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Kamerun : Kinder als Selbstmordattentäterinnen in den Tod geschickt

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Boko Haram verübt immer wieder blutige Anschläge. Nach einer Attacke vor wenigen Tagen sucht eine Frau in den Trümmern nach Kochgeschirr. Bild: dpa

Boko Haram terrorisiert seit 2009 den Nordosten Nigerias. Von dort aus mussten drei Mädchen als Selbstmordattentäterinnen die Grenze zu Kamerun überqueren.

          Im Norden Kameruns sind nach Militärangaben drei Mädchen ums Leben gekommen, die für die islamistische Terrormiliz Boko Haram Selbstmordanschläge verüben sollten. Zwei von ihnen hätten ihre Sprengsätze gezündet, nachdem sie von Nigeria aus die Grenze überquert hatten und von der Polizei entdeckt worden waren, wie der Armeechef der Region Mayo-Sava am Samstag mitteilte. Ein drittes Mädchen sei in der grenznahen Stadt Mora getötet worden, als es zu fliehen versuchte. Das Alter der Mädchen wurde auf 11 bis 15 Jahre geschätzt. Zwei weitere Mädchen seien anscheinend entkommen.

          Boko Haram terrorisiert seit 2009 den Nordosten Nigerias und Grenzregionen der Nachbarländer. Bei Anschlägen und Angriffen kamen nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 20.000 Menschen ums Leben. Die Gewalt trieb rund 2,7 Millionen Menschen in die Flucht, mehr als 5 Millionen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Experten warnen vor einer Hungersnot in dem Gebiet.

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