09.03.2013 · In der koaltionsinternen Debatte über die steuerliche Gleichstellung der Homo-Ehe verschärft die FDP den Ton: Sie droht damit, im Bundestag nicht mehr mit der Union zu stimmen. Diese, so führende FDP-Politiker, halte sich nicht an Absprachen.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Die 3% FDP-Anteil ist genauso belanglos wie 1% der Homopartnerschaften. Wir sollten uns um Geburtenraten, Bildung und Wohlstand kümmern. In einer Demokratie entscheidet die Mehrheit und diese steht immer noch für Familie, Tradition und gesunden Menschenverstand.
Alternativlosigkeit zur 'Alternative'??
Ich kann nur hoffen, dass vielen Lesern bewusst ist, wie homophob,
menschenverachtend und totalitär die Diskussion in den 'Homo'-Foren
geführt und auch gelenkt wurde. Schon das Vokabular sprach eine
eindeutige Sprache.
Nach gut zwei Wochen ist es nun soweit: Die Ratten kommen aus ihren
Löchern und preisen "Die Alternative für Deutschland'
mit Konrad Adam, ehemaligem FAZ-Redakteur, an ihrer Spitze an. Die
Diskussion um die Homo-Ehe suggeriere eine Alternativlosigkeit.
Herfried Munkler, Politikwissenschaftler, 2009: was mit
Alternativlosigkeit kommuniziert wird [:] Das ist das Vortragen von
Sachzwang und Zeitdruck, in dem einem im Prinzip nichts anderes
übrig bleibe, als so zu agieren, wie man agiere, Das widerspricht
aber eigentlich den Grundprinzipien von Politik und Demokratie,
nämlich zu deliberieren um auf der Grundlage des Nachdenkens, des
Reflektierens, des Erwägens von Alternativen,dann eine Entscheidung
zu treffen.
Jetzt hat die FDP endlich DAS Thema für den Wahlkampf:
Wenn bei der Bundestagswahl alle Schwulen Deutschlands wie ein Mann
für sie stimmen, sind die 5% ein Kinderspiel.
Das sind die großen Themen die Deutschland und Europa voranbringen.
Genauso wie Mövenpick und Hotelsteuer.
Versprochen war Entlastung des Mittelstands. Geliefert wurde
öffentlicher Zank, ein Energiechaos, Milliardenverschuldung und
Bruch der Eu Verträge.
Ich steige aus dem Rot Grün Schwarz Gelb Mansch aus. Meine
Entscheidung ist gefallen. Es gibt eine Alternative.
Wo er Recht hat, hat er Recht ....
... denn auch mir ist überhaupt nicht klar, wie das mit dem
Familiensplitting funktionieren oder gar bezahlt werden soll.
Beispiel: wir haben 4 Kinder, immer gearbeitet und unser Haus fast
abgezahlt. Wenn nun die Kinder gleichberechtigt am Familieneinkommen
beteitligt werden (Familiensplitting), gehört meinem Mann und mir
dann nur 1/3 des Hauses?
Die Annahme, daß Kinder gleichberechtigt am Einkommen beteiligt
sind, ist schwachsinnig. Dort, wo nicht alles für Konsum draufgeht
und Vermögen (meist in Form eines Hauses, zusätzliche
Rentenversicherungen) sind die Kinder KEINE Besitzer. Ich kenne auch
mehr als eine Ehe, bei der alles nur dem Mann gehört, und damit
auch das Ehegattensplitting zum Steuersparmodell mutiert.
Und wie sieht es dann bei einer Scheidung aus? Man kann ja schlecht
Kinder von geschiedenen Eltern finanziell schlechter stellen aus Kinder
von verheirateten Eltern. Dann viel Spaß beim Splitten!
Soll das Ehegatten- zu Gunsten des Familensplitting abgeschafft werden?
Sollte man nicht besser über die bestehenden Zyperntransfers diskutieren und
nicht über ein vergleichsweise marginales Problem wie der
steuerlichen Gleichstellung von Homo-Ehen?
Durch ein klares Nein zu den Zypernzahlungen könnte die FDP sogar
Profil gewinnen.
