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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Katholikentag in Mannheim „Wir verderben uns die Freude an der Gegenwart“

 ·  Auf dem Katholikentag in Mannheim tritt Bundeskanzlerin Merkel zum ersten Mal nach der Entlassung Norbert Röttgens auf. Doch verliert sie weder darüber noch über die Energiewende ein Wort - und spricht stattdessen über Demographie.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (46)

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Michael Posthoff

"katholische Priester aus Polen und in der Kleinstadt daneben aus Sri Lanka"..

..arbeiten hier eigentlich auf welcher rechtlichen Grundlage? Blue card mit mindestens 43.000 € Jahresgehalt? Entsendegesetz? Angestellte eines multinationalen Konzerns?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.05.2012 02:01 Uhr
Martin Schmitt

2000 Jahre Erfahrung

Sie arbeiten für die Kirche. Die Kirche gibt es seit ca. 2000 Jahren - eine solide Firma. Übrigens, die Priester halten sich an das Grundgesetz, sprechen deutsch und verheiraten keine Kinder.

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Erwin Stahlberg

Deutschland brauche die beste Bildung für jedes Kind…

so heißt es oben als Aussage der Kanzlerin, und ich meine dazu,
daß es mit dem christlichen Religions-Unterricht in den Schulen
mächtig hapert.

Nihilistische und gemeinschaftsfeindliche Lebensäußerungen sind
heute allenthalben zu registrieren und gang und gäbe.

Meines Erachtens sollten Pfarrer und Pastoren hier in Deutschland
nicht Sozialhelfer ersetzen wollen, sondern sich ausschließlich dem „INNEREN MENSCHEN“
zuwenden, den es zu „erneuern“ gilt.
(2. Korinther 4,16)
N u r h i e r wird sich eine wahre Predigt-Kraft zeigen und bewähren.

Der Atheismus hat moralisch überhaupt nichts zu bieten
und ist äußerst sozialschädlich.
Wie könnte diese DENKE auch nur eigene „GEBOTE“ erstellen?!

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egon samu
egon samu (egonsamu) - 19.05.2012 09:57 Uhr

„Wir verderben uns die Freude an der Gegenwart“

Und Sie Frau Merkel mit ihrem Eurosozialismus verderben uns die Zukunft. Treten Sie ab!

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Gerhard Storm

Weibliche Kinder Gottes werden schlechter behandelt

Die Kanzlerin hat in gewohnt versierter u. leicht nachvollziehbarer Weise die Demographie u. die Probleme erziehender Eltern von gestern u. heute angesprochen. Ein Allerweltsvortrag ohne Konfessionsbezug.

Die evangelische Pfarrerstochter hat sich aber die Chance entgehen lassen - auch im Zusammenhang mit Demographie - , auf die überaltert u. in Stein gemeißelte Oberschicht der Katholiken einzugehen. Diese erlaubt Katholikenfreude nur, wenn ein entsprechendes Dekret von oben den Segen dazu erteilt.

Und so werden die sich nach Gleichberechtigung sehnenden katholische Frauen weiterhin nicht freuen können über kirchliche Weihen, da Segen Fehlanzeige.

Merkel hätte es leicht fallen können, sozusagen als moderne Luther-Epigonin die kath. Kirche darauf hinzuweisen, dass in D vor einiger Zeit ein Gleichberechtigungsgesetz Taufe gefeiert hat.

Diese Taufe erklärte alle Bürger zu gleichberechtigten Kinder des Staates.

Untragbar, dass weibliche Kinder Gottes schlechter behandelt werden!!

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Martin Schmitt

Zinsmenschen

Kredite vergiften das Leben. Es wird alles mit dem Geld finanziert, das man nicht hat. Die Briten geben das Geld aus, das erst in zwei Monaten verdient wird. Wir leben nur noch für die Banken und die Steuer. In einem gesunden Staat würde die Umsatzsteuer völlig ausreichen. Bei uns gibt es die meisten Steuerarten der Welt (inkl Gewerbesteuer und Soli) und trotzdem ist das Land bis über beide Ohren verschuldet. Die meisten Elektrogeräte kommen aus Billiglohnland China und 600000 Menschen in Deutschland können ihre Stromrechnung nicht bezahlen.

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Christoph Rohde

Euro-Wahnsinn verdirbt Freude an Gegenwart

Die Belastungen für die Zukunft sind es auch, die die Menschen am Kinderkriegen hindern. Frau Merkel baut die zukünftigen Probleme auf und fordert uns dann auf, nicht so problemzentriert zu sein. Die Zukunft gehört ihr ja auch nicht mehr...

