21.02.2012 · Die Politiker der Grünen, die den Bundespräsidentenkandidaten Gauck nun kritisieren, erwerben sich immerhin einen Verdienst: sie tragen dazu bei, dass das Stimmenergebnis seiner Wahl nicht von vornherein feststeht.
Von Georg Paul HeftyRichtlinien für Lesermeinungen
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Als jemand, der offensichtlich die Schrecken der zweiten Deutschen Diktatur nicht genossen hat, sollten Sie nicht über Herrn Gauck in dieser Art richten. Es ist wohltuend, dass er nicht nur von der nationalsozialistischen Diktatur spricht. Ahistorisch von Ihnen ist es, die nationalsozialistische Diktatur nicht als solche zu benennen. Der Faschismus existierte in Italien, die Deutsche Linke versucht mit dem Terminus "faschistisch" von den Paralellen zwischen den Diktaturen von rechts und linksabzulenken. Wie man sieht, hatte sie bei Ihnen Erfolg. Was am Pfarrer Gauck ist sozial unsensibel? Wo sind die Belege dafür? Und noch etwas, wozu soll er als Präsident "ökonomisch kompetent" sein? Um wie Wulff in die eigene Tasche zu wirtschaften?
Brauchen wir ihn? Sozial unsensibel, historisch einseitig, ökonomisch nicht kompetent
Bislang vermisse ich bei ihm Sensibilität für Menschen, die
ohne Verschulden und trotz politischer Freiheit in unserem Lande zwar
nicht hungern müssen, aber objektiv ohne Chance sind, eine Leben zu
führen, das sie als würdig empfinden können.
Als jemand, der als Kind zweimal vertrieben wurde - von Böhmen nach
Schlesien und dann von dort ins "Altreich", hatte ich nach den
Ursachen meines Schicksals zu fragen. Und diese fand ich weder bei den
Polen, noch bei den Tschechen, sondern bei den deutschen Faschisten.
Bei Gauck beginnt die Geschichte anscheinend am 8. Mai 1945. So redet er
viel über sein erlittenes Unrecht. Über 20 Jahre nach dem
Untergang der DDR sollte man aber Selbstmitleid ergänzen durch
Mitgefühl für die unsäglichen Leiden, die Deutsche vor
1945 anderen zufügten. Ohne Buchenwald, ohne Auschwitz, ohne ...
hätte auch er sich in Rostock in Freiheit und Wohlstand entfalten können.
Und zur Euro- und EU-Rettung kann er ohnehin nichts Kompetentes
beitragen.
Liebe Mitläufer und Abweichler
bitte ordnen Sie sich selbst ein. Mit uns hat das Ganze ohnehin nichts
zu tun. Wir halten das Amt schlicht für einen
überflüssigen Fremdkörper in unserer Demokratie. Selbst
Künast und Gabriel kamen ins Stottern, als es darum ging, den Sinn
des Amtes darzulegen. Weil einem schier nichts dazu einfällt.
Der BP ist ein Ersatzmonarch - nur operettenhafter. Wirkliche Rechte,
gar eine unverzichtbare Funktion, hat er nicht. Nutzt er seine wenigen
Rechte, greift er damit entweder in die üblichen (weit besser
legitimierten) Zuständigkeiten ein oder verweist an sie. So gut wie
immer läßt der BP den Quatsch daher bleiben. Aus den letzten
Jahren ist deshalb nur ein Gesetz bekannt, das der BP nicht
unterschreiben wollte: das zur Flugsicherung.
Der BP werde auf die Kraft des Wortes setzen, heißt es daher mal
wieder aus Verlegenheit. Doch erbauliche oder mahnende Worte kann man
von jedem anderen Pfarrer haben - kostenlos und ohne später
Ehrensold zahlen zu müssen.
Der Unfehlbarkeitsanspruch des Herrn Ströbele
In den 150 Jahren seit dem I. Vatikanischen Konzil hat lediglich ein
Papst einen Glaubenssatz auf der Grundlage der von Gott verliehenen
Unfehlbarkeit formuliert.
Es ist gut, dass Herrn Ströbele diese Möglichkeit nicht
gegeben ist. Wir hätten mit einer Flut von Unfehlbarkeitsdogmen zu rechnen.
