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Kommentar Transrapid-Solo

22.08.2007 ·  Der bayerische Ministerpräsident hat es geschafft hat, in der Neige seiner Amtszeit den Transrapid zumindest virtuell noch einmal gehörig zu beschleunigen. Becksteins Schweigen zu Stoibers Kampf für die Schwebebahn spricht Bände.

Von Albert Schäffer
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Auch in seinen letzten Amtstagen wird niemand dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Stoiber fiskalische Kreativität absprechen können.

Warum sollte Bayern die längst überfällige Express-S-Bahn vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen bauen und bezahlen, wenn der Freistaat eine veritable Schwebebahn erhalten kann? Der kleine Unterschied, dass der Bund zum Transrapid mehr als neunhundert Millionen Euro zuschießen soll, muss Stoiber nicht beschweren.

Zumindest in Bayern werden ihm nicht nur die Schafkopf-Spieler ein ehrendes Angedenken bewahren, wenn er sein großes Transrapid-Solo gewinnen sollte.

Das letzte Wort ist in Berlin zwar noch nicht gesprochen, auch wenn Stoibers Kommunikationsstrategen sich mühen, den Beratungen der Koalitionsführung den Schein der Endgültigkeit zu geben.

Dass es Stoiber geschafft hat, in der Neige seiner Amtszeit den Transrapid zumindest virtuell noch einmal gehörig zu beschleunigen, wird ihm in jedem Fall in Bayern das Prädikat aller Prädikate einbringen: "A Hund is er scho." Die Zurückhaltung, mit der sein Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten, Beckstein, sich zu Stoibers Kampf für die Schwebebahn äußert, spricht Bände.

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Jahrgang 1957, politischer Korrespondent in München.

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