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FDP-Kommentar : Rührende FDP

Der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki im November als Anwalt bei einem Prozess in Mannheim. Bild: dpa

Doch das Problem bleibt: Auch eine „konstruktive Begleitung“ macht noch keine Mehrheit im Bundestag.

          Die Grünen würden ja so gerne mitregieren, immer noch. Sollte nun auch die FDP vom Zweifel befallen worden sein, dass nach dem Wiederaufstieg in den Bundestag und dem Scheitern von „Jamaika“ die Opposition das höchste der Gefühle darstelle? So sind Äußerungen ihres stellvertretenden Vorsitzenden Kubicki gedeutet worden.

          FDP-Chef Lindner schob, bevor sich jemand falsche Hoffnungen machte, gleich nach, dass nur eine „konstruktive“ Begleitung einer Minderheitsregierung von CDU/CSU gemeint gewesen sei; die Union müsse sich von der SPD „nicht erpressen lassen“.

          Ist es nicht rührend, wie sehr die FDP sich immer noch um CDU und CSU sorgt, von denen sie sich so „gedemütigt“ fühlte? In der Partei, der Wählerschaft und in der Wirtschaft kam es trotzdem nicht durchgehend gut an, dass die FDP nicht in einem schwarz-grünen Bündnis mittun und darin für liberale Ziele kämpfen wollte.

          Nun gibt die Partei sich alle Mühe, ihren Ruf als verantwortungsbewusste Kraft zu retten. Ein Problem aber bleibt: Auch eine „konstruktive Begleitung“ macht noch keine Mehrheit im Parlament.

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