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 18.05.2012 19:07 Uhr

Wie sagte Karl Valentin: Die Zukunft war früher auch besser

Genau das trifft für die Kirche zu. Sie verliert zusehens ihre Schafe und die Anzahl der Hirten schrumpft noch schneller. In unserer Bayerischen Gemeinde ist der katholische Priester aus Polen und in der Kleinstadt daneben aus Sri Lanka. Kindstaufen sind nur noch traditionsmotiviert und Beerdigungen ebenfalls. Dazwischen ist nichts mehr. Es ist absehbar dass Deutschland religiös dorthin tendiert wo die DDR endete. Wir werden ein rein säkularer Staat was nicht das schlechteste ist. Wissen sollte nach dem Zeitalter der Aufklärung Priorität gegenüber dem Glauben genießen. Kirchentage sind bald ein Anachronismus. Die von den Christen herbeigesehnte Ökumene wird wegen der Sturheit des leitenden, christlichen Bodenpersonals beider Konfessionen nicht kommen. Bevor sie sich die Hand geben, sterben sie aus. Auch Religionen sind Darwins Gesetzen unterworfen. Was keinen Zweck mehr erfüllt verkümmert.

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.05.2012 17:21 Uhr
Michael Posthoff

Hirnforschung, Heissenberg etc..

natürlich kann die moderne Wissenschaft noch nicht alle Fragen beantworten, aber das bedeutet natürlich nicht zwangsweise, daß an dieser Stelle ein Gott ins Spiel kommt. Und falls das für den einen oder anderen synonym sein sollte, erklärt noch lange nicht nicht eine institutionalisierte ritualisierte Anbetung dieses letzten großen Geheimnisses.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 19.05.2012 17:20 Uhr

Frau Holtmann,

Die Grundfrage kann niemand beantworten, da jede Theorie auf mindestens einem Eingangspostulat beruht, welches sich der experimentellen Überprüfung entzieht. Also ist jedes Wissen letztendlich Glaube an die Richtigkeit der Eingangspostulate. Nur hat es m.E. wenig Sinn, hier einen der Welt übergeordneten Geist zu postulieren, der die Welt "willentlich erschaffen" hat, denn Wille ist eine Eigenschaft eines Individuums und das steht in Konkurrenz zu anderen Individuen. Was Sie als Gott postulieren ist ein menschliches Gedankenkonstrukt mit menschlichen Wertevorstellungen, das ist letztendlich Unsinn, denn dazu ist das Universum zu groß und zu veränderlich, als daß man hier menschliche Maßstäbe an das Ganze anlegen könnte. Religion ist m.E. ein menschliches Machtinstrument, mit dem die aus eigenen Gnaden "Wissenden" die "Nichtwissenden" zu beherrschen versuchen, was ihnen leider auch allzu häufig gelingt. Religion sollte zur Privatsache erklärt werden, der Staat sollte sich raushalten.

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egon samu
egon samu (egonsamu) - 19.05.2012 10:08 Uhr

Die einzige Chance für die "Kirchen"

Die einzige Chance für die katholische und evangelische Landeskirche ist, sich auf Gottes Wort und die Frohe Botschaft zu besinnen. Christsein als Vorbild leben, damit die Menschen im Glauben Halt und Gemeinschaft finden.
Kinderfreunde entlassen und bestrafen, Esoteriker-Innen und Zauberer aus dem Pfarramt jagen und die Botschaft Christi GLAUBWÜRDIG verkünden!!!

Der Zulauf zum Islam sollte zu Denken geben: diese Ideologie bietet klare Regeln, feste Standpunkte, eine Gemeinschaft und keine Wischiwaschi-Theologie mit Gendering und trendigem Hokuspokus...
Auch wenn diese Ideologie nicht nach Europa und in die heutige Zeit passt, ist ihr Marketing erstklassig.

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Ralf Vormbaum

@Uwe Bussenius - Hirnforschung

Das sind gewagte Aussagen, die Sie da machen. Gerade die moderne Hirnforschung muss eingestehen, dass die im Hirn ablaufenden Denkprozesse nur aus einem übergeordneten System verständlich werden, was sich aber aus der bloßen Betrachtung des Organischen nicht erklären lässt. So ist bis heute nicht klar, auf welcher Grundlage die Verschaltungen der Synapsen eigentlich funktionieren und welchem Plan sie folgen und worauf diese logische Strukturierung beruht. Eine bloß technisierte Sicht kannnicht erklären, was Verstehen ist, da kognitiven Akten logische Strukturen vorgelagert sind. In der Naturwissenschaft finden Sie so viele Märchenbücher in Form überholter Theorien, dass man damit eine ganze Märchenbuchsammlung füllen könnte. Die Bibel ist auch keine Handlungsanleitung im Sinne eines Erich Fromm sondern sucht das auszudrücken, was sich im Positivismus nicht ausdrücken lässt. Praktizierte Schizophrenie würde ich eher im modernen Nihilismus verorten.

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Cornelia  Holtmann

@ Herrn Bussenius

ich hatte an anderer Stelle schon die Lektüre der Vorträge Max Plancks empfohlen ("Sinn und Grenzen der exakten Wissenschaft" oder "Religion und Naturwissenschaft") oder auch Heisenberg "Der Teil und das Ganze" , Kapitel 4 ("Erste Gespräche über das Verhältnis von Naturwissenschaften und Religion").

