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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kirche Kardinal Meisner beklagt „Katholikenphobie“

 ·  Kardinal Meisner sieht seine Kirche als Opfer gezielter öffentlicher Angriffe. Keine Religion oder Konfession werde so sehr angegriffen wie die katholische Kirche.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (355)

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Dominik Janiszewski

Was zu beweisen war...

Und auch hier geht das "Katholiken-Bashing" weiter.
Es überrascht mich überhaupt nicht, das mache Kommentatoren wieder einmal die alten Vorurteile, Klischees und Lügen (Inquisition, Kreuzzüge, Galilei etc.) aufzählen und es als "Beweise" und "Tatsachen" verkaufen wollen, schlimmer noch, sie glauben die Lügen auch noch selber.
Diese offensichtlichen Verdrehungen werden von den deutschen Medien aufrecht erhalten und es findet sich beim gefühlten Großteil der Bevölkerung kein Interesse, zu reflektieren und zu korrigieren. Es ist eben viel einfacher zu hassen, als sich mit der HRKK objektiv auseinanderzusetzen. Auch hier geben manche Kommentatoren ihr peinliches Nicht-Wissen preis und sind (leider) auch noch stolz darauf.
Herr Kardinal Meisner, ich brauche mir bloß die Kommentarforen beim Thema "Katholische Kirche" anschauen und sehe Ihre Meinung als bestätigt an.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 12:16 Uhr
Dominik Janiszewski

@Kraft

Erlogene und Erfundene "Tatsachen sind keine Beweise, nehmen aber Sie in Anspruch.
Kreuzzüge: Verteidigungsfeldzüge um der islamischen Aggression entgegenzuwirken. Eine "Missionierung" der islamischen Bevölkerung gehört ins Reich der Legenden.
Inquisition: Ihre "dunkle Legende" geht auf anti-katholische Propaganda des 18./19. zurück und hält der objektiven historischen Forschung nicht stand.
Galilei: Hat sich seine Situation selbstverschuldet, da er seine Hypothesen als Tatsachen verkaufen wollte. Damit stand und steht die kath. Kirche in der wissenschaftlichen Tradition. Das Verhalten, welches Galilei an den Tag gelegt hatte, ist selbst heute noch unschicklich, wobei langsam aus der wissenschaftlichen Idee verschwindet. (Eigenartig: wieso hatte die Kirche nichts gegen Keppler oder Kopernikus unternommen?)

Aber glauben Sie ruhig weiter Ihre Lügen, wenn Sie besser schlafen können.

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Volker Kraft

Peinliches Nichtwissen

verbreiten Sie selbst in Ihrem Beitrag.
Wem zu den von Ihnen genannten Stichworten "Inquisition, Kreuzzüge, Galilei etc." nur einfällt, das seien doch nur "alte Vorurteile, Klischees und Lügen", der hat sich offensichtlich noch nicht mit der Geschichte seines Vereins beschäftigt. mehr noch, der ist offenbar aus einer inneren Blockadehaltung heraus gar nicht willens und in der Lage, sich auf dieses reichlich dokumentierten historischen Fakten überhaupt einzulassen.
Insofern ist eine Diskussion mit Ihnen, Herr Janiszewski, wirklich sinnlos.

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 08.02.2013 18:15 Uhr

RKK-Kritik bedeutet Emanzipation und Reife, nicht Krankheit

Es wird wahrscheinlich nur ganz wenige Angstpatienten geben, die panische Angst vor Katholiken haben.
Kritiker der römisch-katholischen Kirche haben demgegenüber gerade keine(!) Angst mehr vor ihr, wie es jahrhundertelang leider der Fall war.

RKK-Kritik ist ein emanzipatorischer Vorgang und Ergebnis eines Reifungsprozesses in unserer Gesellschaft. Krank ist jedenfalls nicht der Kritiker; beim Objekt der Kritik bin ich mir da nicht so sicher.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 23:05 Uhr
Z. Froemert
I. Froemert (German76) - 08.02.2013 23:05 Uhr

Herr Neudorfer,

es ist nicht einfach, der Kirche mit rationalen Argumenten zu begegnen, weil sie selbst nichts mit rationalem Denken zu tun hat. Rationales Denken und Glaube an Gott bzw das blinde Befolgen eines sehr alten Buches passen leider nicht zusammen.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 19:14 Uhr

Ist es Kritik oder sind es Vorurteile?

Wer sich einmal mit den vielfältigen theologisch/philosophischen Meinungen der letzten 2000 Jahre auseinandersetzt lernt eines: Es gab zu jeder Zeit erbitterte Kritiker an der Kirche, die allermeisten davon sind eines natürlichen Todes gestorben, manche sind Papst geworden, manche wurde Heilig gesprochen etc...
Offensichtlich verhält sich die Kirche doch ein bischen anders...

PS: Wenn die RKK-Kritik ein Reifungsprozess wäre, warum wird sie emotional, einseitig und nicht inhatlich geäußert. Es gibt zum Beispiel hier im Thread nur ganz wenig kritische Artikel die inhaltlich gut und richtig sind. Was sagt das aus über die Kritik die geäußert wird? Ist es Kritik oder sind es Vorurteile?

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 08.02.2013 18:14 Uhr

Keine Religion oder Konfession werde so sehr angegriffen wie die katholische Kirche ...

und keine Religion ofer Konfession hat seit Jahrhunderten so viele menschlichen Versager! Muss das etwa noch bewiesen werden?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 18:41 Uhr
Dominik Janiszewski

Doch...

muss es. Und erfundene und erlogene "Tatsachen" sind keine Beweise.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:35 Uhr

Danke für das gute Beispiel für

Katholikenphobie. Es ist schon erstaunlich wie wichtig es macnhen ist zu beweisen das Kardinal Meisner recht hat.

Warum haben Sie diese Vorurteile, diesen Hass? Warum reden Sie nicht mit Katholiken über ihre Probleme? Zum Beispiel mit einem Pfarrer?
Ich will sie damit nicht bekehren, ich will Ihnen aufzeigen das man Vorurteile besiegen kann wenn man den anderen besser kennt. Das geht sehr gut.

PS: ... ich habe früher genauso wie sie geredet, nur ist es mir irgendwann in den Sinn gekommen das man Katholiken fragen kann warum sie so denken. Erstaunlicherweise kann die kathoilsche Theologie alle ihre Aussagen erklären. Nicht jede Antwort mag einen gefallen, aber man lernt dabei das Wissen besser ist als Vorurteile.

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Fritz Garbor

Aus Sicht des schrankenlosen Liberalismus, wie ihn die meisten öffentlich- rechtlichen Medien

vertreten, ist die kath. Kirche ein nunmehr überflüsiger Dinosaurier.
Weil man sich im Recht glaubt !!!, hält man es sogar für legitim, einen zynisch- sarkastischen Unterton einfließen zu lassen - siehe Vorspanne von Talkshows etc.
Zur Sachlichkeit fühlt man sich in diesen Medien schon lange nicht mehr verpflichtet und ist da in den letzten acht Jahren zum Stil der Online- Zeitungen wie Spiegel-Online, Bild- Online,
Süddeutsche-Online etc. übergegangen.
Der Kirche fällt diese Verwahrlosung erst auf, wo sie das trifft, aber dieser üble Stil ist überall gang und gebe, ohne das man viel bischöfliche Medienkritik hörte. Nun sind sie aus dem "Schlaf der gut Versorgten" endlich aufgewacht. Jetzt kämpft endlich mal!!!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 21:44 Uhr
Volker Kraft

Herr Garbor

Nicht nur aus Sicht des "schrankenlosen Liberalismus" ( was immer Sie damit meinen) ist die RKK ein überflüssiger Dinosaurier. Die Zahl der gewöhnlichen Bürger, die ähnlich denken, wächst rasant. Ja ja, die böse Welt... hat schon Pius Nr. 9 in seinem Syllabus toll erkannt.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:25 Uhr

Das stimmt wohl ...

und die Frage ist was ist besser:

Das man es allen Recht macht oder das Richtige tut?

In den Medien wo es nur um Schlagzeilen und Pauschalisierungen geht, geh es nur um Quoten und darum es allen Recht zu machen. Sehr viele Menschen, ganz besonders sogar viele Menschen die sich erhöhend als "Akademiker" bezeichnen, merken das nicht. Sie fallen auf diese Oberflächlichkeit herein, ging mir ja auch nicht anders. Bis ich angefangen habe und mich informiert habe. Aber dieser Weg ist beschwerlich.

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Thorsten  Krach

Das Problem der profanen Mittel

Das Problem der Katholischen Kirche liegt nicht in den kurios grausamen Vorstellungen, Dogmen, Lehrsätzen und Meinungen, die sie hat. Das Problem ist die profane Macht, die die KK hat, um auf ganz gewöhnlich säkulare Art ihre sehr irdischen Machtinteressen durchzusetzen. Perfide wird das System "Katholische Kirche" erst durch die tatsächliche Anwendung ihrer ökonomischen Machtmittel in einer säkularen Gesellschaft. Wäre die KK nicht eine der größten und reichsten Institutionen mit völlig profanen und rein ökonomischen Interessen und starken Mitteln (Reichtum und Einfluss), diese durchzusetzen, dann wäre sie lediglich eine kuriose Gruppe von Religiösen, die schwer Nachvollziehbares "predigten".

