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Kommentar : Terrorverdacht

Trotz einer Reihe harter Urteile gegen islamistische Bombenbauer finden sich offenbar weiterhin Nachahmer. Die Parole kann nur lauten: Fahnden und Ruhe bewahren.

          Noch ist wenig klar - aber es wäre nicht das erste Mal, dass islamistische Terroristen versucht hätten, auf Bahnhöfen oder in Zügen viele Menschen in die Luft zu sprengen. Was in London und Madrid 2004 und 2005 „gelang“, davon ist Deutschland bisher verschont geblieben. Die Täter waren aber schon kurz davor, vor allem als 2006 in zwei Zügen Koffer mit Bomben entdeckt worden waren, die nur durch Zufall nicht explodierten.

          Aber was heißt „die Täter“? Es sind Terrorgruppen, aber auch Einzelgänger, wie etwa der kürzlich verurteilte Mörder, der amerikanische Soldaten am Frankfurter Flughafen erschossen hatte. Er hatte sich im Internet radikalisiert. Es ist allerdings wenig tröstlich und für die Opfer unerheblich, wenn solche Attentäter nicht auf Kommando eines fernen Al-Qaida-Anführers töten (wollen).

          Denn ihre kruden Ideen und Pläne beziehen sie von jener „Marke“, in deren Namen schon der Massenmord vom 11. September 2001 verübt wurde. Trotz einer Reihe harter Urteile gegen Bombenbauer finden sich offenbar weiterhin Nachahmer. Die Parole kann nur lauten: Fahnden und Ruhe bewahren.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“, „Staat und Recht“ sowie Frankfurter Allgemeine Einspruch.

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