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Kommentar : Eine Alternative?

Ist die „Alternative für Deutschland“ wirklich eine Alternative? Die Erfolgsaussichten sind fraglich. Womöglich fehlt der Glaube an „Alternativen“ - auch das freilich ist letztlich eine Frage des Personals.

          Ist die „Alternative für Deutschland“ wirklich eine Alternative? So groß das Interesse an der ersten öffentlichen Veranstaltung war, so fraglich sind die Erfolgsaussichten jener Gruppierung von Wissenschaftlern und Pensionären, welche die Niederungen einer Parteigründung und des Wahlkampfs noch nicht einmal erreicht hat.

          Es stimmt: Die Europolitik wird von ihren Verfechtern oft als „alternativlos“ dargestellt. Doch es kann keine Rede davon sein, dass die Argumente dagegen - wie sie nun in Oberursel vor einem begeisterten Publikum wiederholt wurden - in der Öffentlichkeit wie im politischen Prozess oder in Karlsruhe keine Rolle spielten. Zweifellos gibt es viele Bürger, die sich von der (Partei-)Politik abgewandt haben, die aber für bestimmte konservative und nationale Signale empfänglich sind.

          Doch gab es immer wieder Versuche, in diesem Reservoir zu fischen - ohne spürbaren Erfolg. Und das, obwohl laufend der Untergang Deutschlands an die Wand gemalt wurde. Womöglich fehlt tatsächlich der Glaube an „Alternativen“ - auch das freilich ist letztlich eine Frage des Personals.

          Reinhard Müller

          In der politischen Redaktion verantwortlich für „Zeitgeschehen“ und für „Staat und Recht“.

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          Quelle: F.A.Z.

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