteilen da ist? Und man selbst nix mehr verdient oder von anderen geliehen bekommt? Wir gehen herrlichen Zeiten entgegen. Egal mit wem.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2013 12:11 Uhr
bernd stegmann

Die Tragik liegt in der tatsache begründet, das diese ausgepresste Mittelschicht in freien und

geheimen Wahlen diese Ideologen von CDUCSUFDPSPDGrüne, Linke, Piraten und FreieWähler völlig ohne Zwang zu ihrem verderblichen Handeln legitimiert.

Ohne diese sie wählende Mittelschicht gäbe es diesen den Realitäten und "ihrem Volk" entrückten Politadel nicht in dieser selbstzerstörrerischen Ausprägung.

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Karl Dietrich Naumann

Wann kommt endlich die Schlagzeile : " CDU hat ausgemerkelt !"

Zum vermeintlichen Machterhalt tut sie alles , nur hat sie jeglichen Kontakt zu ihrer
Wählerbasis verloren ! Mit so einer Ansage treibt sie die letzten gestandenen Stammwähler
aus der Partei. Umgekehrt wird ein Schuh draus, das Reservoir für die CDU sind die
40% Nichtwähler, die sich resigniert abgewendet haben.

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Paul Rabe

Die CDU muss die Großstädte zurückerobern oder sie wird bedeutungslos

Die Wahlstatisik und die Umfragen sind eindeutig. Die CDU hat ihr Wählerpotential im Moment auf dem Land und bei der männlichen Bevölkerung über 70.
Blöderweise it das nicht grade nachhaltig.
Legt man die durchschnittliche Lebenserwartung zu Grunde und den Trend zur Landflucht (man beachte hier die Entwicklung der Immobilienpreise) dann wird klar, daß die CDU nur mit politischen Angeboten an die jüngere Stadtbevölkerung in Zukunft noch Wahen gewinnen wird. Dort punkten momentan vor allem SPD, Grüne und Piraten.
Die CDU MUSS dort also politische Konzepte kopieren, wenn sie noch eine Chance haben will. Merkel ist Physikerin, die kann Statistiken lesen und interpretieren...

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Ulrich Baare
Ulrich Baare (Zagreus) - 29.01.2013 09:04 Uhr

Parteien-Wandel

Naja - man sollte hier nicht übersehen, dass wir eine neue Partei im alten Gewand haben.
Die CDU ist nicht mehr die klassische CDU, sondern de facto eine neue Partei, die ein neues Klientel anzusprechen versucht.
Hatte man in der klassischen CDU vor allem die drei Gruppen von Konservativen, Christlichen und der Wirtschaft/Unternehmer, so hat (und will) man nun ein neues Klientel:
die Konservativen sind geopfert worden für einen Linksruck - anstatt ihrer wird nun um 'rechte' Sozialdemokaten und Grüne geworben. Quasi das Wählerspektrum der Partei CDU ist nach Links vond er Parteienspitze verschoben worden, weil man sich dort wohl einen größeren Erfolg bzw. mehr Stimmen als mit denen der Konservativen verspricht.
Inwieweit dieses Kalkül aufgeht, wird man sehen - man sollte dabei nicht vergessen:
- zum einen ist zumindest die absolute Mehrzahl der Pressevertreter links bzw. Grün eingestellt, und
- zum anderen ist ein Teil der klassischen Wählerschaft (Bürgertum/Beamte) sehr grün/links.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2013 12:21 Uhr
bernd stegmann

Korrekte Erkenntnis. Und der CDU bleibt nach einer sachlichen Wahlanalyse, bedingt durch das

Wahlverhalten des deutschen Wählers, auch gar nichts anderes übrig.

Nach Niedersachsen:

- Wählerpotential "rechts" der CDU ca.3 %

- Wählerpotential "links" der CDU ca. 60%

Nichtwähler spielen absolut keine Rolle. Diese Leute kicken sich selbst ins AUS.

Nun die Preisfrage:

Wohin wird sich / muß sich die CDU logischerweise bei zukünftigen Wahlen orientieren?

Sollte der superschlaue, taktisch extrem clevere, deutsche Wähler mal aufwachen, ändert sich das aus der reinen Logik begründet schlagartig.

Deutschland wird nicht von Parteien oder Politikern abgeschafft, sondern alleinig vom deutschen Wähler .

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Karl Dietrich Naumann

Nichts gelernt in Niedersachsen, jetzt erst recht in die falsche Richtung !

