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Kampf gegen Fake-News : Künast stellt Strafanzeige wegen Falschnachricht auf Facebook

  • Aktualisiert am

Die Bundestagsabgeordnete Renate Künast (Grüne) war Landwirtschaftsministerin und Fraktionsvorsitzende. Bild: dpa

Die Grünen-Politikerin Renate Künast wehrt sich mit juristischen Mitteln gegen die Verbreitung einer Falschnachricht auf Facebook. Es geht um ein erfundenes Zitat von ihr.

          Die Grünen-Politikerin Renate Künast geht laut einem Bericht des Magazins „Der Spiegel“ mit Strafanzeigen gegen die Urheber gefälschter Nachrichten bei Facebook vor. Seit dem vorigen Wochenende hatten demnach mehrere Facebook-Seiten ein Foto der Politikerin samt einem vermeintlichen Zitat gepostet, wonach Künast über den Mord an der Studentin Maria und die Festnahme eines Verdächtigen in Freiburg gesagt habe: „Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen.“ Als angebliche Quelle für das Zitat wurde die „Süddeutsche Zeitung“ genannt. Künast stellte laut „Spiegel“ nun Strafanzeige gegen die Betreiber einer rechtsnationalen Facebook-Seite sowie gegen Unbekannt.

          Zugleich kritisierte Künast Facebook scharf. Trotz der eindeutigen Sachlage habe es gut drei Tage gedauert, bis der Eintrag verschwunden sei. Fake News müssten künftig „umgehend nach Meldung gelöscht werden“, sagte Künast dem Magazin. Am Donnerstag habe sie eine Entschuldigung der deutschen Facebook-Lobbyistin per E-Mail erhalten.

          Künast hatte im vergangenen Sommer mit einer Twitter-Nachricht einen Shit-Storm ausgelöst. Damals reagierte sie auf den Angriff eines 17 Jahre alten afghanischen Flüchtlings, der Fahrgäste in einem Regionalzug bei Würzburg mit einer Axt und einem Messer attackiert hatte. Ein Spezialeinsatzkommando hatte den flüchtigen Täter damals gestellt und erschossen, da er auch auf die Beamten losging. Künast twitterte: „Tragisch und wir hoffen für die Verletzten. Wieso kann der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!“ Kritiker warfen ihr vor, in dem Tweet den Täter zum Opfer gemacht zu haben. Künast relativierte ihren Tweet später und teilte mit: „Ein Tweet ist offenbar viel zu kurz, um auf so eine gewalttätige Attacke angemessen zu reagieren.“

          Quelle: dpa/nto.

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