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 00:41 Uhr
Hans-Jürgen  Steffens

"Wenn die katholische Kirche irdische Machtansprüche hätte..."

Sie hat Ihre Vorstellungen auf politischer Ebene mit Zähnen und Klauen verteidigt, solange es ging und solange es geht.

Beispiele finden Sie z.B. im Kampf um die Scheidung in Italien, in der Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen und das restriktive Abtreibungsrecht in Irland. In allen diesen (und weiteren Fällen) übt die Kirche einen massiven Druck auf die Politik aus resp. hat dies getan.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:03 Uhr

Wenn das so wäre, dann müsste wir wirklich Angst haben

Es gibt weltweit mehr als 1 Milliarde Katholiken. Keine Organisation ist so groß wie die katholische Kirche. Wenn die katholische Kirche irdische Machtansprüche hätte, würde sie sie ohne Probleme durchsetzen können.

PS: Reich ist die katholische Kirche nicht, dazu ist sie zu dezentral organisiert. Es gibt reiche Bistümer, aber der Vatikan zum Beispiel ist ausgesprochen "arm" an Geld.

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Maria  Berger

Eure Eminenz,

lieber Kardinal Meisner, auch ich finde es traurig, dass sie katholische Kirche so sehr angegriffen wird. Tragen Sie es mit christlicher Annahme.
"Tragen Sie es mit christlicher Annahme", so schrieb mir mein zuständiger Bischof, als ich ihn nach der Profanierung und Verhökerung unserer Pfarrkirche ( der Tabernakel wurde in einer Nacht- und Nebelaktion in eine andere Kirche gebracht) um die Errichtung eines Gebetsraumes wenigstens für die verbliebenen alten Frauen bat und er dies ablehnte.
Ich konnte diese überhebliche Ignoranz eines Bischofs nicht mit christlichwr Annahme tragen und bin ein Jahr später aus der Kirche ausgetreten.
Seien Sie getrost, die katholische Kirche wird auch diese Stürme überleben, vertrauen Sie auf den Herrn.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 10:04 Uhr
Maria  Berger

Sie brauchen es nicht schade zu finden, lieber Herr Kock

Ich habe es mir gewiß nicht einfach gemacht und war über Jahrzehnte aktiv in der katholischen Kirche. Ich bin auch nicht vom Glauben abgefallen. Ich bin ein sehr treuer Mensch und kann sehr viel ertragen, aber wenn Sie 80-jährige Frauen weinend vor ihrer Kirche stehen sehen, die diese Kirche über Jahre am Leben gehalten haben, dann kommen sie an ihre Grenzen.
Der konkrete Vorgang der Profanierung war skandalös, unchristlich und ja, gegen alles Kirchenrecht.
Ich bin meinem Gewissen gefolgt. Keiner der Gemeindemitglieder hat sich negativ zu meinem Austritt geäußert, auch mein Pfarrer nicht. Auch er leidet an seiner Kirche und versieht treu seinen Dienst. Und ich bin weiter in Kontakt mit der Restgemeinde.

Ich bin sicher, dass die Kirche sich erneuert und das dieser schmerzliche Prozeß zur Gesundung der Kirche notwendig ist.
Gelobt sei Jesus Christus

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gert kock
gert kock (gertKo) - 08.02.2013 21:01 Uhr

Ist es ein Argument wegen einer ggf. einzelnen Entäuschung aus der Kirche auszutreten

vielleicht hatte er auch Zwänge über die er auch nicht glücklich war und er ihren Wunsch abschlagen musste. War es wirklich Ignoranz ? Oder eine unglückliche Kommunikation, auch ein Bischof ist ein Mensch und somit auch mit Fehlern behaftet. Würden sie auch ihre Familie verlassen, wenn sie sich mal über diese, über ihre Verwandtschaft geärgert haben ?

Wie sind denn ihre Prioritäten, wenn sich so leicht alles in Frage stellen lässt ?
Ich finde es schade für Sie.

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Cornelia  Holtmann

Kardinal Meißner hat vollkommen recht.

Wundern sollte er sich darüber nicht. Die katholische Kirche hat sich der Diktatur des Relativismus eben nicht vollständig gebeugt. Sie geht davon aus, dass nicht alles erlaubt ist. Natürlich fühlen sich die Verfechter der Beliebigkeit herausgefordert.

Typisch ist es ja auch, dass die Kritiker der Kirche die kirchlichen Positionen und deren Begründung überhaupt nicht kennen. So wird der Papst gern als "Großinquisitor" beschimpft. Die Menschen kennen die Geschichte der Inquisition aber überhaupt nicht.

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Antworten (20) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 19:32 Uhr
Hans-Jürgen  Steffens

"Ich gehe einfach mal davon aus..."

Falsche Antwort.

Es IST genau diese "Autoritätsgläubigkeit", die ich für eine Schwäche halte.

Damit wir hier "auf gleich" bleiben, eine kleine Anleihe bei Richard Feynman. Er antwortet einem (ich glaube) Schüler, der sich auf seine Autorität bezogen hatte (die eines Nobelpreisträgers):

"Ich habe Mist gebaut. Sie aber auch, weil Sie mir geglaubt haben."

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Cornelia  Holtmann

Ich gehe einfach mal davon aus, Herr Steffens,

dass Carl Friedrich von Weizsäcker sich ein wenig genauer mit Galilei beschäftigt hat als Sie. Auch gehe ich davon aus, dass er als international anerkannter Physiker und Philosoph über ein größeres Verständnis der Vorgänge um Galilei verfügt als ich - und wohl auch als Sie. Es ist mir ein Rätsel, dass Sie diese "Autoritätsgläubigkeit" offensichtlich für eine Schwäche halten können.

Zu Galilei: Der Inquisitor Bellarmin war als Wissenschaftler an den Studien des Galilei ausgesprochen interessiert und hat ihn zu diesen Studien ermutigt (im übrigen basiert die Gregorianische Kalenderreform auf den Berechnungen des Galilei). Er hat Galilei zur Veröffentlichung der Studien ermutigt. Zur Bedingung hat er allerdings gemacht, dass Galilei seine Erkenntnisse so lange als Hypothese formulieren müsse, bis er sie beweisen könnte - und das konnte Galilei eben nicht.

(Zur Zeit Galileis war die Entwicklung der Kirche - weg von der wörtlichen Auslegung der Schrift - schon weit fortgeschritten.)

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Hans-Jürgen  Steffens

"...kommt im Fall Galilei offenbar zu einem anderen Urteil als Sie..."

Tut er.

Er kommt auch in anderen Fällen zu anderen Urteilen. (Das belastet mich nicht, da ich im Gegensatz zu Ihnen? ;-) Autoritäten gegenüber unempfindlicher bin.)

Sie möchten mein (Minderheits- ?)Votum erfahren?

Nun, Galilei griff mit seiner neuen Physik die Wissenschaft des Aristoteles an, die in der Folge Thomas von Aquin als kohärent mit der Theologie dargestellt wurde. So war die aristotelische Wissenschaft gegenüber Angriffen mit einer "Sprengfalle" versehen.

Bei Galilei kamen nun mehrere Faktoren zusammen:

- einerseits der schon erwähnte Angriff auf Aristoteles
- darüberhinaus war er ein Star und hatte starke Publicity
- das wichtigste aber: Die Phasen der Venus und die Jupitermonde ließen eigentlich keine Wahl.

Ein Verteidiger Aristoteles stand damit mit dem Rücken zur Wand und hatte nur noch die Wahl zwischen Kapitulation oder Drohung mit dem "Polizeistaat".

Die Kirche war ein Verteidiger Aristoteles und dachte nicht an Kapitulation - sie dachte an Folter!

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Cornelia  Holtmann

Carl Friedrich von Weizsäcker kommt im Fall Galilei offenbar zu einem anderen Urteil als Sie.

"Warum hat Galilei seine Kirche nicht überzeugt? Ich fürchte, die Antwort muss lauten: weil er eben doch nicht eine klare, wissenschaftliche Erkenntnis gegen mittelalterliche Zurückgebliebenheit verteidigte." (C. F. von Weizsäcker in "Große Physiker", S. 115; Hanser Verlag 1999)

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Hans-Jürgen  Steffens

"römische Inquisition schritt wiederholt gegen Hexenverfolgungen ein.""

Das ist so beeindruckend wie die Feststellung, dass Galilei auch seine Befürworter im Vatikan hatte. Und gut ist?

Nun ich denke, an ihren Früchten (resp. an ihren Auswirkungen) werdet ihr sie erkennen.

Und so wie Galileo an und durch die Kirche zu leiden hatte, so hatten auch die Hexen an und durch die Kirche zu leiden.

(Ich erspare mir hier entsprechende Zitate aus der Britannica.)