Die Naturwissenschaften können die Grundfrage nicht beantworten und wollen das auch gar nicht: Warum ist überhaupt etwas und nicht nichts?

Und wenn Sie als fundamentaler Materialist auf die Hirnforschung zu verweisen, ist das doch wirklich naiv: Subjekt und Objekt der Erkenntnis sind ja gerade in Iher Sicht vollkommen identisch.

Bestimmt kann Herr Vormbaum eine bessere Antwort geben. Vielleicht veranlassen Sie aber auch die von mir angesprochenen - recht einfachen - Einwände, Ihre Position zu überdenken.

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Weitere Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 18.05.2012 22:15 Uhr

Herr Vormbaum: "Glauben unter das Primat des Zweckes zu stellen,

heißt ihn aufheben oder eben grundlegend mißzuverstehen."
Um überhaupt glauben zu können muß man sich dem philosophischen Idealismus, also der Trennung von Körper und Geist anschließen können. Das wird in einer naturwissenschaftlich geprägten Welt aber immer schwerer, Religion steht nun mal im Widerspruch zur modernen Hirnforschung, denn ohne intakte graue Zellen ist das Denken nicht möglich und Denken ist nun mal die Grundlage allen Wissens.
Aus technischer Sicht ist die Bibel ein Märchenbuch und wenn Naturwissenschaftler sonntags Kirchen frequentieren, montags bis samstags aber ihrem Job nachgehen, ist das für mich immer ein Zeichen praktizierter Schizophrenie.

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Ralf Vormbaum

Abwarten

Die Kirche wurde schon so oft totgesagt, dass man fast den Eindruck haben könnte, diejenigen, die es angeblich beklagen, es im Stillen wünschen. Ökumene um den Preis der Preisgabe wesentlicher Glaubensinhalte erzwingen kann und darf man nicht. Möglich auch, dass in Deutschland christlicher Glaube einem teils aggressiven Säkularismus immer mehr Platz macht. Ein Gewinn für die Menschen und das Land bedeutet dies jedoch nicht. Glauben unter das Primat des Zweckes zu stellen, heißt ihn aufheben oder eben grundlegend mißzuverstehen. Nicht umsonst hat Papst Benedikt XVI noch in seiner Funktion als Leiter der Glaubenskongregation sich vehement gegen die Thesen der Befreiungstheologie gewandt. Offenbar hat aber der Marxismus auch in den Köpfen vieler Bürgerlichen seine Spuren hinterlassen.

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Ralf Vormbaum

Das Leid mit den Laienbewegungen

Es ist ja nicht neu, dass immer mal wieder in Deutschland im Gewande des Aufbruchs der Versuch unternommen wird, die Katholische Kirche zu protestantisieren. Auffällig ist dabei der Mangel an fundamentalen Glaubensüberzeugungen, die wohl einem geschmeidigen Relativismus weichen mussten. Daher finden so viele der Kirche Fernstehende an Katholikentagen ihr Gefallen und geben schöne Tipps, wie denn am besten zu glauben und die Bibel auszulegen sei. Politiker wollen da natürlich auch mitreden. Das Leid ist nur, dass die deutsche Laienbewegung unter dem Vorsitz von Alois Glück nicht einmal versteht, was Papst Benedikt XVI mit Entweltlichung gemeint haben könnte. Da opponiert man lieber und will christlichen Glauben auf eben jenes Geschäft reduzieren, was sich heute allseits auf dem Markt der Meinungen zu behaupten hat. Dass angesichts solchen Engagements für den Glauben die Amtsträger der Kirche etwas verschnupft auf den Zeitgeist einiger Katholiken reagieren, verwundert nicht.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 18.05.2012 16:52 Uhr

Merkel: „Erinnern wir uns mal daran,

unter welchen Umständen Menschen sich früher für Kinder entschieden haben, in der Nachkriegszeit etwa, als sie den Wiederaufbau meisterten – und alles ohne die Aufnahme von Schulden im Bundeshaushalt!“
Das war vor Pille und Liberalisierng der Abtreibung. Hätte es nach dem Kriege diese Möglichkeiten schon gegeben, wären wir heute höchstens 50 Millionen. Denn früher sind Kinder meist "passiert" und nicht geplant in die Welt gesetzt worden, zum Nachteil der Frauen und zur Freude des Klerus. Denn Frauen in Not sind die besten Kunden der Kirchen.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.05.2012 19:28 Uhr
Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 18.05.2012 19:28 Uhr

