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Rathenau-Preis : Königin Rania von Jordanien ausgezeichnet

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Königin Rania von Jordanien bekommt den Rathenau-Preis und Kanzlerin Merkel applaudiert. Bild: AP

Königin Rania von Jordanien hat in Berlin den Rathenau-Preis bekommen. Kanzlerin Merkel würdigte die Monarchin als Vorbild, die ihre Stellung nutze, um die Gesellschaft durch Bildung zu verändern.

          Die jordanische Königin Rania ist mit dem Walther-Rathenau-Preis für herausragendes außenpolitisches Engagement ausgezeichnet worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) würdigte ihren Einsatz für Frieden, Bildung und Toleranz und nannte sie eine „Brückenbauerin“ zwischen Kulturen und Religionen.

          Als Vorbild nutze sie ihre Stellung, um Veränderungen in der Gesellschaft voranzubringen und Extremismus zu bekämpfen, sagte Merkel bei der Preisverleihung. „Es gibt nur einen Weg für die Jugend, dem Sirenengesang der Extremisten fernzubleiben: Alternativen aufzeigen, eine Chance auf einen Arbeitsplatz, eine Perspektive auf ein gutes Leben geben.“ Nur durch Bildung könne man den Fundamentalisten ihren Nährboden entziehen.

          Königin Rania betonte, dass die Aufnahme tausender syrischer Flüchtlinge in Deutschland ein wichtiges Zeichen der Menschlichkeit sei. „Toleranz und Werte waren noch nicht so wichtig wie heute, wenn sich unsere beiden Länder gemeinsam in einer menschlichen Tragödie treffen.“ In Jordanien leben rund eine Million syrische Flüchtlinge in Notunterkünften.

          Der undotierte Preis wird seit 2008 alljährlich vergeben und soll an den früheren liberalen Außenminister, Unternehmer und Essayisten Walther Rathenau erinnern. Er war 1922 von Rechtsradikalen in Berlin ermordet worden. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher, die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton und der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte.

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