Home
http://www.faz.net/-gpg-72nnk
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Klausurtagung der Grünen Tierschutz wird Wahlkampfthema

Die Grünen wollen im Bundestagswahlkampf artgerechte Tierhaltung zum Thema machen. Die Fraktionsvorsitzende Künast sagte während einer Tagung der Bundestagsabgeordneten, Folgen der Massenhaltung wie „Flächenraubbau“ und Überdüngung des Bodens müssten vermindert werden.

© dpa Vergrößern Die Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der Grünen, Renate Künast und Jürgen Trittin, geben am Mittwoch zum Auftakt der Tagung in Hannover eine Pressekonferenz

Die Grünen wollen im Falle einer Regierungsbeteiligung durch Änderungen im Tierschutzgesetz, durch eine Reform des Tierarzt-Rechtes und durch Änderungen im Baurecht die Massenhaltung von Schlachttieren erschweren. Die Fraktionsvorsitzende Renate Künast sagte während einer Klausurtagung der Grünen-Bundestagsabgeordneten, ihre Partei wolle durch „massive Veränderungen“ erreichen, dass sich artgerechte Tierhaltung durchsetze und die Folgen der Massenhaltung und Futtermittelproduktion wie „Flächenraubbau“ und Überdüngung des Bodens vermindert würden.

Johannes Leithäuser Folgen:  

Frau Künast äußerte, der Kampf gegen die Massentierhaltung sei sowohl im Blick auf die niedersächsische Landtagswahl ein wichtiges Thema für die Grünen, als auch im Blick auf die Bundestagswahl in einem Jahr. Die Fraktionsvorsitzende äußerte, nach Ansicht der Grünen müsse das Tierschutzrecht künftig die artgerechte Haltung von Schweinen und Rindern vorschreiben können.

Mehr zum Thema

Die Bundestagsabgeordneten der Grünen befassten sich in Hannover auch mit Mobilität und der Zukunft des Autos. Die Fraktionsvorsitzende berichtete, der Personalvorstand des VW-Konzerns, Neumann, habe im Gespräch mit der Fraktion die Politik darum gebeten, die öffentliche Forschungsförderung auf die Entwicklung von leistungsstärkeren Batterien zu konzentrieren. Es gelte, umweltfreundliche Autos zu konstruieren, die mit einer Batterieladung bis zu 500 Kilometer weit fahren könnten.

Frau Künast sagte, „die Menschen brauchen im Alltag ein Reichweite-Versprechen“. Künast berichtete, umgekehrt habe es die Aufforderung an VW und die Automobilindustrie gegeben, stärker in die Entwicklung von „Mobilitätssystemen“ zu investieren. Die Verknüpfung von verschiedenen Verkehrsmitteln sei vor allem im Blick auf die asiatischen Metropolen notwendig, die einer Ausstattung ihrer Bewohner mit Autos nach europäischem Maßstab nicht gewachsen sein würden.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Image als Verbotspartei Die Grünen wollen weg vom erhobenen Zeigefinger

Die Spitzen von Partei und Fraktion planen die Grünen zum Hort der Freiheit zu machen. Die FDP gilt nicht als Vorbild. Mehr

03.09.2014, 19:57 Uhr | Wirtschaft
Kämpfe dauern an

Nach dem russisch-ukrainischen Gipfeltreffen in Minsk gehen die Kämpfe in der Ukraine mit unverminderter Härte weiter. Mehr

28.08.2014, 10:04 Uhr | Politik
Wahl-Echos in Berlin Ein Dunkelroter als Ministerpräsident?

Die Parteiführungen in Berlin befassen sich mit der Möglichkeit eines Ministerpräsidenten von der Linkspartei. Doch viele Fragen werden nach dem offiziellen Wahlergebnis erst die Sondierungsgespräche klären. Mehr

14.09.2014, 23:12 Uhr | Politik
Krieg statt Diplomatie in Nahost

Israel und die radikalpalästinensische Hamas bekämpfen sich unvermindert weiter. Diplomatische Bemühungen der UN laufen ins Leere. Die Palästinenser fordern Gerechtigkeit, Israel die Akzeptanz ihrer Existenz. Mehr

23.07.2014, 10:39 Uhr | Politik
Landtagswahl Sachsen Sächsische CDU lädt SPD und Grüne zu Sondierungsgesprächen

Der sächsische CDU-Landesvorsitzende Stanislaw Tillich hat die Grünen und die SPD zu Sondierungsgesprächen eingeladen. Die SPD hat ihre Regierungsbereitschaft bereits erklärt. Bei den Grünen herrscht hingegen Unentschlossenheit. Mehr

03.09.2014, 17:07 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 06.09.2012, 16:20 Uhr