Werte Frau Holtmann,

diese Zeiten sind NICHT vorbei, Arbeitgeber suchen sich Arbeitnehmer aus, die der Firma größtmöglichen Nutzen versprechen und Wohnungsvermieter wollen sichere Mieteinnahmen. Da sind nun mal kinderlose Frauen gegenüber Alleinerziehenden im Vorteil.
Zur künstlichen Empfängnisverhütung (die ja nicht unbedingt hormonell sein muß) gibt es mittlerweile auch das Gegenstück, die künstliche Befruchtung, also wer Kinder haben will, hat auch hier seine Möglichkeiten.
Und im übrigen wird die Zeit der Ausgrenzung solange nicht vorbei sein, wie Frauen von der K.-Kirche moralisch geächtet werden, sofern sie außerhalb der Ehe Sex haben, denn nach Benedictus dem Bayern gilt m.W. immer noch, wer als Unverheiratete Sex hat, sündigt. D.h. solange der katholische Klerus (und neu der Islam) Macht haben in Deutschland, haben ledige Frauen/Mütter schlechte Karten. Männer "sündeln" ja nur, nicht umsonst hatten auch Päpste ihre Konkubinen und so mancher Pfarrer hat sein "housewife" oder "houseboy".

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Ulla Nachtmann

@ Uwe Bussenius

Ich sehe das auch so wie Sie? Merkel weiss nicht von was sie spricht. Mein Vater bezahlte in den 60er Jahren lediglich 17% Steuern. Es gab keinen ,Soli', keine 25% Abschlagssteuer auf Zinsen/Ersparte und auch nur ganz wenige indirekte Steuern. Damals machte das Leben Spaß und man hatte KEINE ständige Angst wie seit der erzwungenen €Einführung.
Die katholische Kirche war meistens auf der Seite der Mächtigen. Dafür gibt es genug Beispiele aus der Vergangenheit bis heute.
Ich habe von ihr auch bisher kein einziges Wort zu den tatsächlichen Rechtsbrüchen der Politiker, deren ständigen Lügen, der Enteignung der Deutschen in Form von finanzieller Repression - Sparer werden zugunsten von Schuldenmachern bestraft - gehört.
Ich komme eben vom Lebensmitteleinkauf in einem großen Laden. Mit Schrecken sah ich an der Kasse den Preis und beklagte mich. Die Kassiererin antwortete mir, dass sie nur noch Angst habe - vor der Zukunft und vor dem Verlust an Demokratie. WO ist da die ,Kirche'?

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 18.05.2012 18:11 Uhr

Herr Bussenius, volle Zustimmung

vielleicht ist aber Frau Holtmann eine ganz andere Generation, die die monatlichen "Sorgen" unserer Mütter und Großmütter nicht mehr kennt. Dann die 60er Jahre, in denen geheiratet werden "musste", um dem Kind einen Vater zu geben. Es waren grauenhafte Zeiten und ich bin heilfroh, sie kinderlos überstanden zu haben.

Allerdings kann ich Ihr Argument bei den Müttern mit Trauschein nicht nachvollziehen, hat sich das nicht doch ein wenig zugunsten der sogen. "Alleinerziehenden" geändert? Die Frage, ob hübsch oder nicht ist doch relativ ;-) und vor allem Ansichtssache, aber nicht sachbezogen.

Übrigens sind die unbekannt verzogenen Erzeuger auch nicht neu, die hat es immer gegeben. Die gibt es auch bei Geschiedenen und ich habe vor etlichen Jahren eine Frau erlebt, die ihren Ex durch ganz Europa per Detektei verfolgen ließ, grauenhaft. Die Ausdauer hätte ich nie gehabt, es war wohl eher der Hass, der diese Frau das durchhalten ließ.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 18.05.2012 17:31 Uhr

Frau Holtmann,

es geht hier um ungewollte Kinder. Sprechen Sie mal mit Frauen, die wie Aussätzige behandelt wurden und auch noch werden, wenn sie ein Kind ohne Trauschein haben und der Erzeuger dazu noch "unbekannt verzogen" ist, um sich um die Alimente zu drücken. Schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, kaum Chancen auf dem Wohnungsmarkt, gesellschaftlich im Abseits, besonders bei Müttern mit Trauschein, die können nämlich richtig bösartig werden, wenn die ledigen Mütter auch noch hübsch sein sollten.

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Cornelia  Holtmann

Na und, Herr Bussenius?

Wer sagt denn, dass nur die Kinder geliebt sind, die geplant sind? Und warum sollte es für die Frauen nur ein Nachteil sein, ein Kind zu bekommen? - Vielleicht leiden Frauen heute viel mehr darunter, den Kinderwunsch der Vernunft unterordnen zu müssen.