Für Herrn Ströbele ist wohl nur ein Bundespräsident
wählbar, dessen Anschauungen sich mit den seinen zu 100 Prozent
decken. Es wird nicht leicht fallen, einen solchen Kandidaten zu finden.
(Und der würde wahrscheinlich ausschließlich von ihm
gewählt, und das wäre ja auch ein Reinfall.)
ich habe die Empfehlung zur Geldeinsparung gegeben
120222mi1455
Ich habe viele Sitzungen des Rates hier in Mönchengladbach
beobachtend begleitet.
Der überwiegende Anteil der "Rät-Innen" sitzen
lediglich da und sagen nix.
Die einen Popeln in der Nase, die anderen blättern im Playboy. Die
einen vernichten kiloweise Süßigkeiten, die anderen....
Nur sagen tun sie nix.
Wenn abgestimmt wird gibt es nur ganz selten Abweichler vom Fraktionszwang.
Also gab ich die Empfehlung, daß nur die paar, die sprechen wollen
und tun, für die anderen die Stimmen abgeben.
Die anderen können dann getrost zu Hause bleiben und sollten dann
aber auch kein Sitzungsgeld erhalten.
Alles Liebe oder WATT
Ihr
Mit- und Neben-Mensch, vor allem Mensch
Klaus K. Wagner
Natürlich nicht. Dummerweise ist es jedoch so, dass Kritik in Deutschland nur dann legitimiert ist, wenn sie Konservative betrifft. Das geht dann bis zum de facto Berufsverbot (Sarrazin). Könnten Sie sich den Umkehrfall vorstellen und ein Grübner wäre nominiert. Und man würde ihn deswegen kritisieren, weil er durch Mitwirkung an entprechenden Beschlüssen (EEG, Migration etc.) zur Enteignung des Deutschen Volkes beigetragen hat? Den Aufschrei der Deutschen Medien möchte ich sehen.
Das Freiheitsbedürfnis des Herrn Gauck nach Freiheit ist die fast
natürliche Folge seiner DDR-Biographie. Mit dem Begriff
"Freiheit" weiterhin zu kokettieren und nicht erklären,
was er denn damit für uns alle hier und heute meint, bleibt bisher
unklar. Er wird sich dazu konkret äußern müssen, und
zwar über die Freiheit, die er meint. Noch überschäumen
die Bürgergefühle, die wie Weisenkinder in ihm einen
Vaterersatz gefunden zu haben glauben.
Bald werden wir erfahren, wie er damit umzugehen gedenkt.
Bitte kein Mainstream mit der Springer-Presse
Die F.A.Z. ist eine überregionale Zeitung. Im Zeitalter von web3.0 ist alles möglich, für oder gegen beide.
Zweifelhaftes Staats- und Demokratieverständnis der Grünen
Erst mit der SPD Herrn Gauck als Alternative aufstellen und ihn dann bei
der Nominierung Ablehnen, entlarvt das zweifelhafte Staats- und
Demokratieverständnis der Grünen. Es ging nur um die
Destabilisierung von CDU/CSU/FDP, nicht um einen ernst gemeinten Vorschlag.
Selbt das Amt des Bundespräsidenten ist für die Grünen
nur ein Hebel zur pathologischen Aufmerksamkeitssuche.
Gauck das Überraschungsei im Nest der Linksgrünen
Die Linksgrünen die jetzt aufwachen werden sich noch wundern welches Überraschungsei sie sich mit Gauck in ihr Nest gelegt haben, nur um die Kanzlerin zu ärgern. Gauck ist ein neoliberaler Moralist, der eher im Volkes-Mainstream als im linksgrünen Medien-Mainstream liegt. Die Kanzlerin, die ihn eigenartigerweise so bekämpfte hat das Potential von Gauck das ihr nützen könnte, wohl noch nicht entdeckt. Der Grußaugust Wulf den sie auf den Trohn hob war ein Leichtgewicht, der ihr egal was er sagte kaum nutzen konnte. Bei Gauck ist das sicher anders, denn er wird polarisieren. Das ist sicher. Dass das linksgrüne Fossil Ströbele und einige Berufsmigranten die ihre Köpfe erheben jetzt sauer sind, können wir verschmerzen. Gauck könnte helfen die Demokratie und Meinungsvielfalt in diesem Lande wieder hoffähig zu machen, ohne dass man von den Mainstream-Medien und einigen linksgrünen Blockwarten Redeverbot mit Sanktionsandrohungen bekommt.
