Home
http://www.faz.net/-gpg-z1z5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kritik an FDP-Vorschlag CSU-Familienexpertin Bär hält an Elterngeld fest

 ·  Die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Dorothee Bär, hat das Elterngeld gegen die Kritik der FDP verteidigt. An diesem „Erfolgsmodell“ werde nicht gerüttelt, sagte sie am Dienstag. FDP-Generalsekretär Lindner hatte das Elterngeld in Frage gestellt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (4)

Die familienpolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär (CSU), hat die FDP-Forderung nach Abschaffung des Elterngeldes zurückgewiesen. An dem Erfolgsmodell Elterngeld werde nicht gerüttelt, sagte sie am Dienstag im Deutschlandfunk. „Wir wollten, dass es mehr finanzielle Gerechtigkeit gibt. Natürlich war uns von Anfang an bewusst, dass das Elterngeld allein die Geburtenrate nicht steigern kann.“

Seine volle Wirkung entfalte es nur in einem Gesamtkonzept. Der Staat könne nicht das gesamte Geld zur Verfügung stellen, das ein Kind koste. Kinder bedeuteten auch Verzicht. FDP-Generalsekretär Christian Lindner hatte den Erfolg des Elterngeldes infrage gestellt. Er sieht die vier Milliarden Euro jährlich für die Förderung als Fehlinvestition an.

Kinder-Grundeinkommen als Alternative

Als Alternative schlug die Vorsitzende des Familienausschusses des Bundestages, Sibylle Laurischk (FDP), die Einführung eines Kinder-Grundeinkommens vor. „Es würde Elterngeld, Kindergeld, das Ehegatten-Splitting sowie alle weiteren Kinderzuschläge ersetzen“, sagte sie der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstagausgabe). Mit einem Kinder-Grundeinkommen stehe jedem Kind ein bestimmter Betrag zu. „Eltern und vor allem Alleinerziehende, die kein eigenes Einkommen haben, können damit das, was ein Kind braucht, finanzieren.“ Zur möglichen Höhe wollte sich Laurischk nicht äußern.

Die FDP-Politikerin sagte, das Elterngeld löse nicht das Problem der besseren Förderung von Kindern entsprechend ihrer Fähigkeiten. Es sei „eine aus Steuermitteln finanzierte Sozialleistung, die nichts mit Bedürftigkeit zu tun hat und einen großen Posten im Bundeshaushalt einnimmt“. Selbst das frühere Erziehungsgeld habe den Vorteil gehabt, dass es vor allem den Menschen zugute gekommen sei, „die es gebraucht haben“.

  Weitersagen Kommentieren (0) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Sonderabgabe für Autofahrer Alle gegen Albig

Eine Abgabe von 100 Euro im Jahr für die Reparatur kaputter Straßen? Die Idee von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig stößt auf Kritik. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel geht auf Distanz. Mehr

22.04.2014, 06:25 Uhr | Politik
Finanzierung unklar Letztes Stück der A49 kann gebaut werden

Das Bundesverwaltungsgericht hat den Weg frei gemacht für die Fertigstellung der A 49. Die klagenden Umweltschützer sind enttäuscht. Wann die Autobahn kommt, steht aber in den Sternen. Mehr

23.04.2014, 14:35 Uhr | Rhein-Main
FDP Vom Wirtstier verschmäht

Der wichtigste Verbündete der FDP in ihrem Überlebenskampf wendet sich ab. Die Union sehnt sich keineswegs nach dem langjährigen Partner zurück. Im Gegenteil. Mehr

15.04.2014, 06:57 Uhr | Politik

17.05.2011, 09:26 Uhr

Weitersagen