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Cornelia  Holtmann

Unsinn, Herr Steffens,

informieren Sie sich über die Geschichte der Hexenverfolgungen, schon der Wikipedia-Artikel sollte reichen. Aus dem Wikipedia-Artikel zitiere ich hier:"Die staatliche spanische Inquisition, gegründet im späten 15. Jahrhundert, lehnte Hexenverfolgung ausdrücklich ab. Die im 16. Jahrhundert folgende römische Inquisition schritt wiederholt gegen Hexenverfolgungen ein."

Und von mir aus kann "die Biologie" sich äußern, ich gehe aber davon aus, dass sie zur Ethik wenig zu sagen hat. Es gibt eben auch die Überzeugung, dass Humanae vitae die Würde der Frau verteidigt (so dargelegt in Ingrid Thürkauf "Die Frau, die Liebe und "Humanae vitae"). Sie müssen die Ansicht nicht teilen. Es wäre aber schön, wenn sie sie zumindest widerlegen könnten.

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Hans-Jürgen  Steffens

"Den Unterschied zwischen Römischer und Spanischer Inquisition...etc...etc."

Die Kirche hat mit den Hexenverfolgungen sowenig oder soviel zu tun, wie die amerikansiche Regierung mit den Folterungen, die in Polen, Agypten und anderswo stattgefunden haben.
Im einen wie im anderen Fall hat man jemanden beauftragt, der die "Schmutzarbeit" übernommen hat.

Kurzum, wenn Sie die Kirche hier exculpieren wollen, dann müssen Sie dasselbe der CIA zugestehen.

"Auch gehe ich davon aus, dass kaum ein Kritiker des Verbots künstlicher Empfängnisverhütung sich mit "Humanae vitae" auseinandergesetzt hat."

Sie reiten hier ein totes Pferd. Eine tiefschürfende Auseinandersetzung seitens der Biologie mit der Enzyklika Humanae Vitae hat schon vor 40 Jahren stattgefunden und hat jede weitere intellektuelle Attraktivität verloren. (So wie man z.B. in der Chemie nicht mehr das "Phlogiston" diskutiert.)

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Hans-Jürgen  Steffens

"Aber kennen Sie den Katechismus?"

Diese Frage habe ich bereits an anderer Stelle in diesem Thread beantwortet.

"je mehr man weiß um so weniger Vorurteile hat man"
Das Gegenteil ist bedauerlicherweise der Fall. Dies führt zum (reflektierten) Standpunkt, dass die politische Macht der katholischen Kirche (und nicht nur deren) gebrochen werden muss.

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Hans-Jürgen  Steffens

"Das ist in Ihren Augen moralisch vertretbar?" (Abtreibungen)

Ja.

Denn eine befruchtete Eizelle ist, ich sagte es bereits, weder Mensch noch sonstige Person.

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Wilhelm Thielsen
Wilhelm Thielsen (withi) - 08.02.2013 22:43 Uhr

Das ist zweifellos richtig.

Die Frage ist nur, an welchen Werten orientiert sie sich ?
Eine säkulare Gesellschaft wie die unserige, die alle Werte in allen Bereichen zunehmend nur noch auf Gewinn und Verlust reduziert sowie wertes und "unwertes" Leben nach betriebswirtschaftlichen Gleichungen errechnet, eine Gesellschaft, die mühsam erkämpfte soziale Errungenschaften sukzessive wieder abschafft und die rückwärts gewandt einer neuen Form des Feudalismus zustrebt, statt sich human weiter zu entwickeln, eine solche Gesellschaft hat für mich keine oder eben die falsche Moral.

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Volker Kraft

Frau Holtmann

Können Sie mir mal andeutungsweise erklären, wieso der Unterschied zwischen der spanischen und römischen Inquisition so wichtig ist? Wollen Sie damit andeuten, daß nur die spanische Inquisition brutal war, und die römische die reinste Nächstenliebe?
Ihr ständiges Herumreiten auf dem einzigen Argument, alle Kritiker der RKK hätten einfach keine Ahnung, finde ich mehr als schlicht. Gehen Sie mal davon aus, dass sich die meisten ernsthaften Kritiker gründlcih mit diesem Verein beschäftigt haben. Und die kritische Literatur ist ja inzwischen unübersehbar. Aber die wollen in der Wolle gefärbte Katholiken einfach nicht wahrhaben. Insofern stecken sie lieber den Kopf in den Sand, anstatt sich mit der Kritik ernsthaft auseinanderzusetzen.

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Volker Kraft

Frau Holtmann

Sie sollten schon mal davon ausgehen, daß dei Positionen der Kirche im wesentlichen in der Gesellschaft bekannt sind. Da brauchen sie also hier kein Geheimnis zu konstruieren. Und was die Geschichte der Inquisition angeht: wollen Sie hier eine Diskussion über die Details dieser grausigen Einrichtung der RKK in Gang setzen? Ich würde als Diskussionsgrundlage dann das Buch von Baigent/Leigh "Als die Kirche Gott verriet - Die Schreckensherrschaft der Inquisition von den Ursprüngen bis in die Gegenwart" vorschlagen.

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 08.02.2013 18:40 Uhr

@Hans-Jürgen Steffens: Das ist weder falsch noch infam, sondern in min. ca. 80% der Fälle

die schiere Wahrheit.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:37 Uhr

@Klaus Theobald

In welchen Jahrhunderten gab es den Status Quo?

Beispiel: Lesen Sie mal in Wikipedia über den Kulturkampf im 19. Jahrhundert nach. Ähnliches gibt es seit 2000 Jahren überall in Europa. Das die katholische Kirche mal mehr und mal weniger bekämpft wird ist normal. Nur einen Status Quo, den gab es nie.

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Cornelia  Holtmann

Ich habe fast nur Vorurteile erlebt, Herr Steffens.

Kritik auf der Grundlage einer genauen Kenntnis der katholischen Lehre erlebe ich kaum. Den Unterschied zwischen Römischer und Spanischer Inquisition kennt z. B. kaum jemand. Aber "Inquisition" ist immer ein Schreckgespenst.

Der Katholischen Kirche werden außerdem alle möglichen Verbrechen zugeschrieben, mit denen sie rein gar nichts zu tun hat (Versklavung der Indios in Südamerika, Hexenverfolgung, ...). Auch gehe ich davon aus, dass kaum ein Kritiker des Verbots künstlicher Empfängnisverhütung sich mit "Humanae vitae" auseinandergesetzt hat. Und das sind nur kurze Beispiele, die die allgemeine Unkenntnis belegen.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:30 Uhr

@Hans-Jürgen Steffens - Zur Moral

Was ist das für eine Moral die es OK findet das Jahr für Jahr 100000 Kinder abgetrieben werden und das in einer der reichsten Länder der Welt.
Wenn man die BRD mit Indien vergleicht und die Abtreibungszahlen proportional zu der Bevölkerungszahl hochrechnet, stellt man fest das in der BRD sogar viel mehr Mädchen abgetrieben werden wie in Indien.

Das ist in Ihren Augen moralisch vertretbar?

Ich habe nichts gegen Moral außerhalb der Kirche, jedoch kann ich nur mit Erschrecken zur Kenntnis nehmen was das für Folgen hat.

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Dominik Janiszewski

Nein,

das ist vollkommen richtig.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:09 Uhr

@Hans-Jürgen Steffens

Das ist die Realität die man hier und anderswo erlebt.

Die allerwenigsten wissen was die katholische Theologie wirklich lehrt. Woher auch, die allerwenigsten beschäftigen sich damit. Den meisten reicht es Nachrichten zu hören und schon wissen Sie Bescheid. Aber kennen Sie den Katechismus? Im Katechsmus steht was es heißt katholisch zu sein. Ich wette sie kennen ihn nicht, obwohl es ja eine Variante gibt die überschaubar und gut zu lesen ist: den Youcat

Aber das ist viel zu umständlich, auf Katholiken zu hetzen ist viel einfacher wenn man wengier weiß. Denn je mehr man weiß um so weniger Vorurteile hat man - was natürlich schlecht ist für gut gepflegte Feindbilder.

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Hans-Jürgen  Steffens

Nehmen Sie bitte zur Kenntnis:

Es gibt auch eine Moral außerhalb der Kirche!

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Hans-Jürgen  Steffens

"dass die Kritiker der Kirche die kirchlichen Positionen und deren Begründung überhaupt nicht kennen

Das ist nicht nur falsch.

Das ist infam.

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Paul Pauländer

Die öffentlichen Angriffe auf die RKK

hat die RKK selbst verschuldet. Sie sind die Folge der jüngsten Ereignissen innerhalb der RKK. Also worüber beklagt man sich ?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 22:06 Uhr
Volker Kraft

Frau Holtmann,

Sie glauben, die kath. Kirche wird noch ernst genommen? Fragt sich nur, von wem....

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Christa Wellenreuther

Katholische Kirche beugt sich nicht dem Mainstream!


@"Nur wird "katholische" diskutiert."

