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Jugendschutz Schröder nimmt FSK in die Pflicht

 ·  Nach dem Filmtest der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist eine neue Diskussion über die FSK-Freigabestufen entbrannt. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) appellierte bei ihrem Treffen mit dem Gremium am Donnerstag an dessen Pflichtbewusstsein.

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Marcus Fronto

Ein Lob der FAZ

dass sie mit einem konzisen, unaufgeregten Artikel eine Bundesministerin bewegt hat, eine wichtige Sache anzupacken auf die sie auch hätte alleine kommen können. Auf der anderen Seite blickt man hier in Erziehungsabgründe, wenn ich an all die Kommentare zu den früheren Beiträgen zu diesem Thema denke: Sobald jemand Anstrengungen macht, die Jugendlichen durch bestimmte Regularien zu schützen, kommt sofort das völlig deplazierte Zensurgeschrei. Den Vertretern der totalen Medienfreiheit sei empfohlen, sich einmal eingehend über die Verhältnisse an einem durchschnittlichen (!) deutschen Gymnasium zu informieren. Sie werden Verwahrlosung (in Gestalt indifferenter Eltern) überall antreffen. Wenn nur die Hälfte der Empörung über den unguten Teil der Moslems in Deutschland sich auch an diese deutschen Eltern richten würde!

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Martin Krancher

Muss man das verstehen?

"Wenn ein Prüfgremium der Ansicht sei, ein Film sei für 14 Jahre alte Jugendliche in Ordnung, für zwölf Jahre alte Kinder aber noch nicht, dann müsse er die Freigabe „ab 16“ bekommen, sagte Frau Schröder." Würde da nicht Sinn machen die Alterfreigaben zu überarbeiten? Ein film ist für 14jährige ok, aber für 12jährige noch nicht... und wird ab 16 freigegeben... wenn das so ist, dann tut es mir leid aber macht die ganze FSK (die ja schon im Namen eigentlich irreführen ist, da sie ja nicht wirklich "freiwillig" ist!) keinerlei Sinn. Wenn ein Film für 14jährige ok ist, dann ist er ab 14. Punkt. Wenn er ab 16 ist dann ist er ungeeignet für Personen unter 16 Jahren... Woher sollen bitte die Eltern genau wissen welche von den "ab 16"-Filmen nun für 14jährige schon geeignet sind, welche nicht? Es ist doch ein einziger Zirkus was da betrieben wird!

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Jean Baptiste

Staat und Nichtstaat

Frau Schröder benimmt sich mit ihren Aktionen wie ein Kleinkind, das man an die Tastatur eines Computers setzt: es hackt darauf herum und schaut dann erstaunt, was dabei rauskommt.
Sie verkündet, dass es nicht nur der Staat sein kann, der Filme auf Jugendverträglichkeit testet, sondern auch andere Organisationen wie z. B. die Kirche. Die Interessen zwischen Staat und Kirche sind jedoch anders gelagert. Während die Kirche daran interessiert ist, ihre Schäfchen zu indoktrinieren, sie also in ihre Lehre einzuführen, ist der moderne Staat ein weltliches Gebilde, das von einer ideologischen Zensur absehen sollte. Ein Blick auf den Kirchenindex genügt, um zu sehen, was alles aus den Kinos und Buchhandlungen verschwinden würde, wenn die Kirchen bei der staatlichen Zensur mitwirken. Außerdem müssen in einem Mulitkulti-Staat nicht nur christlichen Kirchen bei der staatlichen Zensurbehörde mitwirken, sondern auch Vertreter aus dem Islam und andere Weltreligionen.
Es beunruhigt mich, dass in Deutschland Politiker keinerlei geisteswissenschaftliche Bildung mehr haben und dass sie ähnlich wie Moderatoren nach dem Grinsfaktor ausgewählt werden.

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