Home
http://www.faz.net/-gpg-11k7c
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kampf gegen Steuerhinterziehung Glos durchkreuzt die Pläne Steinbrücks

 ·  Steinbrücks Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung hält Bundeswirtschaftsminister Michael Glos für gefährlich. Er befürchtet, dass Deutschland als Standort „erheblichen Schaden“ erleiden und sich isolieren würde.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (13)
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Ralf Schneider
Ralf Schneider (ralf61) - 26.01.2009 08:39 Uhr

Glos und seine Klientel

das Glos sich für Steuerbetrüger in die Bresche wirft rundet das Bild dieses realitätsfernen, gescheiterten Politikers ab. Es gibt vielleicht ausser Tiefenssee keinen schwächeren Minister in der Runde um Merkel, der einen hat den Ossi-Bonus, der andere ist der Bayern-Kompromiss. Mit seinen "Vorschlägen" untergräbt Glos die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung und den gesellschaftlichen Konsenz.

Empfehlen
Wolfgang G. Runte

Kampf oder nicht doch schon ein Krieg von Steinbrück?

Wenn man ordentliche Steuergesetze mit ordentlichen Bemessungsgrundlagen und Steuersätzen macht. Die Steuerverschwendung, als Spiegelbild der Steuerhinterziehung, dieser in Verfolgung und Bestrafung gleich stellt, erübrigt sich jeder K(r)ampf gegen Steuerhinterzieher von ganz allein. Aber was Steinbrück anstellt, ist schon ein Krieg gegen mutmaßliche Steuerhinterzieher. Es ist eine Verbindung aus Neoimperialismus und Neokolonialismus mit neuen, anderen Waffen! Oder soll am deutschen Steuerwesen die ganze Welt genesen? Diese arrogante Haltung eines stellvertretenden SPD-Vorsitzenden gegenüber souveränen Staaten disqualifiziert ihn (und die Partei?) für jegliches Amt und Mandat in diesem Staat!

Empfehlen
Ernst-Markfried Kraatz

Daß eine idiotische Steuerpolitik zu "creativem" Steuerverhalten

geradezu einlädt, darauf kommen Sozialisten natürlich nicht. Aber natürlich verstehen sie es exzellent, Leistungsträgern in die Tasche zu fassen und unter dem Rubrum "sozialer Gerechtigkeit" zu verteilen, was andere erarbeitet haben.

Empfehlen
Joachim Hofmann
Joachim Hofmann (Nanut) - 24.01.2009 14:17 Uhr

Kampf gegen Steuerhinterziehung

Herr Steinbrück ist nichts anderes als ein billiger Agitator für einen sozialdemokratischen Zuchthausstaat (frei nach Eugen Richter), der die schweizerische Souveränität und Demokratie als Stuss erachtet. Grässlich wie gestapo-stasihaft wohlanständige Menschen kriminalisiert und behandelt werden in Deutschland. Sie werden ausgeplündert und teilweise in den Bankrott getrieben. Hat das System? Der ungepflegte und eiskalte Steuermielke Ondracek (oberster Steuerfander) ist ein Handlanger dieser Methodik.

Empfehlen
Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 24.01.2009 14:08 Uhr

Es zeigt sich mal wieder

daß alle diese Menschen Ihren Job nicht gut erledigen. Eine radikale Vereinfachung des Steuesystems würde dieses Hickhack unter diesen unbedeutenden Kampfhähnen völlig überflüssig machen.

Empfehlen
Charles Stieger

Schlupflöcher

Neidkultur hat gerade jetzt in DE Hochkonjunktur. Da tut sich partei- und wahlpolitisch für Peitschenschwinger & Co. ein grosses Potential an Wählerstimmen auf. Zudem steht ja in DE das Wohlergehen von Wirtschaft und Gesellschaft weit hinter wahltaktischen Ueberlegungen. Also, weiter so Herr Steinbrück!

Empfehlen
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 24.01.2009 13:47 Uhr

Steinbrück wird immer problematischer

Wie an anderer Stelle zu erfahren ist, arbeitet unser Finanzministerium auch zunehmend mit "Nichtanwendungserlassen" (Befehl zum Ignorieren von Gerichtsurteilen hisnischtlich gleichartiger Fälle - eine krasse Rechtsmissachtung), Durchführungsverordnungen, mit denen Gesetzestexte und -konzepte zu Gunsten der Staatskasse verändert werden (deshalb sind einige Steuergesetze so schön schwammig formuliert). Und die dreiste Anmassung, Deutschland könne anderen souveränen Staaten befehlen, wie sie ihr Steuerrecht gestalten, spricht von hoheitlichem Selbstverständnis aus dem Mittelalter. Ein deutscher Politiker hat kein Recht, anderen Staaten zu befehlen, wie sie ihr Wirtschaftsleben oder ihren Staatshaushalt regeln. Daß diese Staaten mit niedrigeren Steuern und niedrigeren Staatsausgaben erfolgreicher sind, sollte eher dazu führen, daß deutsche Politiker sich überlegen, ob man von ihnen etwas lernen könnte!