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Martin Arzberger

Neuer Aufbruch

Viele Katholiken in Deutschland sind zwar getauft, haben aber noch nie eine Kirche von Innen gesehen, geschweige denn, dass sie über ihre eigenen Glaubenslehren Bescheidt wüssten. Kein Wunder, dass Forderungen nach Frauenpriesterschaft, Anerkennung von Homosexualität etc. Hochkonjunktur haben.
Die Liberalisierung und Anbiederung an den Zeitgeist ist aber nicht die Lösung sondern das Problem, wie das Beispiel der Protestanten oder Anglikaner zeigt.
Bedenklich ist eher, dass manche Priester die katholische Morallehre nicht mehr klar und selbstbewusst verkünden, sondern sich in die Defensive drängen lassen und in Allgemeinfloskeln ergehen. Dadurch machen sie sich selbst unglaubwürdig.
Die katholische Kirche ist nun einmal keine Sozialvereinigung, aus der man sich das Gewünschte wie Rosinen aus einem Kuchen picken kann. Wer das nicht akzeptieren will, der ist bei der EKD wohl besser aufgehoben.
Einen "neuen Aufbruch" brauchen wir in der Tat - aber anders als viele sich das vorstellen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.05.2012 18:17 Uhr
Detlev  Baumbach

Neuer Aufbruch

Genau!! Nix wie zurück ins Mittelalter....... Viel Spaß dabei.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 18.05.2012 16:31 Uhr

Keine Freude an der Gegenwart,

dank unserer Bundeskanzlerin. Oder wie soll Freude aufkommen angesichts ihres undemokratischen Vorgehens in Sachen Fiskalpakt und ESM? Dass sich die Leute da noch mehr Gedanken machen, ob es sinnvoll erscheint, Nachwuchs in diese Zeit zu setzen, sollte doch auch AM klar sein. Ist sie es doch, die das Vermögen dieser Generation und einiger folgender aufs Euro-Spiel setzt.

Im übrigen, so einfach, wie AM das Leben beschreibt, ist es wohl nicht ganz. Viele Betriebe machen Vätern und auch den Müttern, die wegen ihres kranken Kindes daheim bleiben möchten, Schwierigkeiten. Hat AM das bedacht oder gar davon gesprochen? Theorie und Praxis sind verschiedene Dinge, das sollte einer Physikerin doch bestens klar sein.

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Ottfried Meyer
Ottfried Meyer (Gladium) - 18.05.2012 15:47 Uhr

Unsere Kirche hat die Gläubigen nicht mehr im Griff

Allgemein wird beklagt, die Zahl der Beerdigungen übersteige die Zahl der Taufen. Hier muss allerdings eine wichtige Frage gestellt werden:

Wie kann es angehen, dass kaum noch Kinder geboren werden, wo doch Verhütungsmittel im Rahmen der Enzyklika "Humanum vitae" von Papst Paul VI. ex cathedra verboten sind und zwingend zur Exkommunikation führen? Bei mir als romtreuer, rechtgläubiger Christ macht sich die Vermutung breit, die Priester und Bischöfe hätten die Gläubigen überhaupt nicht mehr im Griff!

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Antworten (19) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.05.2012 12:31 Uhr
Detlev  Baumbach

Wissen...Herr Arzberger

Ich will die Sache nicht verkomplizieren, da ich merke, daß Sie, als Anhänger der Glaubensfraktion eh selbst bestimmen, welches Wissen ihrem Glaubenserhalt dient und welches nicht - und entsprechende Wertungen vornehmen. Nur ein kleines Beispiel von dem, was ich meine: Wissen musste immer schon gegen die klerikalen Glaubensverwalter auf Erden hart erkämpft werden (Kopernikus, Galileo Galilei). Wenn es nach den Glaubensverwaltern ginge, würden wir immer noch glauben, die Erde wäre eine Scheibe und die Sonne würde sich um die Erde drehen (Heliozentrismus)
Glauben Sie weiter - und seien Sie glücklich damit. Ich werde weiter nach Wissen suchen und bin damit sehr glücklich. Aber selbst diese selbstversändliche Toleranz gegenüber unterschiedlichen Überzeugungen und Einstellungen muß auch jetzt noch leider immer wieder gegen die Intoleranz und Inhumanität der Vertreter der (fanatischen) Glaubensfraktion (verschiedener Religionen) verteidigt werden. Das sagt doch alles....

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Ralf Vormbaum

Frau Simon, Sie kritisieren schon,

und nicht ohne Talent, eben im Gewande einer Toleranz, die genau besehen, keine ist. So fassen Sie Glauben als Meinung auf, was einem christlichen Denken eindeutig widerspricht. Ich hatte auch keine Einschätzungen zu "Herrn Ratzinger" geäußert sondern auf sein Grundlagenwerk verwiesen, das sich mit christlichem Glauben auseinandersetzt und darum gebeten, vor Fundamentalkritik sich erst einmal über das Kritisierte ein Bild zu machen.

An "nichts" zu glauben, bedeutete streng genommen Nihilismus. Wenn dem so ist, wüsste ich nicht, warum Sie sich für Frau Merkel, Kirche, den Euro, Rechte von Vätern oder sonst etwas interessieren sollten, das alles ist dann völlig belanglos. Der Nihilismus kennt keine Pasitivität. Anders verhält es sich natürlich, wenn man sehr wohl noch einen versteckten Glauben, welcher Art auch immer, hat, den man aber lieber im stillen Kämmerlein belässt um sich weniger angreifbar zu machen.

