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Kristina Schröder Absage an die Ehrenauszeichnung

 ·  Bei der Bundestagswahl im September sollte Kristina Schröder die Spitzenkandidatin der CDU in Hessen werden. Nun soll sie diese Position doch nicht haben. Warum? Eine Spurensuche.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)
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Alfred Hempeli

Mobbing auf höchstem Niveau? Politischer Schachzug?

Da ist ein leidlich erfolgreicher CDU-Politiker, zudem noch weiblich, und nun das! Es bleibt zu hoffen, das die Kultur des politischen Kräftemessens hier auch nur einen Schachzug der alte Herren Riege symbilisiert.
Im anderen Fall wird die CDU wohl oder übel bei Mobbingverdacht die gewünschte Implussion erreichen. Dann hat man dem politischen Kontrahenten sauber den Ball übergeben.

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Jean-Pierre Teitinger

Schöne Ironie.

Frau Schröder hat schon seit Langem keine Lust auf gestaltende Politik, weder für Frauen, noch für Jugend oder Familie. Über ihr Prinzip des Nichtstuns hat sie ja sogar ein Buch geschrieben.

Und jetzt, siehe da: Die entschiedene Gegnerin fester Frauenquoten lässt sich auf der Landesliste mit einem Frauen-Quotenplatz absichern.

Spitzenkandidat wird ein Zurückgetretener Ex-Minister, der seine Politikunfähigkeit bereits bewiesen hat. Mit ihm in den Bundestag will eine noch amtierende Ministerin, die ihren Politikunwillen zum Grundsatz erhebt.
Klare Sache: Beide nicht wählbar.

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Rainer Emig

Ikone der Post-Demokratie

Dass die Hessen-CDU am Ende ihrer Macht angekommen ist, könnte nicht schöner verdeutlicht werden als durch ihren Zwiespalt, entweder verbrauchte Gesichter von gestern oder gesichtslose Proporzgestalten von heute aufzustellen. Aber die Sache geht natürlich noch tiefer: genau solche Gestalten eignen sich fürs politikfreie Regieren. Und das ist es, was Frau Merkel am besten kann. Offensichtlich möchte die deutsche Bevölkerung lieber verwaltet werden, als sich mit Politikern mit Ideen und Visionen abzugeben. Im Fernsehen Jauch & Co. und auf den Regierungsbänken vom Leben unbeleckte Figuren, die keine störenden Gedanken entwickeln.

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Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 27.03.2013 16:04 Uhr

Warum?

Weil die eigene Partei endliche merkt, dass die nichts taugt.

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Dietmar Blum

Es ist Zeit

die Listenmandate abzuschaffen!
Wer wird gewählt:
Parteifunktionäre, die ALLES der jeweiligen Partei verdanken, ohne die Sie ein NICHTS wären.
Abnicken ist ihre Aufgabe.

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Christian Bauer
Christian Bauer (CTB13) - 27.03.2013 11:37 Uhr

Facharbeitermangel

Der Arbeitskräftemangel in D ist erschreckend. Das führt natürlich dazu, dass die eine oder andere Stelle "fehlbesetzt" wird. Aber dieses Ausmass an Fehlbesetzung ist mir unerklärlich. Ist die Personalreserve der CDU wirklich so am Ende?
Über Frau Dingsbums-Sonstwas wird die Geschichte hinweggehen. Es gibt ein Buch von Robert Musil, "Der Mann ohne Eigenschaften"- warum erinnere ich mich bei Erwähnung von Frau Wie-heisst-sie-gleich-noch immer so stark an diesen Titel?
Bitte, liebe Wähler, wählt den Baum des Jahres oder das Auto des Jahres, aber lasst diese "Politikerin" in der Versenkung verschwinden.

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Erika Fuchs
Erika Fuchs (ntroP) - 27.03.2013 11:36 Uhr

Die Hessen-CDU ist mit stock-konservativ noch eher wohlwollend beschrieben.

Nichts gegen Konservativ, aber Erz-Reaktionär wäre hier wohl die treffendere Beschreibung.
Neben Leuten wie Koch (Ausländer raus; Igitt, Schwule), seinem Statthalter Bouffier (hat neuerdings die Haare schön) im "Kampfverband" unter Dregger hat Frau es nicht leicht, und vielleicht ist so zu erklären, warum S. im Kabinett eigentlich nur durch ständige Extremismus-Debatten auffiel. So drosch sie gerade einmal wieder auf die mordsgefährlichen Linksextremisten ein und kürzte Programme gegen Rechtsextremismus zusammen, als das Land ganz realer Morde gewahr wurde.
Als Familienministerin fiel sie eher durch Erfolglosigkeit oder Inkompetenz auf, aber das mag auch daran liegen, dass S. ohne Geld auskommen muss.
Sie scheint mir ein Sündenbock.
Wie soll so eine Frau Liberale oder Frauen anziehen? Versucht sie es, jammert der Stammtisch über verlorengegangene Markenkerne. Lässt sie es, jammert der Stammtisch über verlorengegangene Wahlen.
Ich mag S. nicht, aber dies hat auch sie nicht verdient.