Empfehlen
Gojko Branovic-Grosse

Selbstverpflichtung

irgendwie ist das gesamte Gezerre unverständlich. Ich war selbst einige Jahre Geschäftsführer eines Unternehmens mit dem Haupt- und Produktionssitz in der Schweiz. Keine Briefkastenfirma, keine Steuerflucht für den Fiskus. Die Produkte sind Global vertrieben worden und für den Handel mit Deutschland gab es UStID Nummer vom zuständigen Finanzamt. Mit den meisten Schweizer Banken hatte ich Probleme, weil sie kaum in der Lage waren Auslandszahlungen in einem vernünftigen Zeitraum zu verbuchen, oder gar dem richtigen Inlandskonto zuzuordnen. Das nur als süffisante Anmerkung am Rande. Das Wesentliche jedoch ist, dass es bereits bei div. Unternehmungen üblich ist, Geschäfte mit der Schweiz zu "verweigern" und darauf zu bestehen dass eine, dem Landesrecht unterstehenden Gesellschaft die Geschäfte abwickelt und die Rechnungsstellung vornimmt. Ebenso wird darauf bestanden, dass Rechnungen auf Inlandskonten beglichen werden und nicht Zahlungen in die Schweiz erfolgen dürfen. Also, warum nicht auch in Deutschland eine derartige Selbst-Verpflichtung? Das jeder Manager eines Unternehmens, dass sich einer solchen Selbstverpflichtung anschliesst, eine unmoralische Sau ist, wenn er dagegen im Privaten verstösst ist ein gewollter Nebeneffekt.

Empfehlen
Kay Schmelzer

Die

DDR lässt grüßen.

Empfehlen
Closed via SSO
Friedrich Lorenz (LOCONS) - 24.01.2009 09:04 Uhr

Das klammheimlich deklarierte Recht auf Steuerhinterziehung ...

... als Standortvorteil. So kann man es natürlich auch sehen. Genial, dieser Herr Glos.

Empfehlen
Rolf Joachim Siegen

Der umtriebige Peer Steinbrueck

duerfte jetzt unter Entzugserscheinungen leiden. Denn er hat ja schon das krumme, aber aufregende Ding mit Lichtenstein gedreht (Hand in Hand mit den willfaehrigen Jungs vom Bundesnachrichtendienst). Solides, gesetzeskonformes Handeln ist seine Sache nicht, da zu langweilig. Er braeuchte dringend seinen naechsten Kick. Nun, die herannahende Bundestagswahl und ein ruhiger Platz auf der Oppositionsbank mag den armen Peer von seinem Leiden erloesen.

Empfehlen
uwe gottwald

Das Fallbeil könnte eine Renaissance erleben ,Michl

Glos macht sich um die nächste /letzte Finanzblase verdient . Ob er denkt , er könne später einmal auf einer Almhütte mit einer Bewährungsstrafe rechnen , wenn er jetzt die entscheidende Chance für einen Neuanfang der Finanzsystem blockiert.

Empfehlen
CoolP (CoolP) - 23.01.2009 20:37 Uhr

Wer Lücken nicht füllt ...

produziert sicherlich einen ungeheuer attraktiven Standort Deutschland, Herr Glos. Man kann sich wirklich auf die Schulter klopfen, wenn Deutschland wegen seiner Schlupflöcher, der Subventionspolitik und derzeit auch wegen "schneller Hilfen" attraktiv für Unternehmen erscheint ... Gäbe es das alles nicht, mag die ein oder andere Firma wieder gehen, doch dann muss man die Frage stellen, ob man diese je hier haben wollte. Auch die (Länder-)Konkurrenz ist zumindest im EU-Rahmen absehbar auf eine Linie zu bringen, sonst wird Deutschland zwar Vorbild sein, aber irgendwie auch ganz schön naiv ... Dass eine CDU/CSU beim Thema "Steuerhinterziehung" sensibel reagiert, verwundert mich jetzt gar nicht ...

Empfehlen

24.01.2009, 10:12 Uhr

Weitersagen