Sie beklagten an anderer Stelle den Mangel christlicher Werte in der CDU?

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 18.05.2012 19:30 Uhr

Herr Vormbaum, ich kritisiere doch gar nicht,

sondern äußere allenfalls mein Unverständnis ob der Vehemenz hier mancher katholisch Gläubigen. Zu Herrn Ratzinger habe ich eine andere Meinung als Sie, aber jedem das Seine.
Ich würde mich nicht als Atheist bezeichnen, ich glaube nur an nichts und vermisse dabei gar nichts.

Was mich aber wirklich verwundert, wir diskutieren hier Glaubensfragen, es ging doch um AM, die heute wieder von Dingen redete, die sie m.E. nicht richtig beurteilt. Das Beispiel, dass ein Vater sich bei Krankheit des Kindes doch auch freinehmen kann. Ja zustehen würde es ihm, aber wird es ihm auch zugestanden? Aber das stößt hier niemandem auf.

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Martin Arzberger

Wissen?

Herr Baumbach, können sie den Begriff "Wissen" hier etwas genauer definieren?Naturwissenschaft und Glaube sind kein Widerspruch, denn erstere kann immer nur das "wie" erklären, niemals das "warum".
Glauben setzt da ein wo Wissen nicht möglich ist. Ein Synonym für "glauben" ist "für wahrscheinlich halten". Und die Wahrscheinlichkeit ergibt sich eben aus plausiblen, "glaubwürdigen" Fakten und Anhaltspunkten.
Der Atheismus ist ebenfalls nichts anderes als ein Glaube - aber eben ein wissenschaftlich und philosophisch viel unplausiblerer Glaube als der Theismus. Denn alleine um die Existenz von Materie und Naturkräften ohne ein Schöpferprinzip überhaupt denken zu können, muss man einige intellektuelle Verrenkungen konstruieren.
Die Urtexte der Evangelien liegen uns heute fast vollständig vor und auch die philologische Bibelwissenschaft der letzten Jahrzehnte hat nicht an ihrer Glaubwürdigkeit rütteln können.
Ihr Beitrag erscheint mir jedenfalls reichlich unreflektiert.

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Ralf Vormbaum

@Renate Simon

"..., zumal der Papst in seiner jetzigen "Form" so alt nun doch noch nicht ist und in der Bibel wohl auch gar nicht vorgesehen."

Mag sein, dass Sie die Apostel bei Ihrer Lektüre der Bibel übersehen haben.

"Abweichungen von welcher Lehre? Die des Papstes?"

Nicht des Papstes, sondern der Kirche, wobei dem Papst in Fragen des Dogmas die letzte Entscheidungsautorität zukommt. Wesentliches Gremium sind und waren immer die Konzilien.

"Alles andere wäre für mich blinder Gehorsam, weniger Glaube."

Lesen Sie einmal das Buch "Einführung in das Christentum" von Joseph Ratzinger, das eine der fundiertesten Auseinandersetzungen mit Fragen des christlichen Glaubens und Katholizismus darstellt. Die Mühe sollten Sie sich vor aller Kritik machen.

"...wenn andere "Gläubige" meinen, andere evtl. bekehren... zu müssen "

Wenn ich derzeit einen ausgeprägten Bekehrungseifer erkennen kann, so bei Atheisten.

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Cornelia  Holtmann

Sehr geehrter Herr Baumbach,

zur Lektüre empfehle ich das Kapitel "Erste Gespräche über das Verhältnis von Naturwissenschaften und Religion" in Heisenberg "Der Teil und das Ganze", oder die Vorträge Max Plancks, z. B. "Sinn und Grenzen der exakten Wissenschaft" oder "Religion und Naturwissenschaft".

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 18.05.2012 18:57 Uhr

Frau Holtmann, nichts läge mir ferner,

als irgendwen von irgendwas in Glaubensfragen überzeugen oder gar bekehren zu wollen. Ich mache Ihnen den Glauben nicht streitig, ich teile ihn nur nicht.

Aber die Heftigkeit der hier stattfindenden Diskussion lässt sich mir die Nackenhaare kräuseln. Ich habe nichts gegen die katholische Kirche, ich war mal evangelisch, ist sehr lange her und ich glaube an gar nichts.
Ich kann allerdings den vorbehaltlosen Glauben mancher hier nicht nachvollziehen und die Vehemenz, mit der hier dafür eingetreten wird.

Und letztlich ging es doch um Merkel... die wieder von Dingen redete, von denen sie eigentlich auch nicht so die rechte Ahnung hat. Die Realität sieht in vielen Bereichen anders aus, als von ihr heute beschrieben.