Für mich ist das klar. Die katholische Kirche schwimmt eben nicht auf der Woge des Zeitgeistes, deshalb wird sie angegriffen. Die ev. Kirche, zumindest die Oberen in Deutschland, z.B. Frau Kässmann, die das Gutmenschentum befürworten und bei den Menschen sind, z.B. neuerdings auch für die Todesspritze. Wobei einzelne ev. Brüder und Schwestern dies auch nicht befürworten und näher bei den Katholiken sind.

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Cornelia  Holtmann

Sehen wir es positiv, Herr Neudorfer.

Die katholische Kirche wird zumindest noch ernstgenommen. Nur so erklären sich die teilweise vollkommen irrationalen Angriffe.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 17:40 Uhr

Echt hat sie das?

Wo?

Ich meine das überall etwas passiert, nciht nur in katholischen Einrichtungen. Nur wird das "katholische" diskutiert.

Vor ein paar Wochen gabe es einen Skandal bei einer Behinderteneinrichtung der Diakonie. Behinderte wurden zum Anschaffen geschickt. Wäre das eine katholsiche Einrichtung, die Schlagzeilen kann man sich gut vorstellen. Aber es war eine evangelische Einrichtung ... also nicht so interessant.

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Volker Kraft

Worüber wundert sich Meisner eigentlich?

Herr Meisner nennt doch selbst die Gründe, warum seine Kirche unter aufgeklärten Menschen nur noch auf Ablehnung stößt: an erster Stelle die Positionen der Kirche zu wichtigen Lebensfragen. Es gibt eben nur noch eine immer mehr zusammenschrumpfende Minderheit in Westeuropa, die den Aussagen der Kirche noch halbwegs folgen kann. Und ausgerechnt die vom Papst großartig beschworene "Generation Benedikt" hat mit der RKK nun gar nichts mehr am Hut. (Übrigens ein besonders krasser Fall von Realitätsverlust im Vatikan)
Außerdem nennt Meisner selbst weitere Gründe: die Unter- oder Abbrechung der Missbrauchsaufarbeitung und die Abweisung des Vergewaltigungsopfers in Köln.
Also was soll diese Frage, Herr Meisner? Sie haben sie bereits selbst beantwortet. Nebenbei bemerkt: es gibt noch eine Reihe weiterer Gründe, eine Organisation wie die Ihre abzulehnen.
Ich empfehle Ihnen, dazu ein wenig in der umfangreichen kirchenkritischen Literatur zu schmökern, wird dort alles gründlich erörtert.

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Antworten (10) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 01:14 Uhr
Hans-Jürgen  Steffens

"Die Fragen nach Abstammung sollten Sie Kinderpsychologen stellen,"

Das haben wir getan und die Antwort lautet: Das Wissen über die Abstammung ist "nice to know" aber es besteht kein "need to know".

"Zur letzten Frage: Die Empfängnisverhütung ist wichtig, ob sie eine wichtige Lebensfrage ist, muß jeder Mensch für sich beantworten."

Oder er lässt antworten - z.B. vom Papst.

Die Phrase "muß jeder Mensch für sich beantworten" bedeutet regelmäßig, dass man mit den unterschiedlichen Antworten nicht wirklich einverstanden ist, aber keine Möglichkeit zu einer effektiven Intervention sieht.

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Dominik Janiszewski

@Kraft

Und ich empfinde Ihre Ansicht für kriminell, Leuten die HIV haben ein Kondom in die Hand zu drücken und zu sagen: "Wenn du es schon treibst, dann nimm wenigstens ein Kondom".
Würden Sie sich der Gefahr aussetzen, eine möglich tödliche Krankheit zu bekommen, mit dem Wissen, dass sie nur ein bisschen Latex davor schützt? Aber afrikanischen Frauen muten Sie das zu?
Kennen Sie das beste Mittel gegen Kater? Kein Alkohol trinken! Aber diese Methode ist für Sie geradezu "kriminell und verantwortungslos".

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Cornelia  Holtmann

@ Herrn Steffens

Der Papst ist davon überzeugt, dass sich das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln lasse. Das könne nur eine verantwortliche Sexualität. (Und viele afrikanische Frauenverbände sehen in der Kirche einen Verbündeten, fühlen sie sich doch häufig als Objekte der reinen Triebbefriedigung ihrer Männer.)

Diese Überzeugung wird in der öffentlichen Diskussion als Ausdruck der Realitätsferne der Kirche verurteilt. Aber ist es nicht genau so realitätsfern zu glauben, die afrikanischen Männer würden Kondome auch verwenden? Und wie sollte auf einem Kontinent, der mit Hungersnöten zu kämpfen hat, eine flächendeckende Versorgung sichergestellt werden?

Ich habe mich hier auf die Darstellung praktischer Probleme der AIDS-Bekämpfung durch Kondome beschränkt. Aber selbst die werden von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Natürlich könnten wir es auch diskutieren, ob der Triebverzicht nicht eher der menschlichen Würde entspricht als die in Afrika verbreitete Prosmiskuität?

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Volker Kraft

RE Holtmann

1. Von welcher "Trivialkritik" an kirchlichen Positionen sprechen Sie? Habe ich irgendetwas zu Zölibat, jungfräuliche Geburt... gesagt? Sie hauen doch gleichsam in die Luft, vielleicht, weil Ihnen Kritik an der Kirche prinzipiell "auf die Nerven geht".
2. Die Frage nach meiner Kenntnis zu Positionen der RKK zu wichtigen Lebensfragen ist eigentlich zu lächerlich für eine Antwort. Dennoch nenne ich Ihnen eine: die Forderung an afrikanische Jugendliche, keine Kondome zu benutzen und statt dessen enthaltsam zu leben. Ich halte eine solche Einstellung für geradezu kriminell, zumindes verantwortungslos und weltfremd.
3. Sie unterstellen mir, ich halte es für richtig, wenn ein Mann seine Frau und Kinder verläßt, weil er sich neu verliebt hat. Wie kommen Sie dazu? Ich halte das überhaupt nicht für richtig. Leider hat die Kirche in diesem gravierenden Problembereich nichts anzubieten außer: die Ehe ist unauflöslich, egal wie beschissen sie im Einzelfall auch läuft. Weitermachen!

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Volker Kraft

RE Neudorfer

1. Meisner selbst hat doch die Unterbrechung der Studie als Grund für die "Phobien" genannt. Wo ist da das Vorurteil?
2. Ich habe schon reichlich mit Theologen, sogar mit einem Regens und einem Bischof, per Schriftwechsel diskutiert. Es war immer das gleiche: wenn man konkrete Fragen zu bestimmten offensichtlichen Widersprüchen in der Bibel stellt, steigen sie ganz schnell aus der Diskussion aus. Ich habe also keine Vorurteile, sondern mir in 10 Jahren Beschäftigung mit der Bibel und der Literatur ein einigermaßen fundiertes Urteil gebildet.
3. Daß Sie mit der Befürwortung der Treue in einer Beziehung sich eine Sache herausgepickt haben, in der die Allgemeinheit mal nicht in Konflikt mit der RKK steht, ist ein so typisch schlichtes theologisches Scheinargument, daß ich annehme, Sie wurden dementsprechend geschult.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:42 Uhr

@Hans-Jürgen Steffens

Was braucht ein Kind: Vater und Mutter.

Die Fragen nach Abstammung sollten Sie Kinderpsychologen stellen, die werden ihnen serh wahrscheinlich folgendes Antworten:
1. Ein jedes Kind will wissen wo es her kommt. Das steckt in uns Menschen so drinnen, das kürzlich ergangene Urteil hinsichtlich der anonymen Samenspender zeigt das das Interesse sehr groß ist.
2. Ein jeder Empfänger eines anderen Organs will wissen woher es kommt. Auch das ist normal, gilt nicht nur für Kinder.

Zur letzten Frage: Die Empfängnisverhütung ist wichtig, ob sie eine wichtige Lebensfrage ist muß jeder Mensch für sich beantworten.

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Cornelia  Holtmann

Aber wir haben doch gerade erlebt, dass ein Kind Probleme mit der Anonymität des Spenders hatte.

...

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Hans-Jürgen  Steffens

"Problematik der modernen Fortpflanzungsmedizin"

Welche "Problematik"?

Was braucht ein junger Mensch mehr: den Namen des Überträgers seines genetischen Codes oder einen liebenden Vater, auch wenn es nur ein adoptierender Vater ist. (Das Konzept der Adoption ist (vermutlich) so alt wie die Menschheit.)

Hat ein Kind, dem ein Herz gespendet wird, ein Problem mit der Anonymität des Spenders? Und dann soll es ein Problem mit der Anonymität des Samenspenders haben?

Zählen Sie die Standpunkte der Kirche zur Empfängnisverhütung "zu den wichtigen Lebensfragen"? Und zählen Sie die Kritik daran auch zur - hm - "Trivialkritik"?

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 17:49 Uhr

Wissen hilft Vorurteile abzubauen!

Zum Beispiel die "Unter- oder Abbrechung der Missbrauchsaufarbeitung". Wer sich informier tweiß das es merh als 70 Untersuchungen dazu gibt und nur eine ist ins Stocken geraten. trotzdem wird das der katholischen Kirche vorgeworfen? Da stimmr doch etwas nicht!

