http://www.faz.net/-gpf-96ze3

Wer folgt auf Merkel? : Spahn: „Es hat sich immer jemand gefunden“

  • Aktualisiert am

Spahn sprach sich für einen Wettbewerb um die Spitzenposition aus, „wenn es soweit ist“. Bild: EPA

Finanzministerium? Weg. Innenministerium? Adé. Angela Merkel? Noch da. Doch Präsidiumsmitglied Jens Spahn sieht die CDU gut gewappnet für die Zeit, wenn die Kanzlerin nicht mehr Merkel heißen sollte.

          Innerhalb der CDU hält die Diskussion über ein Ende der Ära von Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel an. Das Präsidiumsmitglied Jens Spahn sagte, er sehe seine Partei personell für die Zeit nach Merkel gewappnet. Die CDU habe überall gute Leute, sagte er in einem am Samstag online veröffentlichten Interview mit der österreichischen „Die Presse am Sonntag“.

          Konkret nannte der Vertreter des konservativen Parteiflügels den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, den thüringischen Parteichef Mike Mohring, die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner und die Bundestagsabgeordneten Paul Ziemiak und Carsten Linnemann. Auf die Frage, ob es Kandidaten gebe, die auch sofort das Ruder übernehmen könnten, antwortete Spahn: „Nach meiner Erfahrung hat sich immer jemand gefunden, wenn es soweit war.“

          Spahn sprach sich für einen Wettbewerb um die Spitzenposition aus, „wenn es soweit ist“. „Wir sind doch nicht in einer Monarchie, in der man seine eigene Nachfolge selbst regelt“, sagte der Vertreter des konservativen Parteiflügels. „Wenn es soweit ist, dann werden sich Kandidaten auch durchsetzen müssen.“

          Regierungsbildung : Der bittere Beigeschmack der Einigung

          Zuvor hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch die CDU aufgerufen, sich auf die Zeit nach Merkel vorzubereiten. Merkel steht innerparteilich in der Kritik, weil die Partei bei den Koalitionsverhandlungen das Finanzministerium an die SPD und das Innenministerium an die CSU abgetreten hat. Auch Spahn, derzeit noch geschäftsführender Finanz-Staatssekretär, nannte den Verlust der Ministerien einen „harten Schlag“.

          Weitere Themen

          Friedlicher Auftakt in Ostritz

          Neonazi-Festival in Sachsen : Friedlicher Auftakt in Ostritz

          Noch ist alles friedlich im sächsichen Ostritz, das sich Neonazis für dieses Wochenende als Festivalort ausgesucht haben. Mehr als 1000 Menschen organisieren mit einem Friedensfest eine Gegenveranstaltung. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zeigt klare Haltung.

          Nordkorea will Atomtests stoppen Video-Seite öffnen

          Ziel erreicht : Nordkorea will Atomtests stoppen

          Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sprach von einem Schritt nach vorne. Wichtig sei jedoch, dass er auch zu einer überprüfbaren Denuklearisierung führen würde.

          Topmeldungen

          Klimaforschung : Der Planet steht, das System wankt

          Von wegen Pause: Im Meer, im Eis, im Grünen und in großer Höhe, der Klimawandel kommt immer schneller auf Touren und hinterlässt radikaler denn je seine Spuren in den Datenreihen.
          Viel Betrieb: Der Mainkai soll von Sommer an zwischen Untermainbrücke und Alter Brücke für den Autoverkehr gesperrt sein (hier die Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße und Mainkai).

          FAZ Plus Artikel: Sperrung zur Probe : Autoverbot auf dem Mainkai

          Das Frankfurter Verkehrsdezernat will die nördliche Mainuferstraße zwischen Untermainbrücke und Alter Brücke auf Probe sperren. Am Mainufer selbst soll wieder mehr Platz für Passanten sein.
          Die deutsche Serie „Babylon Berlin“ konnte an internationales Niveau anknüpfen. Beim „Serien-Summit“ in Köln wird darüber diskutiert, wie sich solche Erfolge wiederholen lassen.

          Zukunft der deutschen Serie : Muss es immer pompös sein?

          Mit Serien wie „Babylon Berlin“ und „Bad Banks“ ist die deutsche Serie international angekommen. Zu viel gutes Fernsehen könne es gar nicht geben, heißt es bei der Kölner Branchenkonferenz „Serien-Summit“. Und wie geht es weiter?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.