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Detlev  Baumbach

Mission, Mission...(2 x reicht)

Sehr geehrter Herr Meyer, ich habe schon Schwierigkeiten nachzuvollziehen warum sich Menschen gegen das überlegene Prinzip "Wissen" zu Gunsten des beliebigen Prinzips "Glauben" entscheiden. (Beliebig, weil glauben kann jeder so ziemlich alles, Wissen muss hart erarbeitet werden und ist beweisbar und überprüfbar - wenn das bei Glauben auch so wäre müsste es nicht Glauben heißen sondern hieße vor vorneherein Wissen)
Absolute Probleme habe ich damit, wenn jemand von absoluten Wahrheiten faselt. Erstens gibt es definitiv keine absoluten Wahrheiten, sondern immer nur interessengeleitete Interpretationen, die bei differierenden Interessen immer interessanterweise sehr unterschiedlich ausfallen. Zweitens sollte man seine "Wahrheiten" wenn schon, dann nicht aus dem unwissenschaftlichen Märchenbuch - auch genannt Bibel - ableiten. Denn die wurde von der Macht- und Interessengeleiteten "Glaubensverbreitungszentrale" Vatikan nachgewiesenermassen nach Bedarf abgeändert und passend gemacht.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 18.05.2012 18:28 Uhr

Herr Meyer, bei allem Respekt

den ich Ihrem Glauben entgegen bringe, aber die einzige Wahrheit? Nehmen das nicht alle Kirchen für sich in Anspruch, egal welche? Sollten nicht alle, egal ob gläubig oder nicht, da mehr Toleranz anderen gegenüber aufbringen und jeden den Glauben leben lassen, den sie haben? Mit den ewigen Qualen der Hölle werden Sie niemanden begeistern, es erinnert mich eher an das Mittelalter. Und das ewige Leben, egal ob an der Seite Jesu oder nicht kann mich nun wirklich nicht reizen, mir reicht das eine, was ich gerade lebe.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 18.05.2012 18:21 Uhr

Herr Arzberger, Sie werden wohl kaum einen Ungläubigen

zum Glauben bekehren können. Es mag wohl sein, dass der eine oder andere Pfarrer aufgrund seiner Persönlichkeit, seiner Predigten etc. Gehör und dadurch evtl. neue Gläubige findet. Manch einer findet in Not oder Krankheit zurück zum Glauben, das ist etwas anderes. Aber ich wäre so oder so "beratungsresistent" ;-)

Zur Bibel, ich bin absolut nicht bibelfest, meine aber, dass das Neue Testament in vielen Dingen mehr einer Fabel entspricht. Wenn ich denn die Bibel lesen wollte, würde ich das Alte Testament bevorzugen.

Was die Kirchen untereinander oder miteinander ummodeln wollen, entzieht sich meiner Kenntnis, da Kirche mir als solche immer suspekt war und ist.

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Cornelia  Holtmann

Sehr geehrte Frau Simon,

aber ich habe den Eindruck, dass Sie die Katholiken von den Nachteilen ihrer Kirche überzeugen wollen. Natürlich können Sie "Tu es Petrus ..." anders interpretieren, als die katholische Kirche das tut, nämlich als die Einsetzung des ersten Papstes. Nur Katholiken sollten das eben nicht tun. Und die Gründe dafür hat Herr Arzberger doch überzeugend dargelegt.

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Martin Arzberger

Sehr geehrte Frau Simon,

das war nicht auf Sie bezogen, sondern auf die Katholiken, die immer wieder fordern, die Katholische Kirche zum Protestantismus umzumodeln.
Natürlich ist es erlaubt zu denken, aber nach katholischer Überzeugung (es würde wohl den Rahmen sprengen, die 500 Jahre alte Diskussion über das Papstamt hier aufzuwärmen) ist der Papst der Stellvertreter Christi und seine Aussagen haben damit nun einmal ein gewisses Gewicht. Zumal bestimmte Forderungen nicht nur dem Papst, sondern auch der Bibel selbst klar widersprechen.
Zumindest bei krassen Abweichungen von der Lehre, sollte man sich zumindest schon hinterfragen, ob man noch der richtigen Religion angehört. Es würde doch auch niemand zum Hinduismus konvertieren und sich dann über den Polytheismus beschweren, oder? Welchen Sinn sollte das denn haben, außer den Gläubigen, die ihre Religion ernst nehmen, in die Suppe zu spucken?
Und wieso sollte es "bedenklich" sein, wenn man meine Meinung vertritt und versucht, andere von ihr zu überzeugen?

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 18.05.2012 17:33 Uhr

Herr Arzberger, ich träume von gar nichts,

bin zwar evangelisch getauft worden, aber mangels eines Glaubens längst nicht mehr in der Kirche.
Die katholische Kirche und der Papst... das wäre nun ein mehr als abendfüllendes Thema, zumal der Papst in seiner jetzigen "Form" so alt nun doch noch nicht ist und in der Bibel wohl auch gar nicht vorgesehen. Abweichungen von welcher Lehre? Die des Papstes? Das mag für Katholiken das Maß aller Dinge sein, ich finde das etwas unkritisch und auch als Katholik sollte man doch bei aller Liebe zum Pontifex auch mal hinterfragen dürfen, was sinnvoll ist oder nicht. Alles andere wäre für mich blinder Gehorsam, weniger Glaube.

