Home
http://www.faz.net/-gpg-6xv1x
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kritik an Gauck Abweichler

 ·  Die Politiker der Grünen, die den Bundespräsidentenkandidaten Gauck nun kritisieren, erwerben sich immerhin einen Verdienst: sie tragen dazu bei, dass das Stimmenergebnis seiner Wahl nicht von vornherein feststeht.

Artikel Lesermeinungen (17)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Michael Scheffler

Herr Pohl

Als jemand, der offensichtlich die Schrecken der zweiten Deutschen Diktatur nicht genossen hat, sollten Sie nicht über Herrn Gauck in dieser Art richten. Es ist wohltuend, dass er nicht nur von der nationalsozialistischen Diktatur spricht. Ahistorisch von Ihnen ist es, die nationalsozialistische Diktatur nicht als solche zu benennen. Der Faschismus existierte in Italien, die Deutsche Linke versucht mit dem Terminus "faschistisch" von den Paralellen zwischen den Diktaturen von rechts und linksabzulenken. Wie man sieht, hatte sie bei Ihnen Erfolg. Was am Pfarrer Gauck ist sozial unsensibel? Wo sind die Belege dafür? Und noch etwas, wozu soll er als Präsident "ökonomisch kompetent" sein? Um wie Wulff in die eigene Tasche zu wirtschaften?

Empfehlen
Emil  Pohl
Emil Pohl (Pohlemil) - 23.02.2012 02:55 Uhr

Brauchen wir ihn? Sozial unsensibel, historisch einseitig, ökonomisch nicht kompetent

Bislang vermisse ich bei ihm Sensibilität für Menschen, die ohne Verschulden und trotz politischer Freiheit in unserem Lande zwar nicht hungern müssen, aber objektiv ohne Chance sind, eine Leben zu führen, das sie als würdig empfinden können.

Als jemand, der als Kind zweimal vertrieben wurde - von Böhmen nach Schlesien und dann von dort ins "Altreich", hatte ich nach den Ursachen meines Schicksals zu fragen. Und diese fand ich weder bei den Polen, noch bei den Tschechen, sondern bei den deutschen Faschisten.

Bei Gauck beginnt die Geschichte anscheinend am 8. Mai 1945. So redet er viel über sein erlittenes Unrecht. Über 20 Jahre nach dem Untergang der DDR sollte man aber Selbstmitleid ergänzen durch Mitgefühl für die unsäglichen Leiden, die Deutsche vor 1945 anderen zufügten. Ohne Buchenwald, ohne Auschwitz, ohne ... hätte auch er sich in Rostock in Freiheit und Wohlstand entfalten können.

Und zur Euro- und EU-Rettung kann er ohnehin nichts Kompetentes beitragen.

Empfehlen
Ferdinand Hauser

Liebe Mitläufer und Abweichler

bitte ordnen Sie sich selbst ein. Mit uns hat das Ganze ohnehin nichts zu tun. Wir halten das Amt schlicht für einen überflüssigen Fremdkörper in unserer Demokratie. Selbst Künast und Gabriel kamen ins Stottern, als es darum ging, den Sinn des Amtes darzulegen. Weil einem schier nichts dazu einfällt.

Der BP ist ein Ersatzmonarch - nur operettenhafter. Wirkliche Rechte, gar eine unverzichtbare Funktion, hat er nicht. Nutzt er seine wenigen Rechte, greift er damit entweder in die üblichen (weit besser legitimierten) Zuständigkeiten ein oder verweist an sie. So gut wie immer läßt der BP den Quatsch daher bleiben. Aus den letzten Jahren ist deshalb nur ein Gesetz bekannt, das der BP nicht unterschreiben wollte: das zur Flugsicherung.

Der BP werde auf die Kraft des Wortes setzen, heißt es daher mal wieder aus Verlegenheit. Doch erbauliche oder mahnende Worte kann man von jedem anderen Pfarrer haben - kostenlos und ohne später Ehrensold zahlen zu müssen.

Empfehlen
Cornelia  Holtmann

Der Unfehlbarkeitsanspruch des Herrn Ströbele


In den 150 Jahren seit dem I. Vatikanischen Konzil hat lediglich ein Papst einen Glaubenssatz auf der Grundlage der von Gott verliehenen Unfehlbarkeit formuliert.

Es ist gut, dass Herrn Ströbele diese Möglichkeit nicht gegeben ist. Wir hätten mit einer Flut von Unfehlbarkeitsdogmen zu rechnen.

Für Herrn Ströbele ist wohl nur ein Bundespräsident wählbar, dessen Anschauungen sich mit den seinen zu 100 Prozent decken. Es wird nicht leicht fallen, einen solchen Kandidaten zu finden. (Und der würde wahrscheinlich ausschließlich von ihm gewählt, und das wäre ja auch ein Reinfall.)