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Karl S. Walter

Hessische Geisterbahn

Es gruselt einen denkenden Menschen, betrachtet er die Mitglieder der »tonangebenden Männerriege um Bouffier, Jung, Koch und Christean Wagner in der Tradition eines „Kampfverbandes“ unter Führung Alfred Dreggers«.

Die warfen ihre tüchtigsten Steuerfahnder wegen psychischer Störungen (fragt sich, bei wem) als dienstunfähig aus dem Amt. Um wieviele Euronen Steuern die Staatskassen da gebracht wurden, ist kaum schätzbar. Na bravo! Auch innenpolitisch ist Hessen nicht gerade vorn (NSU). Wendet man den grausen Blick ab von diesen CDU-Helden griechisch-zypriotischer Hessenpolitik, blickt man auf Kristina Schröder.

Die zeichnet sich in ihrem Amt durch besonders gruselige Inkompetenz und weitestgehende Erfolglosigkeit aus bzw. zeichnet sich eben nicht aus. Vermutlich bleibt den bisherigen hessischen CDU-Wählern zu dieser Geisterbahn nur eine Alternative: »Die Alternative«.

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fritz Teich

Frau Schroeder und die strassenbesetzende Antifa

War zwar eher ein Thema fuer den Innenminister, aber an diese Szene einmal verfassungsrechtliche Massstaebe anzulegen, war ueberfaellig. Danke!

Das einzige wirkliche Problem, das Deutschland hat, ist ein Mangel an Klarheit und Konsequenz. Wenn wenigsten ein Minimalkonsens gegeben waere, waere dies ein fester Punkt im Weltall, von dem aus man die Welt aus den Angeln heben koennte. Um einen solchen Minimalkonsens zu erreichen, waere notwendig, offen und ohne Schoenrederei ueber Deutschlands Optionen zu reden. Der Deutsche ist genau wie 33-45 noch immer ein "Bewegungstier", Gemeinschaft mit Baeumen bis hin zur Klimawende zaehlt mehr, als das ein offenes Gespraech mit dem Nachbarn.

1 + 1 = 2, das kann nur noch die Schweiz.

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Klaus Letis

Sie ist wohl für andere Aufgaben besser geeignet

Einen Minister stellt man sich anders vor.

Aber unkonventionell war es zum Teil schon

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Horst Rachinger

Die konsequente Fortsetzung einer Polit-Karriere

Alles was von Interesse ist für die junge Dame (ich vermeide den Begriff Politikerin bewusst), sind persönliche Opportunitätsüberlegungen. Als Bequemlichkeitsfaktor von Merkel in das Kabinett berufen, politisch unreif, ohne nachhaltig positive Wahrnehmung setzt sie nun evtl. doch auf das falsche Pferd. Das ist genau der Typ von Karrieristen, die unser Land durch Selbstüberschätzung in eine katastrophale Situation führen. Vermutlich würde sie um der Karriere Willen sogar zur SPD übertreten.

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Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 27.03.2013 10:28 Uhr

Merkels U-Bootflotte

Nie hat es mehr Minister gegeben, deren Namen mir nicht wirklich präsent sind. Im Fall Schröder kommt es noch schlimmer. Ich wüßte nicht einmal - weder positiv noch negativ - was sie in der laufenden Legislaturperiode gemacht hätte. Außer Mutterschaftsurlaub.
Merkels Ministerriege ist nach der Ernennung einfach abgetaucht, (zu)viele zumindest.
Lese ich mir zwei Stellen im Artikel durch ( ... zieht familiäre Termine Parteiveranstaltungen vor / bundespolitische Karriere über die Landesliste in den Bundestag gewählt ...) muß ich feststellen, daß das keine Qualifikation ist.
Als Politiker, dachte ich, will man etwas bewegen.
Als Frau wollte ich mir die Quotenfrau Köhler / Schröder nicht vorhalten lassen wollen. Aber die Zweitstimme ist für sie wie ein Rentenvertrag, denn so KANN der Wähler sie gar nicht abwählen.

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Sebastian Kreibig

Die Arbeitsteilung zwischen Bouffier und Schröder hätte eh nicht funktioniert.

In den grossstädtischen Mileus kann die CDU in jedem Fall einpacken. Eine Familienministerin, die sich in Sachen Gleichstellung Homosexueller nicht traut, ihre Meinung zu sagen - mithin zu ihren Überzeugungen zu stehen, ist fehl am Platze. Danke, emanzipiert sind die Wähler selbst.

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Peter Herbeck M.A.

Gratuliere der kommenden Ministerpräsidentin von Hessen - 2017- Kristina Schröder, guter Artikel !!

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27.03.2013, 07:46 Uhr

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