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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Krippenplätze in Deutschland „Wir malen keine Horrorszenarien“

 ·  Die Landkreise können den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz erfüllen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Deutschen Landkreistags.

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Stefanie Schulte

Traurig

Die Diskussionen um Kita-Plätze finde ich sehr traurig. Als ich aufwuchs, waren die meisten Mütter hauptberuflich für ihre Kinder da. Heute ist dank der Gleichberechrigung die berufliche Karriere viel wichtiger als die eigenen Kinder. Mir läuft es bei dem Gedanken, Kinder zu bekommen, um sie dann an Fremde abzugeben, kalt den Rücken herunter- die Jahre, in denen die Kinder klein sind und sich entwickeln kann man später nicht zurück holen. In der heutigen Gesellschaft muss ich mir als Mutter, die sich selber um ihre Kinder kümmert, wie ein Verlierer vorkommen, weil ich keinen wichtigen Beruf ausübe. Und wie oft höre ich von anderen Müttern mit wichtigen Berufen die Frage "was machst Du eigentlich den ganzen Tag?". Meiner Meinung nach sind die Kitas eine tolle Sache für Mütter, die leider keine andere Wahl haben, weil sie alleinerziehend sind der das Einkommen des Vaters nicht ausreicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.02.2013 10:02 Uhr
Claudia Otlo

Muttersein ist eben KEIN Beruf

"Als ich aufwuchs, waren die meisten Mütter hauptberuflich für ihre Kinder da."

Ein Beruf dient im Allgemeinen dazu, den eigenen und den Lebensunterhalt der Familie zu verdienen. Es ist bekümmerlich zu sehen, wie viele Menschen - insbesondere Frauen - dauerhaft nicht bereit sind für ihren eigenen, oder gar den Lebensunterhalt ihrer Kinder zu arbeiten. Weshalb es auch nicht verwundert, daß Deutschland primär von Einwanderen heimgesucht wird, die von den Sozialleistungen für Ihren Kinder leben wollen. Kinder werden hier zum "Beruf".

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Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 22.02.2013 22:40 Uhr

Landkreise planen meist

Gruppen von 15 Kindern mit 3 BetreuerInnen. In der NICHD-Studie wurde statistisch klar gezeigt, daß gute Krippen maximal 4 Kinder in einer Gruppe mit einer festen Bezugsperson betreuen. Kinder solcher Kitas hatten kaum Nachteile gegenüber den Kindern, die in der Familie betreut wurden. Bei größeren Gruppen waren Unterschiede im Sozialverhalten auch nach 15 Jahren noch signifikant.
Da die Kinder oft länger als 8 Stunden in der Krippe verweilen und an mehr Tagen als die BetreuerInnen, ergibt sich ein Verhältnis von 1 zu 7 (je nach Öffnungszeiten der Krippe kann es auch noch ungünstiger sein). Armes Deutschland, arme Kinder in Deutschland!

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Simone Hartmann

Nur Zahlenrhetorik statt Alarmrhetorik - alles wie gehabt.

Wahrlich keine guten Nachrichten!
Der Landkreistag und sein Sprecher machen sich nur wichtig.

Vielleicht 'mal die Leiterinnen der Kindergärten und -krippen über die aktuelle Situation befragen?

Dann sind wir der Realität näher. Mit Sicherheit.

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silvia schleimer

Keine guten Nachrichten,

denn die Länder wissen seit Jahren von dem drohenden Fachkräftemangel und es gab von Seiten der Kultus/Bildungsministerien zuwenig Engagement in Ausbildung der Fachkräfte (und in Möglichkeiten des Quereinstiegs). Jetzt fällt wieder nur die Erhöhung der Gruppengrößen ein, dies mindert die Beziehungsqualität erheblich und ist vor allem für die Kleineren ungünstig.

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Narmer Nil
Narmer Nil (cafatte) - 22.02.2013 18:12 Uhr

Gute Nachrichten...

... sind in dieser Skandalisierungsgesellschaft eine Seltenheit geworden.

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Jahrgang 1971, Redakteurin in der Politik.

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