Home
http://www.faz.net/-gpf-72nnk
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 06.09.2012, 16:20 Uhr

Klausurtagung der Grünen Tierschutz wird Wahlkampfthema

Die Grünen wollen im Bundestagswahlkampf artgerechte Tierhaltung zum Thema machen. Die Fraktionsvorsitzende Künast sagte während einer Tagung der Bundestagsabgeordneten, Folgen der Massenhaltung wie „Flächenraubbau“ und Überdüngung des Bodens müssten vermindert werden.

© dpa Die Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der Grünen, Renate Künast und Jürgen Trittin, geben am Mittwoch zum Auftakt der Tagung in Hannover eine Pressekonferenz

Die Grünen wollen im Falle einer Regierungsbeteiligung durch Änderungen im Tierschutzgesetz, durch eine Reform des Tierarzt-Rechtes und durch Änderungen im Baurecht die Massenhaltung von Schlachttieren erschweren. Die Fraktionsvorsitzende Renate Künast sagte während einer Klausurtagung der Grünen-Bundestagsabgeordneten, ihre Partei wolle durch „massive Veränderungen“ erreichen, dass sich artgerechte Tierhaltung durchsetze und die Folgen der Massenhaltung und Futtermittelproduktion wie „Flächenraubbau“ und Überdüngung des Bodens vermindert würden.

Johannes Leithäuser Folgen:

Frau Künast äußerte, der Kampf gegen die Massentierhaltung sei sowohl im Blick auf die niedersächsische Landtagswahl ein wichtiges Thema für die Grünen, als auch im Blick auf die Bundestagswahl in einem Jahr. Die Fraktionsvorsitzende äußerte, nach Ansicht der Grünen müsse das Tierschutzrecht künftig die artgerechte Haltung von Schweinen und Rindern vorschreiben können.

Mehr zum Thema

Die Bundestagsabgeordneten der Grünen befassten sich in Hannover auch mit Mobilität und der Zukunft des Autos. Die Fraktionsvorsitzende berichtete, der Personalvorstand des VW-Konzerns, Neumann, habe im Gespräch mit der Fraktion die Politik darum gebeten, die öffentliche Forschungsförderung auf die Entwicklung von leistungsstärkeren Batterien zu konzentrieren. Es gelte, umweltfreundliche Autos zu konstruieren, die mit einer Batterieladung bis zu 500 Kilometer weit fahren könnten.

Frau Künast sagte, „die Menschen brauchen im Alltag ein Reichweite-Versprechen“. Künast berichtete, umgekehrt habe es die Aufforderung an VW und die Automobilindustrie gegeben, stärker in die Entwicklung von „Mobilitätssystemen“ zu investieren. Die Verknüpfung von verschiedenen Verkehrsmitteln sei vor allem im Blick auf die asiatischen Metropolen notwendig, die einer Ausstattung ihrer Bewohner mit Autos nach europäischem Maßstab nicht gewachsen sein würden.

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Appell zur Fastenzeit Umweltschützer, SPD und Grüne: Esst weniger Fleisch

Deutsche konsumieren über 80 Kilo Fleisch im Jahr. Das schadet Umwelt und Gesundheit. Wenn alle so viel Fleisch äßen, bräuchten wir einen zweiten Planeten, sagen Umweltschützer und fordern einen Gülle-Euro. Mehr

09.02.2016, 11:52 Uhr | Politik
CSU-Klausurtagung Seehofer erleidet Zusammenbruch in Wildbad Kreuth

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat bei der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth einen Schwächeanfall erlitten. Notärzte haben Seehofer vorsorglich untersucht. Der Regierungschef leidet schon länger unter einer Herzerkrankung. Mehr

19.01.2016, 20:15 Uhr | Politik
Antibiotikaeinsatz Bioland in Erklärungsnot

Wenn Umweltaktivisten und Verbände wie Bioland die Agrarindustrie kritisieren, geht es oft um den Einsatz von Antibiotika. Jetzt wird klar: Biobauern nutzen sie selbst. Mehr Von Jan Grossarth

10.02.2016, 07:25 Uhr | Wirtschaft
Tierschutz Pamela Anderson gegen Stopfleber

Ex-Baywatch"-Star Pamela Anderson hat auf Einladung der Grünen in der französischen Nationalversammlung für ein Verbot der Stopfleber geworben. Die Schauspielerin engagiert sich seit Jahren für den Tierschutz. Mehr

20.01.2016, 16:41 Uhr | Gesellschaft
Baden-Württemberg Dieses Mal wählen wir euch nicht

In Baden-Württemberg droht der CDU eine Protestwahl ihrer einstigen Stammwähler. Für die SPD sieht es auch nicht besser aus. Nun soll eine Deutschland-Koalition die Volksparteien retten. Mehr Von Rüdiger Soldt, Stuttgart

12.02.2016, 12:06 Uhr | Politik

Der Westen will keinen kalten Krieg

Von Klaus-Dieter Frankenberger

Es wäre wünschenswert, wenn es zu einem neuen west-östlichen Frühling käme. Und wenn man sich vertrauen könnte. Der russische Ministerpräsident hat in München beteuert, Moskau wolle genau das. Es könnte ja etwas dafür tun. Mehr 65 45