Wer Schwarz wählt, wählt Schwarz-Rot ! Es soll, s.o. , CDU Wähler geben, die das
nicht wollen. Merkel bringt die CDU auf SPD Niveau !

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Dietmar Blum

Auf alles gefasst machen?

Mich wundert gar nichts mehr!

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otto kaldrack

CDU

ist doch weitgehend nur noch ein abklatsch von rot und grün, was die
plötzliche energiewende und die umverteilung von hart erarbeitenden
steuergeldern auf faule, lügner und betrüger angeht. die badbanks
haben sie ja schon seinerzeit mit der spd geschaffen, um diese mrden
aus dem bewusstsein der wähler verschwinden lassen. weitere streiche
dieser art werden folgen, wenn es nach der wahl die von vielen so heiß
geliebte große koalition wieder geben wird. die ist fast so schlimm, wie
seinerzeit rot-grün, die noch weniger mit geld umgehen können, wie
sich damals bei der verletzung der EURO-kriterien u.a. gezeigt hat.
da muss das geld einfach raus, egal was wir unseren nachkommen
hinterlassen. alles einfach unbegreiflich und traurig, wenn eine CDU
sowas alles mitmacht, und der wähler es nicht merkt. da ist natürlich
das ausfüllen eines dirndls unendlich viel schlimmer, und verdrängt
wahrlich wahnsinnige politikprobleme in bestenfalls die 2. reihe. wo
leben wir eigentlich???

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Caspar Mendrzyk

Das Einzige, worauf in diesem Staat Verlaß ist.

Den " bürgerlichen " Wählern oder wie man diejenigen nennen will, die mit ihrer Leistung unseren Staat finanzieren und mit ihrem Funktionsverständnis tragen , ist längst die politische Heimat verloren gegangen. Es mutet geradezu rührend an, wie viele noch glauben, die CDU sei diese Heimat. Seit Geißler währt die systematische Demontage dieser einst großen bürgerlichen Partei. Heute ist auch Dank der CDU die Mehrheit der Wähler in die alimentierende Abhängigkeit
der Parteienautokratie geraten. Ohne neue Leistungsversprechen werden keine Wahlen mehr gewonnen. Daher ist jede Hoffnung auf auf eine Verringerung der Staatsverschuldung Kinderglauben. Und natürlich wird Frau Merkel bis zur nächsten Wahl als erfahrene Spitzen-
kraft auf diesem Gebiet zusätzliche sozialistische Programmpunkte im Namen ihrer Partei aktivieren, so daß die Ballonmützen der traditionell linken Konkurrenten wie Narren -
oder Schellenkappen aussehen werden.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 29.01.2013 04:53 Uhr

Der Kommentator hat Recht

Die Droesse des Sozialhaushalt entscheidet die Wahl. In diesem Falle wuenschte ich, dass die Gruen/Roten die Wahl gewinnen. Denn die muessten dann diesen Haushalt ueberdenken

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Karl Abonzius
Karl Abonzius (alibori) - 29.01.2013 02:54 Uhr

CDU

Ich bin wegen der verheerenden EU-Schuldenvergemeinschaftungspolitik aus der CDU ausgetreten.Wenn die CDU den noch extremeren Weg der SPD/Grünen zulasten der eigenen Bürger geht,wird sie keine Wahl mehr gewinnen

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Konstantin Schneider

Tja, die Nachtigall singt dann wohl bald unter der Brücke

Die Neoliberalen haben dafür gesorgt, dass sich niemand mehr für das Große Ganze zuständig fühlt und alle nur noch alles wollen, aber nix dafür tun. Wenn Starke sich also ständig damit rausreden können, soviel könnten sie nicht leisten, dann ist auch für die Allgemeinheit leider irgendwann der Punkt erreicht, dass sie nicht mehr will.

Alle verziehen sich unter die Brücke, statt neue zu bauen oder drüber zu gehen. Merkel's im Prinzip immer noch radikales Regiment hat unser Land zu den Schwellenländern absinken lassen.

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Dieter Hansen

Es gibt immer eine Alternative zu den Blockparteien!