Schon daran sieht man das es zu viele Vorurteile gibt und zu wenig konkretes Wissen. Vorurteile sind der Anfang eines jeden Hasses, etwas was man an vielen Beiträgen hier sehen kann. Dabei wissen die meisten nicht viel von uns Katholiken. Haben Sie schon mal mit einem Pfarrer geredet? Oder mit einem Bischof? Haben Sie schon mal Fragen und Probleme die Sie mti der katholischen Kirche haben mit Katholiken diskutiert?

Ein kurzes Beispiel zu den angeblich abgelehnten Positionen der Kirche: Ca. 90 % der Menschen wollen in einer festen Partnerschaft in Treue leben - so wie es die katholsiche Kirche empfiehlt. Komisch das sind jetzt mehr als es Katholiken gibt,.

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Cornelia  Holtmann

Vielleicht hätten die Positionen der Kirchen häufiger bedacht werden sollen, Herr Kraft.

Die Kirche hatte schon früh auf die Problematik der modernen Fortpflanzungsmedizin verwiesen, die Kindern einen "anonymen Samenspender" als Vater zumutet. Zu Recht, wie sich jetzt herausstellt.

Mir geht die Trivialkritik an den Positionen der Kirche ganz schön auf die Nerven (Zölibat, jungfräuliche Geburt, ...). Und welche Positionen der Kirche "zu wichtigen Lebensfragen" kennen Sie denn genau?

Gehen Sie davon aus, dass die Lebensverhältnisse in der modernen Gesellschaft von Vernunft geprägt sind und dem Wohle aller dienen? Patchworkfamilien oder alleinerziehende Mütter, die ihren Kindern oft wechselnde neue Lebensgefährten zumuten, ...? Sie mögen es für richtig halten, dass ein Vater seine Frau und seine Kinder verlässt, weil er sich neu verliebt hat. Sie sollten aber akzeptieren, dass das nicht jeder für normal hält.

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Christa Wellenreuther

Katholiken werden diskriminiert!

Wer sich zu den Lehren der katholischen Kirche bekennt und das auch noch öffentlich sagt erfährt Häme und Spott. Siehe Herr Martin Lohmann bei Jauch und Lanz. Wer an das Gebot "Du sollst nicht töten" erinnert oder überhaupt an die 10 Gebote wird verlacht, zumindest bei diesen geladenen Gästen.

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Antworten (13) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 17:02 Uhr
Martin Schmitt

Sie werden der erste sein

der an die Kirchentür klopft, wenn die Moslems einmal in Europa die Mehrheit erlangen. merken Sie sich meine Worte.

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Hans-Jürgen  Steffens

repost

Während ich hier sitze, schweift mein Blick auf das gegenüberliegende Regal (zum "verschreibungspflichtigen" Teil meiner Bücher...).

Dort finden sich solche Titel wie der Erwachsenenkatechismus von 1992 aber auch der (sehr viel interessantere) "Katholische Katechismus der Bistümer Deutschlands", der, wäre er maschinenlesbar, durch einfache Namensersetzungen vom islamischen Fundamentalismus ununterscheidbar wird, daneben findet sich der "Küng" aber auch der "Deschner" u.v.a.m.

Religion ist eine faszinierende Sache - und man versteht sie am besten, wenn man in ihr gewandelt ist und dann von außen betrachten kann.

Vorhin meinte ein Mitforist, dass 80% der Kritiker den Katholizismus nicht kennen. ich weiß nicht woher er die Zahlen hat - aber vor den restlichen 20%, davor sollte er sich fürchten!

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Cornelia  Holtmann

Welche Massenmorde denn bitte, Herr Peters?

Sie können es der Katholischen Kirche höchstens vorwerfen, dass sie gegen die Spanische Inquisition nicht in ausreichender Weise vorgegangen ist. Initiiert hat sie diese Inquisition nicht.

Und im Neuen Testament findne Sie mit Sicherheit nicht die Rechtfertigung der Sklaverei. - Das erste Verbot der Skaverei (1523) formulierte übrigens Paul III. (anlässlich der Verbrechen der spanischen Konquistadoren bei der Eroberung Südamerikas).

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Volker Kraft

Herr Neudorfer,

ich finde es einfach unter der Gürtellinie, wenn Sie nicht nur einer Argumentation widersprechen, sondern den Kontrahenten bezichtigen, er habe wegen seiner anderen Einstellung "ein Problem". Sie sind übrigens nicht der einzige Katholik hier, der solche Vorwürfe ins Blaue hinein benutzt. Streng genommen dürfte die Redaktion, die doch alles prüft, so etwas nicht durchgehen lassen.

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Arne Peters
Arne Peters (Jahiro) - 08.02.2013 22:32 Uhr

Wer soviel Schuld auf sich geladen hat wie die RKK ....

... sollte wahrlich kleine Brötchen backen.

Ein Organisation, die für soviel Massenmorde und Vernichtung von Kulturen direkt und/ oder indirekt verantwortlich ist und dann auch noch meint lehren zu dürfen "Du sollst nicht töten", der ist Hohn und Spott, Häme und Anfeindungen zu recht ausgesetzt.

So eine Organisation gehört wegen Verfasungsfeindlichkeit verboten !

Warum ich auch sogenannte Religiöse verspote? Weil sie (bis auf eine Ausnahme) nicht einmal die Kernbotschaften ihrer eigenen Religion kennen ... aber gaaanz fest daran glauben. Ah, ja.

Mein Test eines jeden der von sich behauptet Christ zu sein: Nenne mir die 10 Gebote. Bisher: 99% versagen. Es konnte bisher nur ein (1) einziger mir diese richtig aufsagen.

Wer weiss schon, dass in der Bibel Sklaverei erlaubt ist. Kindesmisshandlung.

... und ach ja, das Gebot der Liebe gilt übrigens nur Deinem Nächsten --> Glaubensbruder. Ungläubige darf man gerne töten, foltern und natürlich Zwangsbekehren.

Geht bis heute in der RKK !

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Volker Kraft

Du sollst nicht töten

Ist eben etwas schlicht, sich heute nur auf diese "10 Gebote" zu berufen, die Welt ist vielleicht doch etwas komplizierter.
Und wenn die Leute bei den Aussagen des Herrn Lohmann ganz überwiegend in Gelächter ausbrechen, sollten Sie vielleicht auch mal die Reaktionen dieser Leute einfach zur Kenntnis nehmen. Die Häme und Spott kommen doch nicht aus dem Nichts, sondern sind der offensichtlichen Weltfremdheit der Thesen geschuldet. Halten Sie diese Leute alle nur für blöd? Ja, Ihr Papst hat ja die Wahrheit für sich gepachtet, und wer diesen Thesen nicht folgen will, ist blöd und der Hölle geweiht.
Nehmen Sie endlich zur Kenntnis, daß Ihre Kirche in Westeuropa bald eine Sekte sein wird. Nur die Zwangstaufe wehrloser Säuglinge hält diesen Prozess noch ein wenig auf.

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Peter Müller

Spott und Häme sind Diskriminierung?

Wenn schon das auslachen einer einzelnen Gläubigen als Diskriminierung gilt, was ist dann ein Witz über eine wichtige Personen aus dieser Religion.
Für Menschen die Glauben die absolute Wahrheit zu kennen sind Katholiken sehr dünnhäutig, was interessiert euch das Gelächter von Ungläubigen, die sich am Ende doch vor Gott rechtfertigen müssen.
Nagt da etwa der Zweifel? Es wird immer vom liebenden Vater geredet, aber viele Menschen wurden nie direkt von ihm angesprochen, passt die Metapher nicht oder ist er doch nicht so liebend wie immer die kirchlichen Vertreter behaupten.
Auch andere Glaubensrichtungen müssen sich spöttische Bemerkungen gefallen lassen und viele sogar mehr. Fragen sie mal einen Mormonen, die meinen im Besitz der neusten Offenbarung vom abrahamitischen Gott zu sein.

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 08.02.2013 18:42 Uhr

@Jochen Sieper: Die Kritik richtet sich an diejenigen Gegner der KK, die ihrerseits sich

aufspielen und sich anmaßen, die alleinige Wahrheit zu besitzen und die sich erdreisten, diese anderen Menschen aufzwingen zu wollen.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:20 Uhr

@Jochen Sieper

Hat Herr Lohmann seine Haltung als einzig richtige gesetzt? Ich glaube nicht.
Ich glaube Sie haben ein Problem das er eine Meinung hat und sie äußert und diese Meinung nicht ihren Vorstellungen entspricht? Demokratie zu leben und andere Meinungen zu respektieren ist nicht einfach.

Sorry ... wenn ich das so sage.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:17 Uhr

@Hans-Jürgen Steffens^

Sehen sie das meine ich, sie wissen nicht wirklich was die katholische Kirche glaubt. sonst würden sie das hier nicht schreiben.

Denn was spricht dagegen über alte Texte Exegese zu betrieben? Was mach einen Text uninteressant? Das er alt ist oder ist es der Inhalt? Kennen Sie die Bibel überhaupt?