Um die 99% für Gauck zu sichern, müsste schon Herr
Ströbele und Herr Kilic selbst kandidieren. Aber selbst dann
würde Lafontaines Partei immer noch beweisen wollen, dass sie nicht
die SED-Nachfolgepartei ist in der Einstimmigkeit herrschte. Dass Sie
die Parteigänger der "Linken" in der Bundesversammlung
bei nur 1% verorten, ist zwar angemessen aber unrealistisch.
Harmlose Kritik auch Salz im Einheitsbrei?
Die Kritik der zwei Grünen stufe ich im Vergleich zu den Breitseiten, die Wulff - leider - abgegeben hat, als harmlos ein. Wenn davon nicht mehr kommt und wenn jetzt nicht krampfhaft nach anderen Mitkandidaten gesucht wird, ist das für die Bedeutung des größten deutschen Verfassungsorgans ohne Bedeutung. Der in DDR-Zeiten bewundernswert mutige und weitsichtige Gauck kann gut damit leben, ist er doch der richtige Mann zur richtigen Zeit - und jetzt auch - am richtigen Platz. Diese Auffassung entspricht auch Volkes Meinung und findet die Zustimmung der für die Freiheit - auch von Herrn Gauck - eingetretenen Parteien. Das ist selten, aber schön.
So einfach ist das nicht. Die GRÜNEN haben Gauck 2010 dermaßen bejubelt
auch Herr Ströbele und Herr Kilic. Die Grundhaltung des
evangelischen Pastors aus der "ur-deutschen" DDR war damals
doch auch bekannt, gut Sarrazin hatte sein Buch noch nicht
veröffentlicht, jedoch in den Salons wurde solcherlei sicher
diskutiert. Gauck fehlt die West-Sozialisation mit dogmaqtischem
Multi-Kulti und Quasi-Kriminalisierung anderslautender Meinungen durch
eine Camarilla brutalster Meinungs"führer". Diese Rituale
sind ihm fremd und so kam er dazu, das Buch von Sarrazin
"mutig" zu finden. Er findet es nicht "richtig" er
findet es mutig, so eine Meinung gegen eben diese Camarilla zu äußern.
Und jetzt läuft der Mechanismus dieser Camarilla ungebremst ab, da
Gauck der Kandidat des politischen Gegners ist und die GRÜNEN und
die SPD in der Falle sitzen.
Es ist schon lustig: Seit 1967/1968 und Rudi Dutschke ist in der
"Linken" dieser Mechanismus zu beobachten. Das geht bis zum
Einsatz körperlicher Gewalt. Eben wie deren Eltern es vorgemacht
haben, seinerzeit, in braunem Klamott
Herr Gauck ist noch nicht einmal ins Amt gewählt, schon setzt
Kritik ein. Klar ist auch warum, er ist:
- für S21,
- die Kernkraft,
- gegen Attac und andere nichtgewählte "NGOs"
- und möglichweise (wirkliches Sakrileg) nicht für mehr Islam
in Deutschland.
Das reicht inzwischen, um Jemanden madig zu machen. Und das hat eben
nichts mit Demokratie zu tun, wie Sie fälschlicherweise meinen,
sondern mit immer mehr um sich greifender grünlinker Diktatur.
Salz in der Suppe - gerne! Ruhig auch etwas Pfeffer - nur nicht in Gestalt des RAF-Günstlings Ströbele, der hätte sich längst in ein bescheidenes Privatleben zurückziehen sollen. Saul zu Paul ist nun einmal nicht so einfach zu machen.
Das Mächtigste und höchste Organ ist das Volk selber
Aber nach demS21-Reinfall dürften die Grünen kaum ein Interesse an einer Volksabstimmung haben. Obwohl eine Direktwahl das saubereste wäre! Auf die Kritiker muss man nicht mehr warten. Kritik ist in einer Demokrarie schon angebracht. Aber die Herrn Gauck wegen seiner Vergangenheit in der DDR kritisieren, sollten lieber stille sein.
Wohltuend, die zaghaft einsetzende Kritik
Ein 99%-Ergebnis bei der anstehenden Wahl wäre ja nun wohl nicht das erstrebenswerte Ziel; es könnten dann ja fast schon unliebsame Erinnerungen an die unselige DDR-Zeit aufkommen ...