18.10.2005 · Einen Monat nach der Bundestagswahl nehmen Union und SPD Gespräche zur Bildung einer großen Koalition auf. Wo liegen Gemeinsamkeiten und wo sind ideologische Gräben möglicherweise unüberwindbar? FAZ.NET dokumentiert die Standpunkte der Verhandlungspartner.
Eine solche Zeitspanne zwischen einer Bundestagswahl und dem Beginn formeller Koalitionsverhandlungen hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben. Einen ganzen Monat haben die Parteien sondiert - am Ende mußten die Sozialdemokraten anerkennen, daß ihr Anspruch auf das Kanzleramt nicht aufrechtzuerhalten war.
Angela Merkel, darauf verständigten sich die potentiellen Koalitionspartner, soll die erste Bundeskanzlerin Deutschlands werden. Nach der Ankündigung Gerhard Schröders, einer künftigen Bundesregierung nicht mehr angehören zu wollen, konnte sich der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering daranmachen, die seiner Partei zustehenden Minister zu nominieren.
Er führt nun auch die an diesem Montag beginnenden Verhandlungen für die SPD an. Ihm gegenüber wird Frau Merkel sitzen - Vizekanzler und Kanzlerin, wenn die Gespräche zu einem Erfolg führen.
Doch wo liegen die Gemeinsamkeiten liegen und wo gibt es möglicherweise unüberwindbare ideologische Gräben? FAZ.NET dokumentiert die Standpunkte der Verhandlungspartner.