Manchmal muss man sich garnicht weit umsehen.
Wie wäre es mit einer Partei, die die Wahlprogramme der CDU/CSU und FDP zur Bundestagswahl 2009 vertritt und auch umsetzt?
1. Keine "Bail-Outs". D.h. jetzt: Eine drastische Verkleinerung der "Euro-Zone" oder besser noch Wiedereinführung der DM.
2. Senkung der vollkommen unnötigen Belastungen für die Privathaushalte und Wirtschaft: z.B. Abschaffung der sogenannten Ökoumlagen, -Steuern und -Abgaben. (Hier wurden in den letzten Jahren wirklich alle möglichen Synonyme verwendet. Dabei handelt es sich ganz ordinär nur um Umverteilung und Zerstörung der Wirtschaftskraft.)
Wiederaufbau eines staatlichen Netzes an Atomkraftwerken. Strompreise um 7-10 Cent je kWh sind gesund und machbar!
3. Datenschutz auch im elektronischen und "Informations-"Zeitalter.
4. Wiedereinführung der Rechtssicherheit in Deutschland: Es gelten nur deutsche Gesetze in Deutschland. Und es gibt keine Vorgaben aus Brüssel. Freie Entscheidungen im Bundestag!
Interesse?

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Andreas Gehrmann

Naja,

ich persönlich halte dieses ganze "Wahl-Spekulatius" für völlig unwichtig und unnötig.
Wahlversprechen werden sowieso nicht gehalten und am Ende ist sowieso alles TINA, oder? Es ist letztlich egal wer die Regierung stellt: Am Ende machen die alle die gleiche neoliberale Politik wie die letzten 20 Jahre. Wer glaubt dass Wahlen daran etwas ändern ist m.E. nach ziemlich naiv.
Bewegung würde erst in die Dinge kommen, wenn wir ABSTIMMUNGEN hätten.
Aber welche Partei will das ensthaft? Ich kenne nur eine und die ist die einzige Oppositionspartei im Deutschen Bunderstag ...

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alois schneider
alois schneider (formal) - 28.01.2013 20:07 Uhr

11 mal das Brett abgesägt und immer noch zu kurz

11 Landtagswahlen mit Pauken und Trompeten in Folge verloren und sie sägen unermütlich weiter an ihrem Stammwähler-Ast und vertreiben die Wähler der bürgerlichen Mitte weiter ins Nichtwählerlager.
Auch nach dem elften Mal tritt kein Lerneffekt ein, sondern es heißt jetzt erst recht weiter nach links.
Sie lassen sich von linken Soziologen mit irgendwelchem Stadtmilieu bequatschen.
Inzwischen ist das CDU Programm sogar mit den linksextremen grünen Deutschlandabschaffern kompatibel.
Immer mehr merken es und immer mehr wählen sie deshalb nicht mehr.
Nebenbei haben sie dadurch die Grünen massiv aufgewertet und hoffein für Wechselwähler gemacht und ihnen so neue Wähler zugeführt.
Ich sage mal voraus, das auch das 12. mal nicht anders ablaufen wird, denn es ist nichts anders geworden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2013 12:43 Uhr
Georg Caltern
Georg Caltern (gcal) - 29.01.2013 12:43 Uhr

@Paul Rabe: Dass die Stammwähler sterben ist nicht das Problem

Das Problem ist vielmehr, dass der CDU keine neuen Stammwähler nachwachsen.

Mein persönlicher Grund dafür, dass ich kein Stammwähler der Union bin, ist dass ich Probleme habe, Merkels schwarzlackierten Club nicht-bekennender Wendehälse als CDU zu erkennen bzw. in meinem konkreten Fall: Seehofers schwarzlackierte SPD mit Frauenquote und Vereinigung militanter Nichtraucher als CSU zu erkennen.

Bis vor ein paar Jahren konnte ich mich wenigstens an Wahltagen soweit motivieren, dass doch hingegangen bin um das kleinere Übel zu wählen, aber seit Merkel/Seehofer klappt das einfach nicht mehr.

Für dieses Jahr hoffe ich immer noch, dass Friedrich Merz seine staatsbürgerliche Verantwortung wahrnimmt und als Spitzenkandidat einer CDU reloaded gegen Merkel antritt. Um noch mehr Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Wie Sie vielleicht merken, wählen nicht alle Einwohner einer Großstadt naturgegeben rot-grün.