Nur wenn Sie die katholische Theologie auch nur ansatzweise kennen würden, wüssten Sie das es christliche Theologen gab wie Augustinus, Thomas von Aquin, Leibnitz, Bonhoefer (die beiden letztgenannten sind evangelisch, aber doch auch sehr katholisch) etc...

Setzen lieber auf Lächerlichkeit, ich setze auf Wissen. Denn mir geht es im Gegensatz zu Ihnen nicht darum etwas zu bekämpfen, mir geht es darum das richtige zu tun. Und was richtig ist weiß man nur auf Grundlage von Wissen.

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Paul Pauländer

In der Realität

ist der Glaube nicht unbedingt der passende Begleiter. Um die 10 Gebote geht es dabei auch nicht, sondern um die Einhaltung der real existierenden Ordnung. Das hat nichts mit Spott zu tun, sondern mit Rechtstreue.... die auch für die RKK gelten muss.

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Hans-Jürgen  Steffens

"Wer an das Gebot "Du sollst nicht töten" erinnert oder überhaupt an die 10 Gebote wird verlacht"

Ganz und gar nicht. Denn man kann über die 10 Gebote naturwissenschaftlich (biologisch) sehr sinnvoll reden (und hat dies schon vor langer Zeit getan).

Gelacht wird, wenn an Hand alter Texte eine Exegese betrieben wird, die von Kaffeesatzleserei nicht mehr zu unterschieden ist und deren Basis sich in einem Wort zusammenfassen lässt "Tradition", das ganze verschnürt zu dem Paket der "heiligen(!) Kirche".

In einer Zeit, in der der weitere Fortschritt der Menschheit von der Fähigkeit zu kritischem Hinterfragen abhängt, abhängt also auch von der laufenden "Kannibalisierung" herrschender Lehrmeinungen, in einer solchen Zeit ist es notwendig, die Ansichten eines Herrn Martin Lohmann der Lächerlichkeit preiszugeben.

Denn ich kenne kein besseres Mittel, politisch schädliche Überzeugungen zu neutralisieren. ("Lächerlichkeit tötet.")

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Jochen Sieper

Katholiken wereden nicht diskriminiert - Einzelne Exponenten sehr wohl kritisiert

Seine Haltung kann Herr Lohmann sehr wohl leben und vertreten - das ist ja das Wesentliche sbjektiver moralischer Entscheidung. Er kann seine Haltung jedoch nicht als einzig Richtige absolut setzen.
Und Kritik an seiner rigorosen Haltung und eine andere Meinung hat mit der Diskriminierung "der (aus Ihrer Sicht aufrechten) Katholiken" und deren moralischen Posiionen nichts zu tun.
Wer sich derartig disponiert fordert eine Positionierung der Zuschauer und -hörer heraus.
Und will diese auch - mit welchen Motiven auch immer !

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Wolfgang Schulz

Ablenkungsmanöver

Meisner versucht doch nur, irgendwie aus der Defensive zu kommen. Da ist Angriff ja nach landläufiger Meinung die beste Verteidigung. Weg von all diesen schmutzigen Details, all den Priestern mit Kindern und deren Müttern, die im Stillen leiden müssen, den missbrauchten Frauen, die man noch zusätzlich peinigt, anstelle ihnen zu helfen, all den missbrauchten Messdienern, deren Peinigern systematisch geschützt werden von der Amtskirche, hin zum Glaubenskampf. Ich denke, die Rechnung Meisners wird ein Stück weit aufgehen für ihn. Aber es wird nur ein Pyrrhussieg sein.

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gert kock
gert kock (gertKo) - 08.02.2013 17:00 Uhr

Warum kein link zum kompletten Brief ?

Damit nicht über Teilaussagen wieder wild spekuliert wird.
zum angemessen Diskurs sollte man nach Möglichkeit die Orginalquelle verwenden.
man kann dies ergooglen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 15:14 Uhr
Ulla Nachtmann

Genau, Herr Kock

Das ist etwas was ich nie und nimmer verstehen werde.
Warum scheuen sich Zeitungen in Deutschland vor dem direkten Link zu offiziellen Dokumenten, die ihnen vorliegen, der Leser sie jedoch dann kugeln muss?
Zeit ist ein kostbares Gut. Das sollten auch Herausgeber akzeptieren. In ausländischen Zeitungen und Blogs findet man oft solche direkten Links.

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Hubert Matig
Hubert Matig (humatik) - 08.02.2013 16:56 Uhr

Das Problem sind nicht Menschen, sondern die Lehre

Ich habe keine Katholikenphobie, meine Eltern sind Katholiken und wir haben ein gutes Verhältnis. Ich habe aber eine "Phobie" vor so mancher Lehre der katholischen Kirche. Und zwar immer dann, wenn sie andere damit ungefragt beglücken will. Jede Religionsgemeinschaft darf (und soll) ihre eigenen Angelegenheiten so bestellen, wie sie das für richtig hält. Aber sie hat kein Recht, sich in das Leben anderer einzumischen, sei es wie beim Kölner Klinikskandal, sei es wie bei den Auswüchen im "kirchlichen" Arbeitsrecht.

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Antworten (11) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.02.2013 16:22 Uhr
Hubert Matig
Hubert Matig (humatik) - 10.02.2013 16:22 Uhr

Verständnis

Ich meine, Herr Thielsen, daß wir in Sachen Arbeitsrecht gar nicht weit auseinanderliegen. Meine Position ist:

1. Tendenzschutz ist wichtig und notwendig - für jeden Arbeitgeber. Nur darf es hier für niemanden Sonderregeln geben; die Metzgerinnung kann mit dem Vegetarier nicht anders umgehen als das katholische Krankenhaus mit Geschiedenen.

2. Bei Arbeitsplätzen, die mit öffentlichen Gelder finanziert werden, kann es keinen Tendenzschutz geben.

Ich weiß, daß beides hierzulande nicht verwirklicht ist und dem gilt meine Kritik.

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Hubert Matig
Hubert Matig (humatik) - 10.02.2013 16:11 Uhr

Mißverständnis

Ich wollte gerade etwas angefressen antworten, warum Sie mir so einen Stuß unterstellen, aber da lese ich, daß der Fehler von mir ist: ich wollte "fantastisch" schreiben und nicht "fanatisch". Ich bin selbst begeisterter Vater (und mit der Mutter meines Kindes verheiratet, um Unterstellungen vorzubeugen). Und natürlich verlange ich nicht, daß man Vergewaltigungsopfern Beistand und Rat verweigern sollte, sondern daß man ihren Wunsch nach Beendigung einer unter solchen Umständen entstandenen Schwangerschaft respektieren muß. (Und nicht - wie in einem katholischen Forum gelesen habe - der Frau lapidar mitteilen, daß man schon verstehe, daß das Leben mit Vergewaltigungs-Kind bedeute, sein "Kreuz zu tragen", aber das Kreuz schließlich "kein Übel, sondern unsere Rettung" sei." Da bleibt einem schon die Spucke weg.)

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Wilhelm Thielsen
Wilhelm Thielsen (withi) - 10.02.2013 12:47 Uhr

Noch eins, Herr Matig...

Sie werden in jedem privaten Unternehmen feststellen, daß eine gewisse Form von "Gesinnungsschnüffelei" betrieben wird.
Die DB wird wohl kaum einen Occupy-Aktivisten beschäftigen und ich habe schon in den 70ern gegen den "Radikalenerlass" der Bundesregierung demonstriert, der auf Länderebene immer noch Gültigkeit hat.
Ich meine, Sie können auch nur gute Leistungen bringen, wenn Sie sich mit Philosophie von Unternehmen, Staat oder Träger identifizieren.

Ich bin weiß Gott kein idealer Katholik. Eher das Gegenteil.
Aber ich schätze die Ideale des Katholizismus sehr und möchte sie nicht missen, da sie in einer zunehmend chaotischen Gesellschaft Orientierung und Lebenshilfe bieten, nicht nur mir.
Und sie lassen mir Spielraum genug, mich selbst zu verwirklichen.
Für den Fortbestand der Menschheit ist m.M.n. essentiell, daß es eine Instanz gibt, die wertbeständig orientiert ist und nicht heute so und morgen so predigt.
Auch wenn die Ideale unerreichbar scheinen, wichtig ist, daß es sie gibt.

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Wilhelm Thielsen
Wilhelm Thielsen (withi) - 10.02.2013 12:19 Uhr

Auswüchse

Die Gesinnungsfrage zu stellen und davon Wohl und Wehe abhängig zu machen, ist natürlich ein Problem. Immer und überall.
Besonders problematisch wird es natürlich dann, wenn wie hier Träger und Geldgeber in grundlegenden Fragen unterschiedlicher Auffassung sind. Da sind wir uns einig.
Aber der Geldgeber weiß ja,wem er die Mittel gibt. Und nur er kann auch darüber entscheiden.
Er kann die Gelder streichen und sie anderweitig vergeben,aber er kann seine Machtstellung nicht dazu mißbrauchen,vom Träger zu verlangen,seine ethischen Grundsätze anzupassen oder gar aufzugeben.
Man muß auch mal festhalten,daß die Gelder ja nicht zur persönlichen Bereicherung des Trägers eingestzt werden, wie man hier leicht den Eindruck bekommen kann, sondern ausschließlich den Menschen zugute kommen, die sich dem Träger anvertrauen. Und darunter sind bestimmt auch nicht wenige Katholiken.
Ich würde als nichtgläubiger Arzt, Pfleger etc. auch nie auf die Idee kommen, bei einem kath. KH anzuheuern und umgekehrt.

