21.02.2012 · Die Politiker der Grünen, die den Bundespräsidentenkandidaten Gauck nun kritisieren, erwerben sich immerhin einen Verdienst: sie tragen dazu bei, dass das Stimmenergebnis seiner Wahl nicht von vornherein feststeht.
Von Georg Paul HeftyMutige Dissidenten sind wie Salz in der Suppe, wohlfeile Abweichler immerhin noch Klumpen im Einheitsbrei. Es bedarf in der Bundesrepublik wirklich keines Mutes, das künftige Staatsoberhaupt zu kritisieren und ihm die Zustimmung zu verweigern. Darin unterscheidet sich dieses Land gründlich von der DDR. Dort hatte Gauck sich einst hervorgetan und sich damit bleibende Achtung erworben.
Die grünen Politiker Kilic und Ströbele, die mit ihrer Kritik am Bundespräsidentenkandidaten fast aller Parteien, auch ihrer eigenen, zum Glück weder sich selbst noch ihre Familienangehörigen irgendeiner (Stasi-)Gefahr aussetzen, erwerben sich dennoch einige Verdienste. Sie tragen dazu bei, dass das Stimmenergebnis der Wahl in der Bundesversammlung nicht von vornherein feststeht, indem die Wahlberechtigten von CDU, CSU, FDP, Grünen und SPD einfach zusammengezählt werden.
Will das größte deutsche Verfassungsorgan seine Bedeutung wahren, muss es nicht nur mindestens einen Gegenkandidaten zum Mehrheitsvorschlag geben, sondern auch in der siegesgewissen Masse einige Andersstimmende.
Herr Pohl
Michael Scheffler (Striesner)
- 23.02.2012, 14:04 Uhr
Brauchen wir ihn? Sozial unsensibel, historisch einseitig,
ökonomisch nicht kompetent
Emil Pohl (Pohlemil)
- 23.02.2012, 02:55 Uhr
Liebe Mitläufer und Abweichler
Ferdinand Hauser (Ferdinand_Hauser)
- 22.02.2012, 16:34 Uhr
Der Unfehlbarkeitsanspruch des Herrn Ströbele
Cornelia Holtmann (corneliaholtmann)
- 22.02.2012, 15:04 Uhr
ich habe die Empfehlung zur Geldeinsparung gegeben
Klaus K. E. Wagner (KlaKoWa)
- 22.02.2012, 15:01 Uhr
Georg Paul Hefty Jahrgang 1947, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Zeitgeschehen“.
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