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Paul Rabe

@Herr Schneider die Stammwähler sterben doch aus

Herr Schneider, die konservativen Stammwähler der CDU sterben doch im wahrsten Sinne des Wortes aus. Die Generation welche Adenauer zu großen Wahlerfolgen verholfen hat gibt es bald nicht mehr.
Die folgende Generation, die 68er, sind auch schon in Rente, die fahren zwar inzwischen auch einen Benz, das Che Guevara T-Shirt spannt ganz arg über dem Wohlstandsbauch, aber aus nostalischen Gründen wählen die eben dann doch rot-grün.
In den Großstädten wählt man auch nicht konservativ (dort noch nie) und auf dem Land, wo die CDU noch letzte Hochburgen hat, wird die Bevölkerung immer weniger.

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Closed via SSO

Na, na, na, CDU, ...

Du wirst doch wohl nicht jetzt in eine Identitätskrise geraten, odrrr ? Wozu hat denn Merkel sieben alles und alles Staunen überdeckende weite Damenfräcke ? Und meinten Sie nicht, Herr Kohler, großbürgerlich anstelle von großzügig ? Man möchte fragend fast ins Französische wechseln: grande bourgeoisie oder bloß schlicht citoyen ? Sekt oder Selters ? Brüderle oder Göring-Eckardt ?

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Hajo Hinrich
Hajo Hinrich (HHinrich) - 28.01.2013 19:09 Uhr

Die Lehren aus Niedersachsen


 1. Es gibt im Wahlvolk eine deutliche linke Mehrheit,
   mehr noch: eine knappe rotgrüne Mehrheit

 2. Die Grünen gewinnen an der Seite der SPD

 3. Die Grünen verlieren an der Seite der CDU

 4. RotGrün ist ein langfristig konzipiertes,
   belastbares strategisches Bündnis

 5. SchwarzGrün ist ein jederzeit aufkündbares,
   unbeliebtes taktisches Zwischenspiel

 6. Die Linkspartei ist eine Funktionspartei,
   die noch lernen muss, dass ihre Funktion
   die Mehrheitssicherung für die SPD ist

 7. Unser Wahlrecht und unser Parteiensystem
   haben sich zukunftsfest bewährt,
   allen Unkenrufen zum Trotz

 8. Vor der BTW wird es keine Grausamkeiten mehr geben;
   es wird sich einiges aufstauen für die neue Regierung

 9. Die SPD stellt den Kanzler oder den
   Oppositionsführer, aber niemals nie nicht
   den Vizekanzler

10. Auch eine kommisarische Merkel-Regierung,
   abhängig von wechselnden BT-Mehrheiten,
   wäre mittelfristig handlungsfähig genug

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2013 03:55 Uhr
Christian Ketterer

Aufmerksam lesen hilft

Herr Hinrich sprach von einer "linken Mehrheit", nicht von einer "rot-gruenen Mehrheit". Das schliesst "Die Linke" mit ein. Damit waechst der Vorsprung auf immerhin 3,7%.
Ausserdem ist es ein Irrglaube, alle Nichtwaehler im Lager der CDU zu vermuten. Eine Studie der Konrad Adenauer Stiftung von 2012 besagt, dass 40% interviewter Nicht-Waehler angaben, frueher SPD gewaehlt zu haben, aber nur 33% die Union. Zitat: "Insgesamt hat die SPD ... höhere Verluste als die Union durch Wahlabstinenz."
Die Studie stellt dabei fest, dass sich insgesamt aber kein unterschiedliches Wahlergebnis ergeben wuerde, wuerden alle Nicht-Waehler zur Urne gehen. Die Union hat gute Gruende, nach "links" zu ruecken: Die waehlende Gesellschaft tut es! Viele Ansichten in Umwelt, Energie, Frauenpolitik etc., die frueher als Links galten, sind heute fest im deutschen Buergertum etabliert. Soziale Gerechtigkeit kommt gerade zurueck, sicher aufgrund der Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre.

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Philipp Laurisch

Milchmädchenrechnung

Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen: 443 Stimmen oder so Vorsprung ist eine "deutliche" rot-grüne Mehrheit?
Viele enttäuschte CDU-Wähler sind zu den Freien Wählern gewechselt. Wenn in Niedersachsen nur die Hälfte der FW-Anhänger entweder CDU oder FDP gewählt hätte, dann wäre McAllister noch Ministerpräsident.
Die Freien Wähler haben bei dieser Landtagswahl 0,6% gewonnen, die sie ja auch irgendwo herhaben müssen. Für den einen Sitz hätte das gereicht. Frau Merkel säße also viel sicherer im Sattel, wenn sie um ihre Stammwähler werben würde. Die Grünenwähler haben keinen Grund, nicht beim Original zu bleiben.

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28.01.2013, 17:22 Uhr

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