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Wilhelm Thielsen
Wilhelm Thielsen (withi) - 10.02.2013 11:58 Uhr

Mein Fehler

Das mit Lohmann haben Sie wohl falsch verstanden, weil ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe. Eben wegen Platzmangel.
Ich wollte nur darauf hinweisen, daß eben genau dann Lohmanns "Vielschichtigkeit" ins Spiel kommt, wenn es darum geht, nicht nur über das eigene, sondern auch über ein zweites Leben zu entscheiden.

Bei Vergewaltigungsopfern, die abtreiben wollen, halten Sie sich raus, obwohl gerade die auch Beistand und Rat brauchen.
Bei Schwangeren, die ihr Kind bekommen wollen, mischen Sie sich aber ein, indem Sie sie als "fanatisch" vorverurteilen.
Eine Logik, die man nicht unbedingt verstehen muß.

Wenn Sie erlauben und Wert darauf legen, antworte ich Ihnen zu den "Auswüchsen im kirchlichen Arbeitsrecht" gesondert.

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Weitere Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Hubert Matig
Hubert Matig (humatik) - 09.02.2013 18:18 Uhr

@ Wilhelm Thielsen

Soll das Kritik von Ihenn an Herrn Lohmann sein? Dem aufrechten Katholiken? Ts-ts-ts, wie können Sie nur? Im übrigen ist das hier ein Online-Forum mit 1.000 Zeichen-Begrenzung, da funktioniert der Diskurs immer nur schlagwortartig.

Richtig, ich mische mich nicht bei anderen Leute ein: Schwangere, die ihr Kind bekommen wollen - fanatisch! Vergewaltigungsopfer, die eine Abtreibung wünschen - ihr gutes Recht! Da halte ich mich völlig mit unerwünschten Ratschlägen raus.

Zu den Auswüchsen im kirchlichen Arbeitsrecht googeln Sie mal nach "Gerdia". Dort finden Sie viele Fallbeispiele.

Ich kenne die Details zur Kündigung von Martin Lohmann durch die MHMK nicht, aber wenn sie alleine auf seinen privaten Ansichten zur Homosexualität beruhen sollte, halte ich sie für falsch und unangemessen und empfehle Herrn Lohmann, dagegen zu klagen.

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Hubert Matig
Hubert Matig (humatik) - 09.02.2013 01:07 Uhr

Sie sind putzig, Herr Neudorfer,

...wenn Sie einerseits behaupten, daß sich Katholiken nicht einmischen und zugleich bestätigen, daß sich die katholische Kirche als Arbeitgeber selbstverständlich in das Privatleben ihrer Arbeitnehmer einmischt. Das wäre nur in einem Fall gerechtfertigt: bei Priestern. Wobei man diesen interessanterweise sehr viel durchgehen läßt, solange es nicht bekannt wird.

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Wilhelm Thielsen
Wilhelm Thielsen (withi) - 08.02.2013 23:25 Uhr

"Aber sie hat kein Recht, sich in das Leben anderer einzumischen"

Sie argumentieren genauso "vielschichtig" wie Lohmann. Sie haben offenbar gelernt. Bravo.
Dieser Ihrer treffenden Feststellung zufolge hat dann auch niemand das Recht, sich in das ungeborene Leben einzumischen. Richtig.
Das mit den "Auswüchsen im kirchlichen Arbeitsrecht" sollten Sie mir vielleicht mal erklären.
Vielleicht sagen Sie mir bei dieser Gelegenheit auch, wie Sie dazu stehen, daß Lohmann seine Dozentenstelle an der Medienhochschule verloren hat, weil er sich zu seinem katholischen Glauben bekannt hat.

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Dominik Janiszewski

Ihr Problem ist ...

doch, dass kath. Kirche bei vielen Themen den Finger in die Wunde legt und klar und deutlich sagst: "Das ist falsch!", wo andere wiederum es sich einfach machen und nur die Schultern zucken: "Ist doch egal!"
Die Kirche hat die Verpflichtung sich im Rahmen der gesellschaftlichen Ordnung einzumischen! Und weil sie sich einmischt, ist sie einfach nur verhasst, weil alle andere ihre Ruhe haben wollen.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:43 Uhr

@Klaus Theobald

Die gelebte Realität: Einzelne Kindergärtnerinnen betrifft das auch nicht, Leiterinnen von Kindergärten schon eher.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 17:37 Uhr

Dürfen Katholiken nicht sagen was sie denken?

Denn einmischen tun sich Katholiken ja nicht. Oder steht bei Ihnen zu Hause ein Priester der Ihre Leben überwacht?

Oder - und jetzt nähern wir uns dem Problem: Es passt Ihnen nicht was die katholische Kirche sagt. Das sie zum Beispiel es nciht OK findet das mehr als 100000 Kinder pro Jahr im Mutterleib umgebracht werden? Oder das es die katholische Kirche nciht OK findet das wir pro Tag ca. 300 Scheidungsweisen haben? Oder das die katholsiche Kirche von jeden der in ihren Namen tätig ist und eine herausragende Stellung hat verlangt, nach christlichen Grundsätzen zu leben. (Wobei bekanntlich niemand dazu gewzungen wird in katholischen Einrichtungen zu arbeiten.)

Das sind natürlich alles Hämmer, aber wäre es glaubwürdiger wenn man sagt: Ist doch alles egal. Das meine ich nicht. Eher interessant ist es doch herauszufinden warum Katholiken so etwas sagen. Haben Sie sich das noch nie gefragt?

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Jochen Sieper

Keine Katholikenphobie - eher eine Klerusphobie


Irritierend für die nicht-katholische Mehrheit und drückend für die meisten katholischen Gläubigen ist der dognatische Rigorismus mit dem hohe und höchste Vertreter der Kirchenhierarchie, wirkend bis in die katholischen Institutionen unserer Gesellschaft, auch die 100% öffentlich finanzierten Krankenhäusern und entgegen deren Versorgungsauftrag, ihre
Lehrmeinung absolut setzen. Ebenso setzt die Lehrmeinung zur menschlichen Sexualität praktisch jeden sexuell Aktiven in den Stand des Sünders.
Andererseits entziehen sich diese Kirchenvertreter in Bezug auf Verfehlungen von Angehörigen dieser Institution durch Beschweigen, Verschleiern und Nur-Zugeben-Was -Nicht -Mehr Abzuleugen-Ist die eigene Legitimation.
Unnötig zu erwähnen, dass Begriffe wie Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Heilsbotschaft mit diesen Vertretern nicht mehr assoziiert sind.
Das wesentliche moralischer Entscheidung ist die subjektiv-situative Wahl der "kleineren Übels"
und keine Weisung von situationsfernen Klerikern.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 21:08 Uhr
Volker Kraft

Herr Garbor,

wo in dem Beitrag von Hernn Sieper sehen Sie denn Polemik? Ich finde die Wortwahl absolut sachlich. Bitte benennen Sie mir mal eine polemische Stelle!
Ich finde im Gegenteil genau Ihre unsubstantiierten Vorwürfe an Herrn Sieper als Polemik in Reinkultur, und dann noch oberlehrerhaft.

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Volker Kraft

Herr Neudorfer

Sie können wohl nichts mit dem Begriff "Phobie" anfangen. Sie verwechseln ihn scheinbar mit dem modernen "bashing". Hat aber damit überhaupt nichts zu tun.
Unter google können sich sich näher informieren.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 18:47 Uhr

@Klaus Theobald

Wie viel von den 12 Milliarden gehen an die die Krankenhäuser und wie groß ist der Anteil der von den versicherten kommt, damit die Krankenkassen für die Behandlung zahlen?

Ich glaube wir sprechen hier von deutlich weniger als 10 % - und nicht 100 %. Kann jeder nachprüfen

Aber wenn es darum geht katholische Einrichtungen schlecht zu machen, kann man alles behaupten. Das nennt man Katholikenphobie.

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Dominik Janiszewski

Hä?

Wieso wird den Katholiken immer vorgeworfen, ihre Lehrmeinungen "absolut" zu setzen? Und woher kommt die (falsche) Ansicht, andere würden das nicht tun?
Oder toleriert die "Gender-Ideologie" andere Ansichtsweisen?

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Fritz Garbor

Kirchen haben nun mal Dogmen. Wem das nicht paßt, muß ja nicht mitmachen.

