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Samstag, 18. Februar 2012
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Joschka Fischer zur Lage der Grünen Mahnung vom Übervater

01.10.2007 ·  Trotz der Führungsprobleme bei den Grünen denkt Joschka Fischer nicht über eine Rückkehr nach: „Die Tür ist zu“, sagt er und warnt seine Partei vor dem Absturz. Die Parteispitzen reagieren mit Ironie und Gelassenheit.

Von Stephan Löwenstein, Berlin
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Der frühere Außenminister Fischer sieht sich durch die gegenwärtigen Führungsprobleme in seiner Partei, den Grünen, nicht veranlasst, seinen Rückzug aus der Politik rückgängig zu machen. „Das ist vorbei, das ist zu Ende“, sagte er der Zeitschrift „Der Spiegel“. Auch den Afghanistan-Sonderparteitag vor zwei Wochen habe er nicht verfolgt. „Die Tür ist zu.“

Doch gab Fischer Einblick in sein von ihm als qualvoll empfundenes Verhältnis zu seiner Partei. „Sie hat mir zwar einen großartigen politischen Aufstieg ermöglicht. Aber am Ende war ich müde, einfach nur noch müde. Dieser ewige Kampf zwischen Illusion und Realität, diese Diskussionen mit Leuten, die manchmal kaum wissen, worüber sie reden, haben mich erschöpft. Ich ließ mir zwar nichts anmerken, aber ich war wundgerieben.“

„Die ganze Fischer-Diskussion ist gaga“

Seiner Partei gab er die Mahnung auf den Weg, es koste einen hohen Preis, sich in die Illusion zu verabschieden. „Denn man hat danach einen langen Rückweg anzutreten oder kann gar völlig abstürzen.“ Der Grünen-Parteivorsitzende Bütikofer zeigte sich angesichts dieser Prophezeihungen ironisch-gelassen. Der Parteivorstand habe für die Beiträge Fischers in dem Heft „eine lange Lesepause“ eingelegt. „Es waren alle am Ende begeistert, das hat uns beflügelt.“

Auch der Fraktionsvorsitzende Kuhn tat kürzlich im „Hamburger Abendblatt“ angesichts der Frage, ob die Grünen wieder einen „Übervater“ wie Fischer bräuchten, kund: „Die ganze Fischer-Diskussion halte ich für gaga.“ Auch Fischer habe auf Parteitagen in der Opposition nie eine Mehrheit in irgendeiner außenpolitischen Frage bekommen. „Die Mehrheiten kamen, als wir in der Regierung waren. In der Opposition sind außenpolitische Fragen schwieriger durchzusetzen als in der Regierung. Das war der Unterschied bei diesem Parteitag.“

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