Was interessieren mich die Befindlichkeiten einer 3-4% Klientelpartei- es gibt jetzt doch eine
ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND.
Eine Splitterpartei, namens FDP, gerade mal 3 bis 4 % stark, berüchtigt für ihre Klientelpolitik,
maßt sich, in wahnwitziger Selbstüberschätzung, an,
ihren Koalitonspartner gefügig zu machen.
In totaler Missachtung der wirklichen Probleme unseres Landes, tritt die
FDP ein für "verarmende
Hoteliers", für das brennende Problem der absoluten
Gleichstellung der "Homo-Ehe", für die totale
Verweigerung von Mindestlöhnen etc. In welchem Narrenstaat leben
wir eigentlich???
97% sind Ihrer Meinung
Die Parteien-Medien versuchen uns etwas anderes einzureden. Sie bestellen Statistiken, die die Mehrheit als Minderheit darstellen. Das "klassische" Familienmodell sei angeblich gescheitert.
Ein Anfall von Profilierungswahnsinn, für den es von Mutti kräftig auf die Löffel geben wird.
Später wird man wieder behaupten, man habe klipp un dklar liberale
Posiition bezogen, so richtig Kante gezeigt, aber dann, ja, dann war da
noch die Sache mit Mutti's schönen Pöstchen, und da, ja, gut,
aber beim nächsten Mal, da sind wir liberal bis die Schwarte kracht!.
.
Jungs und Mädels (war Dr. a. D. Silvana eigentlich auch da, obwohl,
Samstags ...), Cats and Dogs, Joes and Josies: Euch wähle ich nicht
mehr - ich habe es mir geschworen, und zwar schon lange bevor die
Wahlalternativbe 2013 am Horizont erschien.
@ Herr Bortz: Was genau hat Lindner geleistet, ausser sich in Rekordzeit in Amt und Pfründen ...
... zu schaffen? Wo ist der in der realen Arbeitswelt schon mal gewesen? Der Mann besteht noch mehr aus Nichts wie Brüderle, Niebel etc.
Europa ist kurz davor zu implodieren - die Debatte zur Homo-Ehe ist nur eine Nebelgranate.
Wie alle öffentlichen Debatten zur Zeit dient alles der Ablenkung. Die EU steht kurz vor der Implosion, das Finanzcrash ist unausweichlich. Die CDU kämpft zwar wacker, vor allem Merkel - aber die Konstellationen in Europa verlagern sich immer mehr zu Ungunsten Deutschlands. Masseneinwanderung und schwarze Finanzlöcher werden das Zentrum Europas zerschlagen. Wenn die Engländer einigermaßen klug sind, verlassen sie so schnell wie möglich das sinkende Schiff. Wenn Rot-Grün die Wahlen gewinnt und damit die Türkei in die EU kommt wäre das das sichere Ende Europas. Wir hätten dann EU Ostgrenzen mit Syrien, Irak und anderen Ländern, das wäre der politische Super-Gau. Aber vermutlich wird Europa schon vorher auseinanderbrechen. Klug waren mal wieder die Schweizer und Norweger - sie haben sich am kranken Bürokratie-Moloch Brüssel erst gar nicht beteiligt. Deutschland hat, wie historisch stets, die schlechteste Politik der Welt.
Ich halte von Herrn Lindner eine ganze Menge. Er sollte seinen Einfluss geltend machen und diese Debatten endlich beenden. Ich habe nichts gegen diese Lebensgemeinschaften und es soll auch einiges für diese Leute getan werden. Langsam aber ... man kann nicht alles an einem Tag fordern und Familien gehen vor. Es kann nicht das Ziel sein, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in ganz Deutschland zu schaffen. Selbstverstäündlich darf keine Diskreminierung erfolgen, aber trotzzdem bleiben es Minderheiten und die können nicht das Tagesgeschäft der Politik vereinnahmen, schon gar nicht für den Bruch einer Regierungskoalition verantwortlich sein. Der FDP gebe ich einen guten Rat !! Erst einen guten und erfolgreichen Wahlkampf veranstalten, mit einer Prozentzahl dies es ermöglicht mit der CDU zu regieren. Erst dann kann man auf die Tonne hauen!. Die Wahl ist dann gewonnen, wenn man regiert und nicht nur die Voraussagen übertrifft. Opposition ist nichts!