Es geht also gar nicht mehr um Abgrenzung von Andersdenkenden- oder lebenden, sondern um die Vernichtung der Kultur bzw. des Kultes des Andersdenkenden, also von jeder Kultur, die dem angelsächsichen Liberalismus und der nunmehr heiligen Genderkultur nicht entspricht.
.
In diesem Sinne hat das ZDF und ARD einen Hang zum Totalitären. Sie sollten sich etwas mehr mit Polemik zurückhalten und ihren Stil überdenken: er ist nicht aufklärerisch und sachlich, sondern zielt schenkelklopfend auf das Motto: Wir haben immer schon gewusst, dass da hinter den Mauern.....
Warum gibt es in den Kirchen keine gestandenen Medienkritiker? Schon in den 1920er Jahren wäre das angesichts der neuen Propaganda absolut nötig gewesen!
Haben die Kirchen die medialen Eigenarten der moderne Welt immer noch nicht begriffen? Wie kann man nur so schlafmützig sein?

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 17:30 Uhr

Irritierend ist doch eher

wie man Klischees und falsche Informationen zu einem Breif von Vorurteilen zusammenfügen kann so das eine Phobie daraus wird.

Der Platz reicht nicht um auf alle Ihre Puntke einzugehen - deshalb nur ein Beispiel: Kein katholisches Krankenhaus wird öffentlich finanziert, der größte Teil von von den Krankenkassen, was keine öffentliche Finanzierung ist. Zudem gibt es keinen Verstoß gegen irgendeinen Versorgungsauftrag, im Gegenteil sogar.
Etc...

Sie mögen Ihre Gründe haben gegen die katholsiche Kirche eingestellt zu sein. Aber kennen Sie die katholische Kirche überhaupt? Ic hglaube nciht und genau das ist auch das Problem. Etwas nicht zu kennen ist immer die Grundlage für Vorurteile. Und sie sind voller Vorurteile, zumindets ihr Beitrag ist voll damit. Wie kommt das eigentlich?

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Peter Lachenmayer

Halb so schlimm!

Die Anzahl der öffentlichen Anfeindungen ist doch mittlerweile ein Qualitätskriterium.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 20:29 Uhr
Cornelia  Holtmann

Sie haben es auf den Punkt gebracht, Herr Hayes.

...

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 08.02.2013 18:50 Uhr

@Peter Lachenmayer: Wohl wahr. Die Anfeindungen kommen nämlich daher, dass sehr wohl

erkannt wird, dass die KK als einer der mittlerweile extrem wenigen ein äußerst fundiertes Gedankengebäude hat, welches sehr vollständig Stellung nimmt zur Frage, wie Menschen sich verhalten sollten, was für den Menschen - insbes. auf Dauer - gut ist.
Diejenigen, die Egoismus predigen, oder Mord, Diebstahl, Verlogenheit, kurzfristige Lustgefühle etc. fühlen sich dadurch natürlich zu Recht angegriffen bzw. hinterfragt.
DAS ist der eigentliche Grund für die Angriffe.
Durch ihre Konturenschärfe und Unnachgiebigkeit (sie predigt eben gerade NICHT, was der mainstream-indoktrinierte Michel gerade so hören will) zieht sie mittlerweile fast alleine die fast immer dümmliche und dreiste Kritik auf sich.
Insofern ist das Maß an Kritik an der KK in der Tat ein Qualitätskriterium (genauer: Ein Maß für die Verrottung der Gesellschaft, aber die Diskussion würde jetzt hier zu weit führen...).

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 08.02.2013 16:42 Uhr

Ich danke Kardinal Meisner für seine deutlichen Worte und

ich möchte alle die immer über die katholische Kirche herziehen bitten sich Gedanken zu machen was man sagt.

So wurde hier zum Beispiel vor kurzen alle Katholiken als Pädophil bezeichnet. So etwas ist einfach nicht OK, schon auch weil Katholiken nicht anders sind als andere Menschen. (Das die FAZ solche Kommentare nicht löscht wundert mich, ich will das jetzt nicht hinterfragen, dazu reicht der Platz nicht.)

Bedenken Sie ihre Worte und überlegen Sie mal was sie sagen würden wenn jemand das mit ihnen macht. Und informieren sie sich mal warum Katholiken zum Papst stehen, für den Zölibat sind und nur Männer zur Preisterweihe zulassen und durchaus auch ob Katholiken pädophiler veranlagt sind als Nicht-Katholiken.
Reden Sie ruhig mal mit einem Priester oder Diakonen darüber.

Denn den anderen besser Kennenzulernen ist der erste Weg Vorurteile abzubauen und keinen krankhaften Hass zu entwickeln. Aber vorsicht, es kann passieren das Sie danach weniger Feindbilder haben.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 18:37 Uhr
Christoph Runge

Wer die Katholiken angreift, greift damit auch die Protestanten an!

Unabhängig vom jeweiligen/nahezu geinsamen Glauben der beiden Kirchen sind die beiden Kirchen der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands. Ich arbeite nicht für die Kirchen, jedoch sind ihre sozialen Aufgaben, neben dem Glauben (Kirchen), unermesslich:Kindergärten, Krankenhäuser, Pflege etc. pp..Wer die Kirchensteuer als kostenfaktor (ohne Gegen-leistung) empfindet, hat die Rechnung nicht verstanden. Denn je mehr austreten umso teurer wirds für alle. Es ist klar, dass der Staat mit seinem überhöhten Kostenblock "die Kirchen nicht zu sehr verdrängen darf". Bitte, es darf kein ex DDR Gefühl entstehen. Unzählige Gemeinden wurden in D bereits zusammengelegt. Am Niederrhein wurde gerade mit einem neuen Messkonzept ("Veni") wieder jede Kirche voll, insbesondere Jugendliche. Demographiewandel! Kardinal Meisner weiss wovon er in dieser "Schwächephase der Kirchen" spricht. Denn dann sind die Glaubensgemeinschaften besonders angreifbar!

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Dominik Janiszewski

Viel zu kompliziert.

Für viele ist es eben einfacher, sich in ihrem krankhaften Hass zu sonnen, als ehrlich und ernsthaft mit der Geschichte und Position der kath. Kirche auseinanderzusetzen.
Aber die Medien tragen ihren Teil dazu bei, dass sich diese Sichtweise nicht ändert.

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Paul Pauländer

Die "katholische Realität" sieht doch so aus:

.... und die Erde ist eine Scheibe..... Lang lebe die "Tradiiton". Falsch oder richtig ist egal und von Vernunft weit und breit keine Spur. Das einzige Wunder ist, dass es diese Trachtengruppe immer noch gibt.

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Antworten (26) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 16:34 Uhr
Cornelia  Holtmann

Vollkommener Unsinn, Herr Kraft,

gerade im Bereich der Mathematik und Astronomie haben die Jesuiten Hervorragendes geleistet. Wie sonst wäre die Gregorianische Kalenderreform möglich gewesen?

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Volker Kraft

Förderung der Wissenschaften/RE Neudorfer

Ja, aber als es richtig losging mit der Wissenschaft, kamen nur noch Knüppel zwischen die Beine. Na klar, die aufkommenden Erkenntnisse waren mit dem biblischen Weltbild inkompatibel, auch mit etlichen angeblichen Äußerungen des Gottessohnes. Lesen Sie nurmal den Jesus-Stuß bei Markus 7, 21-23. Und noch heute steht die RKK auf Kriegsfuß mit der Evolutionslehre, deren Gültigkeit sich heute tagtäglich in einer Weise bestätigt, daß nur noch totale Ignoranten sie bestreiten können.

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Volker Kraft

Herr Janizewski,

soll ich diesen Haufen an purer Polemik noch Ernst nehmen? Nicht ein einziges Argument zu meinem Beitrag, nur pauschale Schlagwörter. Wieso schreiben Sie überhaupt meinen Namen obenan? Vielleicht lesen Sie sich nochmal meinen knappen und sachlichen Beitrag in Ruhe durch. So wie Sie jetzt daneben gehauen haben, das ist schon allererste Sahne! Schlagen Katholiken auf dem Rückzug jetzt nur noch blindlings um sich herum?

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Dominik Janiszewski

@ Kraft

Wer aus ideologischer Indoktrination jegliche objektiven Tatsachen leugnet und nicht wahrhaben will (weil nicht ist, was nicht sein darf), aber großspurig zu argumentieren meint, sollte generell ganz kleine Bötchen backen. Sie bedienen sich bloß anti-katholischer Ressentiments und bekräftigen somit die Behauptung Kardinal Meisners.
Kritik an der kath. Kirche ist eine Sache, eine völlig andere ist es, sie künstlich zu dämonisieren und zum geschichtlichen Buh-Mann zu stilisieren. Ein Vorhaben, dass allen historischen Fakten entgegenspricht. Wer fest an Lügen und Vorurteilen festhält, ist definitiv krankhaft. Dabei ist es so einfach sich korrekt zu informieren. Aber dann hätte man ja keine Vorurteile mehr und ein Feindbild weniger. Das wäre nämlich zu schade, nicht wahr?

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Volker Kraft

Herr Janiszewski

Krankhafter Hass? Eine "erfundene Welt voller Vorurteile"?
500 Jahre erzwungener, permanenter Rückzug der RKK von all ihren ehemaligen Positionen deuten auf eine ganz andere erfundene Welt.

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