Möge doch jeder glauben und leben, was er mag. Ich finde es nur bedenklich, wenn andere "Gläubige" meinen, andere evtl. bekehren oder von den Vor- oder Nachteilen der jeweils anderen Kirche überzeugen zu müssen.

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Ottfried Meyer
Ottfried Meyer (Gladium) - 18.05.2012 17:19 Uhr

Mission, Mission, Mission!

Die von unserer hl. römisch-katholischen Kirche verbreitete Wahrheit ist nun einmal die einzig wahre Wahrheit. Unsere hl. römisch-katholische Kirche steht in apostolischer Sukzession, d.h. die Reihe der Päpste reicht bis hin zum Apostel Petrus zurück, dem unser Herr Jesus Christus dazu auserkor, der Felsen zu sein, auf dem er seine Kirche bauen wollte. Auf dieser Grundlage kann und darf es keine Abweichung geben. Es sei denn, die Menschen ziehen nach ihrem Tode nicht das Ewige Leben an der Seite Jesu Christi vor, sondern die ewigen Qualen in der Hölle. Ich meine, die Priester, Diakone und Bischöfe müssen hier klar Position beziehen und auf die Folgen sündhaften Verhaltens eindringlich hinweisen.

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Ottfried Meyer
Ottfried Meyer (Gladium) - 18.05.2012 17:14 Uhr

Sie irren!

Die Enzyklika "Humanum vitae" ist für jeden Gläubigen bindend und verpflichtend. Verhütung oder gar Abtreibung sind für jeden rechtgläubigen, romtreuen Christen schwere Sünden, die mit Exkommunikation und der Hölle nach dem Tode bestraft werden. Offenbahr ist dies vielen Priestern und Bischöfen nicht mehr ganz klar.

Wenn in einer rechtmäßig geschlossenen Ehe keine Kinder geboren werden, ist es eine fundamentale Aufgabe des Priesters, das Gespräch mit den Eheleuten zu suchen und zu klären finden, welche Gründe für die Kinderlosigkeit vorliegen. Dies ist Teil seiner seelsorgerlichen Arbeit.

Wenn wir nun einmal in Länder schauen, in denen Priester und Bischöfe ihre Pflichten ernst nehmen, so etwa in Afrika und Südamerika, dann stellen wir sehr schnell fest, dass dort weitaus mehr Kinder getauft werden, als es kirchliche Beerdigungen gibt. Durch den seelsorgerischen Einsatz der Priester, Diakone und Bischöfe werden dort die Gebote Gottes und der HRKK befolgt.

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Martin Arzberger

Richtig

, jeder kann nach seiner Fasson selig werden. Ich frage mich nur, wieso Menschen, die die katholische Morallehre ablehnen, welche untrennbarer Bestandteil ihrer Religion ist, weiterhin Mitglied in der Kirche bleiben?! In der EKD hätten sie doch all das wovon sie träumen - und wären auch gleich den lästigen alten Papst los, der ständig von so unangenehmen Dingen wie "Sünde", "Werten" oder "Moral" redet.
Im Gegensatz zum Protestantismus, der in verschiedenen Ausprägungen existiert, ist der Katholizismus nun einmal eine einheitliche Lehre und untrennbar mit dem Papst verbunden. Deshalb ist es durchaus bedenklich, wenn es immer größere Abweichungen von der Lehre gibt.

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klaus-juergen regenauer

Gott sei Dank

Wie gut dass sich immer weniger Menschen von der katholischen Kirche in ihr (Sexual-)leben reinreden lassen ! Wer braucht schon eine kirchliche Sexualmoral ? Kein Mensch !

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 18.05.2012 16:33 Uhr

Herr Meyer, Ihre Aussage befremdet mich ein wenig

Priester und Bischöfe haben ihre Gläubigen überhaupt nicht mehr im Griff? Wie stellen Sie sich das Gegenteil vor? Bevormundung bis ins Schlafzimmer?
Sie mögen nach dem Diktakt des Papstes leben mögen, aber wir leben alle in einem freien Land, in dem jeder doch nach seiner Fasson selig werden können sollte.

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Helmut Teichmann

"...Ex cathedra"?

Da verwechseln Sie wohl was...:
Das letzte Dogma (= eine grundlegende "Lehrmeinung", die "ex cathedra" verkündet wird) - gab es im Jahre 1950 (PiusXII).
Spätere Aussagen über Geburtenkontolle haben damit wohl schwerlich was zu tun.

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Thomas Fahrig
Thomas Fahrig (tf14) - 18.05.2012 15:24 Uhr

was macht denn...

...unsere ehrenwerte Bundeskanzlerin auf dem Katholikentag? Ist sie da als Lutheranerin nicht auf der falschen Veranstaltung? Da gibt es doch bestimmte andere Politiker, mit passender Konfession.

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Jahrgang 1971, Redakteurin in der Politik.

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