Empfehlen
Klaus K. E. Wagner

ich habe die Empfehlung zur Geldeinsparung gegeben

120222mi1455

Ich habe viele Sitzungen des Rates hier in Mönchengladbach beobachtend begleitet.
Der überwiegende Anteil der "Rät-Innen" sitzen lediglich da und sagen nix.
Die einen Popeln in der Nase, die anderen blättern im Playboy. Die einen vernichten kiloweise Süßigkeiten, die anderen....
Nur sagen tun sie nix.
Wenn abgestimmt wird gibt es nur ganz selten Abweichler vom Fraktionszwang.

Also gab ich die Empfehlung, daß nur die paar, die sprechen wollen und tun, für die anderen die Stimmen abgeben.
Die anderen können dann getrost zu Hause bleiben und sollten dann aber auch kein Sitzungsgeld erhalten.

Alles Liebe oder WATT
Ihr
Mit- und Neben-Mensch, vor allem Mensch
Klaus K. Wagner

Empfehlen
Michael Scheffler

Frau Zwickau

Natürlich nicht. Dummerweise ist es jedoch so, dass Kritik in Deutschland nur dann legitimiert ist, wenn sie Konservative betrifft. Das geht dann bis zum de facto Berufsverbot (Sarrazin). Könnten Sie sich den Umkehrfall vorstellen und ein Grübner wäre nominiert. Und man würde ihn deswegen kritisieren, weil er durch Mitwirkung an entprechenden Beschlüssen (EEG, Migration etc.) zur Enteignung des Deutschen Volkes beigetragen hat? Den Aufschrei der Deutschen Medien möchte ich sehen.

Empfehlen
Halit Z. Kuyumcu
Halit Z. Kuyumcu (borlu) - 22.02.2012 14:12 Uhr

Kandidat Gauck

Das Freiheitsbedürfnis des Herrn Gauck nach Freiheit ist die fast natürliche Folge seiner DDR-Biographie. Mit dem Begriff "Freiheit" weiterhin zu kokettieren und nicht erklären, was er denn damit für uns alle hier und heute meint, bleibt bisher unklar. Er wird sich dazu konkret äußern müssen, und zwar über die Freiheit, die er meint. Noch überschäumen die Bürgergefühle, die wie Weisenkinder in ihm einen Vaterersatz gefunden zu haben glauben.
Bald werden wir erfahren, wie er damit umzugehen gedenkt.

Empfehlen
Edda Wiegand
Edda Wiegand (mrs.duck) - 22.02.2012 13:11 Uhr

Bitte kein Mainstream mit der Springer-Presse

Die F.A.Z. ist eine überregionale Zeitung. Im Zeitalter von web3.0 ist alles möglich, für oder gegen beide.

Empfehlen
Klaus Letis

Zweifelhaftes Staats- und Demokratieverständnis der Grünen

Erst mit der SPD Herrn Gauck als Alternative aufstellen und ihn dann bei der Nominierung Ablehnen, entlarvt das zweifelhafte Staats- und Demokratieverständnis der Grünen. Es ging nur um die Destabilisierung von CDU/CSU/FDP, nicht um einen ernst gemeinten Vorschlag.
Selbt das Amt des Bundespräsidenten ist für die Grünen nur ein Hebel zur pathologischen Aufmerksamkeitssuche.

Empfehlen
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 22.02.2012 11:29 Uhr

Gauck das Überraschungsei im Nest der Linksgrünen

Die Linksgrünen die jetzt aufwachen werden sich noch wundern welches Überraschungsei sie sich mit Gauck in ihr Nest gelegt haben, nur um die Kanzlerin zu ärgern. Gauck ist ein neoliberaler Moralist, der eher im Volkes-Mainstream als im linksgrünen Medien-Mainstream liegt. Die Kanzlerin, die ihn eigenartigerweise so bekämpfte hat das Potential von Gauck das ihr nützen könnte, wohl noch nicht entdeckt. Der Grußaugust Wulf den sie auf den Trohn hob war ein Leichtgewicht, der ihr egal was er sagte kaum nutzen konnte. Bei Gauck ist das sicher anders, denn er wird polarisieren. Das ist sicher. Dass das linksgrüne Fossil Ströbele und einige Berufsmigranten die ihre Köpfe erheben jetzt sauer sind, können wir verschmerzen. Gauck könnte helfen die Demokratie und Meinungsvielfalt in diesem Lande wieder hoffähig zu machen, ohne dass man von den Mainstream-Medien und einigen linksgrünen Blockwarten Redeverbot mit Sanktionsandrohungen bekommt.

