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München : Keine Stolpersteine zum Gedenken an NS-Opfer

  • Aktualisiert am

Sogenannte Stolpersteine wie hier in Hamburg soll es in München auch in Zukunft nicht geben. Bild: dpa

Der Stadtrat der bayerischen Hauptstadt spricht sich gegen Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des nationalsozialistischen Regimes aus. Zum Gedenken soll es andere Denkmäler geben.

          In München wird es auch in Zukunft keine Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors geben. Der Stadtrat der bayerischen Landeshauptstadt sprach sich am Mittwoch mit breiter Mehrheit dagegen aus, die mit kleinen Messingplatten bedeckten quadratischen Betonsteine auf öffentlichen Straßen und Plätzen zuzulassen. Stattdessen sollen Stelen und Gedenktafeln an Hauswänden sowie ein zentrales Namensdenkmal auf die Schicksale der Ermordeten aufmerksam machen.

          Die Stolpersteine werden von manchen Angehörigen als unwürdige Form des Gedenkens empfunden, da die Opfer ihrer Ansicht nach abermals mit Füßen getreten und erniedrigt werden. Für andere dagegen sind sie ein Herzenswunsch.

          Der Münchener Kulturreferent Hans-Georg Küppers (SPD) hatte vorgeschlagen alle Formen des Gedenkens gleichberechtigt zu behandeln. Die Diskussion in München wurde insbesondere durch das Nein der Israelitischen Kultusgemeinde zu den Stolpersteinen angeheizt.

          In vielen Städten unterschiedlicher Länder sind die kleinen Messingplatten im Gehweg mit den Namen der Opfer selbstverständlich. Weltweit gibt es inzwischen 50 000 Stolpersteine in 1200 Städten in 18 Ländern.

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