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CSU-Kommentar : Alle Blicke auf Seehofer

Tritt Seehofer bald vom Parteivorsitz der CSU zurück? Bild: EPA

Mit Söders Wiederwahl zum bayerischen Ministerpräsidenten endet die Schonzeit für den Parteivorsitzenden der CSU.

          Söder hat sein Soll erfüllt. Die Koalition mit den Freien Wählern wurde so schnell und geräuschlos geschlossen, als hätte die CSU nur mit sich selbst verhandelt. Der bayerische Ministerpräsident ist dafür mit einer glatten Wiederwahl belohnt worden; die fehlende Stimme war allenfalls ein Schönheitsfehler. Jetzt richten sich alle Blicke wieder auf Seehofer.

          Die Regierungsbildung markiert, das dürfte er wissen, das Ende seiner Schonzeit. Allenfalls ein überirdisch gutes Wahlergebnis hätte ihm den Parteivorsitz erhalten können. Doch erst hatte er nicht dieses Glück, und dann kam, wie einst ein Fußballer sagte, auch noch Pech dazu.

          Merkels Rückzug von der Parteispitze ist Wasser auf die Mühlen jener in der CSU, die auch in München einen Neuanfang fordern. Und Maaßens kalkulierter Egotrip in den vorzeitigen Ruhestand lässt Seehofer, der für den Verfassungsschutzpräsidenten gekämpft hatte wie ein Löwe, denkbar schlecht aussehen. Konfrontiert mit solchem Undank sollte Seehofer den Dank der CSU zu schätzen wissen, der ihm sicher ist – wenn er freiwillig geht, demnächst. Die Zeichen dafür mehren sich.

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