Die FDP hat keine liberale Positionen vertreten. Basta.
Nun wird sie nicht mehr gebraucht.
Worum geht es eigentlich? Um steuerliche Gleichstellung oder um
Abschaffung des Ehegattensplittings? Man spricht über das Eine und
meint das Andere. Deshalb wird die Ehe mit der Homo-Ehe gleichgestellt,
nicht umgekehrt!
Frage: Welchen Sinn hat dann überhaupt noch eine
Eheschließung beim Standesamt? Denn wenn es nach Steinbrück
und Trittin geht, soll ja auch das Erbschaftsrecht in diesem Sinne
"reformiert" werden.
Danke für die Entscheidungshilfe!
Als CDU- Mann (bis Merkels Atompirouette) stand ich vor der Frage: FDP (wie bei der NRW- Wahl) oder AfD? Der Würfel ist nunmehr gefallen: Ich trete der Alternative für Deutschland bei!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.03.2013 20:16 UhrIch auch.
Parteibeitrittserklärung ist bereits abgechickt.
Entlarvend; wendehalsiger Wahlkampf pur!
Döring bekennt (wohl) ungewollt, dass die FDP trotz angeblich
anderweitiger Überzeugung „mehrfach aus Koalitionsräson
gegen die steuerrechtliche Gleichstellung von eingetragenen
Lebenspartnerschaften gestimmt" hat; und damit Koalitionsräson
über politische Überzeugungen stellte, statt dasjenige zu tun,
was der Bürger erwartet hätte: sich bei diesen Abstimmungen
enthalten zu haben!
Angesichts der bevorstehenden BT-Schicksals-Wahlen für die FDP
springt man jetzt auf den links-liberalen Zug, indem Linder die Frage
der steuerlichen Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit der Ehe
als "ein politisches Zeichen für Verantwortungsgefühl,
Fairness und Toleranz" hervorhebt, dem notfalls auch gegen die
CDU/CSU zu folgen sei.
Purer Opportunismus, der diesen Regierungsappendix treibt; so hier und
in der €-Politik pro Banken und gegen die europäischen
Steuerzahler!
Ein klassischer Double-Bind: mir tun die Politiker daher Leid
Mir tun die Politiker Leid: Sind sie gegen die Homo-Ehe, dann werden sie
von den sich moralisch überlegen fühlenden
Gleichstellungsleuten zerrissen; sind dafür, dann von der sich
moralisch überlegen fühlenden Familienfraktion - beide in der
Überzeugung handelnd (oder jedenfalls so redend), alles andere sei
die absolute moralische Verworfenheit.
Wie kann das Volk einigermaßen würdige Diskussionen und
Entscheidungen erwarten, wenn es politische Entscheidungen so
strukturiert, dass mit Notwendigkeit die persönliche charakerliche
Integrität der Beteiligten den Bach runtergeht, und zwar
völlig unabhängig davon, wie sie sich am Ende entscheiden? Ein
klassischer Double-Bind.
Das Familiensplitting ein Ablenkungsmanöver? Vielleicht auch, aber
vermutlich auch die Aktion von Politikern, die schon immer für
Familiensplitting waren und jetzt die Chance sehen, für diesen
Gedanken endlich einen Fuß in die Tür zu kriegen.
Mir gefällt das Familiensplitting, weil es sich auf ein einfaches,
logisch-nachvollziehbares Prinzip stützt. Für die
Familien-Sozialingenieure aber bietet es zu wenig Steuerungsinstrumente,
für die Gleichheitsleute "begünstigt es die
Spitzenverdiener" und für die Fiskalisten ist es "zu
teuer". Da sehe ich schlechte Chancen.
Je eher diese unselige Koalition auseinander bricht, desto besser
Die etablierten Parteien betreiben ohnehin nur noch den Staatsbankrott - und den moralischen noch dazu!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.03.2013 23:46 UhrUnd was dann, Herr Vormbaum?
Schon mal nachgedacht?
Nur hohler Populismus von Ihnen.