Empfehlen
otto sundt
otto sundt (drto) - 22.02.2012 11:24 Uhr

@ diaulina

Um die 99% für Gauck zu sichern, müsste schon Herr Ströbele und Herr Kilic selbst kandidieren. Aber selbst dann würde Lafontaines Partei immer noch beweisen wollen, dass sie nicht die SED-Nachfolgepartei ist in der Einstimmigkeit herrschte. Dass Sie die Parteigänger der "Linken" in der Bundesversammlung bei nur 1% verorten, ist zwar angemessen aber unrealistisch.

Empfehlen
Gerhard Storm

Harmlose Kritik auch Salz im Einheitsbrei?

Die Kritik der zwei Grünen stufe ich im Vergleich zu den Breitseiten, die Wulff - leider - abgegeben hat, als harmlos ein. Wenn davon nicht mehr kommt und wenn jetzt nicht krampfhaft nach anderen Mitkandidaten gesucht wird, ist das für die Bedeutung des größten deutschen Verfassungsorgans ohne Bedeutung. Der in DDR-Zeiten bewundernswert mutige und weitsichtige Gauck kann gut damit leben, ist er doch der richtige Mann zur richtigen Zeit - und jetzt auch - am richtigen Platz. Diese Auffassung entspricht auch Volkes Meinung und findet die Zustimmung der für die Freiheit - auch von Herrn Gauck - eingetretenen Parteien. Das ist selten, aber schön.

Empfehlen
Closed via SSO

So einfach ist das nicht. Die GRÜNEN haben Gauck 2010 dermaßen bejubelt

auch Herr Ströbele und Herr Kilic. Die Grundhaltung des evangelischen Pastors aus der "ur-deutschen" DDR war damals doch auch bekannt, gut Sarrazin hatte sein Buch noch nicht veröffentlicht, jedoch in den Salons wurde solcherlei sicher diskutiert. Gauck fehlt die West-Sozialisation mit dogmaqtischem Multi-Kulti und Quasi-Kriminalisierung anderslautender Meinungen durch eine Camarilla brutalster Meinungs"führer". Diese Rituale sind ihm fremd und so kam er dazu, das Buch von Sarrazin "mutig" zu finden. Er findet es nicht "richtig" er findet es mutig, so eine Meinung gegen eben diese Camarilla zu äußern.
Und jetzt läuft der Mechanismus dieser Camarilla ungebremst ab, da Gauck der Kandidat des politischen Gegners ist und die GRÜNEN und die SPD in der Falle sitzen.
Es ist schon lustig: Seit 1967/1968 und Rudi Dutschke ist in der "Linken" dieser Mechanismus zu beobachten. Das geht bis zum Einsatz körperlicher Gewalt. Eben wie deren Eltern es vorgemacht haben, seinerzeit, in braunem Klamott

Empfehlen
Michael Scheffler

Würdelos

Herr Gauck ist noch nicht einmal ins Amt gewählt, schon setzt Kritik ein. Klar ist auch warum, er ist:
- für S21,
- die Kernkraft,
- gegen Attac und andere nichtgewählte "NGOs"
- und möglichweise (wirkliches Sakrileg) nicht für mehr Islam in Deutschland.
Das reicht inzwischen, um Jemanden madig zu machen. Und das hat eben nichts mit Demokratie zu tun, wie Sie fälschlicherweise meinen, sondern mit immer mehr um sich greifender grünlinker Diktatur.

Empfehlen
Johannes Graf

Salz

Salz in der Suppe - gerne! Ruhig auch etwas Pfeffer - nur nicht in Gestalt des RAF-Günstlings Ströbele, der hätte sich längst in ein bescheidenes Privatleben zurückziehen sollen. Saul zu Paul ist nun einmal nicht so einfach zu machen.

Empfehlen
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 22.02.2012 09:41 Uhr

Das Mächtigste und höchste Organ ist das Volk selber

Aber nach demS21-Reinfall dürften die Grünen kaum ein Interesse an einer Volksabstimmung haben. Obwohl eine Direktwahl das saubereste wäre! Auf die Kritiker muss man nicht mehr warten. Kritik ist in einer Demokrarie schon angebracht. Aber die Herrn Gauck wegen seiner Vergangenheit in der DDR kritisieren, sollten lieber stille sein.

Empfehlen
Monika Lorenz

Wohltuend, die zaghaft einsetzende Kritik

Ein 99%-Ergebnis bei der anstehenden Wahl wäre ja nun wohl nicht das erstrebenswerte Ziel; es könnten dann ja fast schon unliebsame Erinnerungen an die unselige DDR-Zeit aufkommen ...

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel