22.02.2013 · Die Landkreise können den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz erfüllen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Deutschen Landkreistags.
Von Uta RascheRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Die Diskussionen um Kita-Plätze finde ich sehr traurig. Als ich aufwuchs, waren die meisten Mütter hauptberuflich für ihre Kinder da. Heute ist dank der Gleichberechrigung die berufliche Karriere viel wichtiger als die eigenen Kinder. Mir läuft es bei dem Gedanken, Kinder zu bekommen, um sie dann an Fremde abzugeben, kalt den Rücken herunter- die Jahre, in denen die Kinder klein sind und sich entwickeln kann man später nicht zurück holen. In der heutigen Gesellschaft muss ich mir als Mutter, die sich selber um ihre Kinder kümmert, wie ein Verlierer vorkommen, weil ich keinen wichtigen Beruf ausübe. Und wie oft höre ich von anderen Müttern mit wichtigen Berufen die Frage "was machst Du eigentlich den ganzen Tag?". Meiner Meinung nach sind die Kitas eine tolle Sache für Mütter, die leider keine andere Wahl haben, weil sie alleinerziehend sind der das Einkommen des Vaters nicht ausreicht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.02.2013 10:02 UhrMuttersein ist eben KEIN Beruf
"Als ich aufwuchs, waren die meisten Mütter hauptberuflich
für ihre Kinder da."
Ein Beruf dient im Allgemeinen dazu, den eigenen und den Lebensunterhalt
der Familie zu verdienen. Es ist bekümmerlich zu sehen, wie viele
Menschen - insbesondere Frauen - dauerhaft nicht bereit sind für
ihren eigenen, oder gar den Lebensunterhalt ihrer Kinder zu arbeiten.
Weshalb es auch nicht verwundert, daß Deutschland primär von
Einwanderen heimgesucht wird, die von den Sozialleistungen für
Ihren Kinder leben wollen. Kinder werden hier zum "Beruf".
Gruppen von 15 Kindern mit 3 BetreuerInnen. In der NICHD-Studie wurde
statistisch klar gezeigt, daß gute Krippen maximal 4 Kinder in
einer Gruppe mit einer festen Bezugsperson betreuen. Kinder solcher
Kitas hatten kaum Nachteile gegenüber den Kindern, die in der
Familie betreut wurden. Bei größeren Gruppen waren
Unterschiede im Sozialverhalten auch nach 15 Jahren noch signifikant.
Da die Kinder oft länger als 8 Stunden in der Krippe verweilen und
an mehr Tagen als die BetreuerInnen, ergibt sich ein Verhältnis von
1 zu 7 (je nach Öffnungszeiten der Krippe kann es auch noch
ungünstiger sein). Armes Deutschland, arme Kinder in Deutschland!
Nur Zahlenrhetorik statt Alarmrhetorik - alles wie gehabt.
Wahrlich keine guten Nachrichten!
Der Landkreistag und sein Sprecher machen sich nur wichtig.
Vielleicht 'mal die Leiterinnen der Kindergärten und -krippen
über die aktuelle Situation befragen?
Dann sind wir der Realität näher. Mit Sicherheit.
denn die Länder wissen seit Jahren von dem drohenden Fachkräftemangel und es gab von Seiten der Kultus/Bildungsministerien zuwenig Engagement in Ausbildung der Fachkräfte (und in Möglichkeiten des Quereinstiegs). Jetzt fällt wieder nur die Erhöhung der Gruppengrößen ein, dies mindert die Beziehungsqualität erheblich und ist vor allem für die Kleineren ungünstig.
... sind in dieser Skandalisierungsgesellschaft eine Seltenheit geworden.