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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Islamkonferenz Friedrich verurteilt Aktivitäten von Salafisten

 ·  Bundesinnenminister Friedrich hat sich zu den Koranverteilungen geäußert: „Wir lassen es nicht zu, dass uns die Salafisten mit ihrer Propaganda die Tagesordnung aufzwingen“, sagte er. Die Islamkonferenz verurteilte häusliche Gewalt und Zwangsheirat.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)

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Reiner Moysich

Auch christlichen Absolutheitsanspruch verbieten!

Sicher hat Bundesinnenminister Friedrich Recht, wenn er sagt, „Der Absolutheitsanspruch der Salafisten ist nicht vereinbar mit unserem Grundgesetz.“ Jedoch sind dieses Grundgesetz und andere Gesetze (z.B. Feiertagsgesetz) vom christlichen Absolutheitsanspruch geprägt, gegenüber allen anderen religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen – sogar massiv – bevorzugt zu werden (siehe z.B. Kirchensteuer und viele staatliche christliche Feiertage).
Diese starke staatliche Bevorzugung der christlichen Kirchen steht paradoxerweise in krassem Widerspruch zum selben Grundgesetz: z.B. Artikel 137.1 WRV „Es besteht keine Staatskirche“ und Artikel 18. Religionsfreiheit. Es wird verboten, die religiöse Freiheit zum Nachteil anderer Weltanschauungen zu missbrauchen, indem auf Bevorzugungen bestanden wird.

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bernd ullrich

Friedrich läßt sich zwingen ...

.... zu den Salafisten musste er was sagen. Wahrscheinlich wollte er nur die Gunst der Stunde nutzen, um sich als Wahrer der christlich-abendländischen Kultur herauszustellen. Denn Argumente gegen die Verteilung des Korans sind kaum greifbar. Das ist deshalb schwierig, weil die christlichen Kirchen, die Zeugen Jehovas und andere Religionsgemeinschaften ihre Broschüren und Bibeln auch schon auf der Straße verteilt haben. Der Hinweis auf die Radikalität der Salafisten hinterläßt auf dem Hintergrund der jahrhundertelangen Herrschaft der katholischen Kirche in Europa einen besonderen Geschmack. Da haben wir schwierigere Zeiten erlebt. Friedrich macht es nach altem Muster: Wir die guten Christen, da die schlechten Muslime. Friedrich ist kein Moderator, sondern Partei. Wenn man ihm zuhört, entdeckt man aus seiner Sicht wenig Verständnis für die Muslime gleich welcher Coleur. Er ist eben ein Katholik, der die Vormachtstellung seiner Glaubensgemeinschaft in Gefahr sieht.

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Roman Gerhard Urbanek

Aber bitte Herr Bundesinnenminister Friedrich, bitte mehr Zivilcourage, denn ….!

Denn nach meiner Rechtsauffassung ist der Koran in sich total widersprüchlich
und jeder Fanatiker kann sich immer eine passende Stelle aussuchen, um auch
seine schlimmsten unmenschlichsten Taten an unschuldig Moslems und von ihm
verurteilten so genannte „ Ungläubige “ , wie Mord und Misshandlung,
sowie die Ausbeutung auch von Frauen und Kindern im Namen Allahs also
Gottes Schandtaten rechtfertigen und deshalb ist der Koran unvereinbar mit
unserem GG und somit verfassungsfeindlich!
Dies ist Fakt und sollte der Islamrunde ohne wenn und aber in aller Deutlichkeit
klar gemacht werden, denn kein Mensch wird gezwungen in Deutschland zu leben
und kann extra Würste verlangen, weil sein Glaube nicht mit unserer Verfassung
und den Gesetzen übereinkommt!
Wir sind ein frei Menschen und wollen es auch bleiben, dafür haben wir Deutsche viele Jahrhunderte und andere Nationen die Völker mit ihrem Blut und Leben bezahlt, auch um Deutschland von einer blutigen Tyrannei zu befreien!!

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 19.04.2012 14:17 Uhr

Wenn die Islamkonferenz häusliche Gewalt und Zwangsheirat verurteilt,

ist sie schon relativ nahe an dem sprichwörtlichen Pudels Kern angelangt. Es fehlt nur noch ein ganz kleiner Schritt und schon dürfte der Islam an sich Gegenstand einer Prüfung ob einer etwaigen Diskompatibilität zur unserer Verfassung und Wertordnung werden.

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Konrad Schultz

Schmatzig hat recht

Wenn der Innenminister dieses unseres Lades sich von ein paar hundert Leuten etwas aufzwingen läßt, stellt sich automatisch die Frage nach seiner Qualifikation zu diesem Posten.
Einmal abgesehen von den teilweise hysterischen Reaktionen wissen diejenigen, die sich wenigstens ein wenig damit befasst haben, dass die Kräfteverhältnisse unter den Muslimen anders geordnet sind. Da kümmert sich jeder um sich, seine Familie, seine Freunde. Die anderen Glaubensbrüder spielen nur eine sehr untergeordnete Rolle, gewissermassen nur am Rande. Deshalb ist die Forderung eines Aufstands der anständigen Muslime bei kriminellen Akten nicht nur oberflächlig, sie zeugt von völliger Unkenntnis dessen, was man da so redet. Denen würde das niemals einfallen. Aber nicht, weil alle Terroristen sind, sondern weil es in ihrem Denken gar nicht vorkommt. Und so betrachtet ist diese Verteilungsaktion ebenfalls nur eine völlig unbedeutende Bagatelle. Oder sollen wir wieder auf neue Gesetze vorbereitet werden?

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ernst augustin

"Die Konferenz verurteilte häusliche Gewalt und Zwangsheirat."

Die baden-württembergische INTEGRATIONSministerin Bilkay Öney (SPD) sieht es offensichtlich ganz anders- Sie kritisierte die Auswahl der Themen und sagte: „Das vermittelt ein falsches Signal und impliziert, dass es im Islam keine Gleichberechtigung gibt.“

Da ist die Integration in guten Händen. Probleme ausblenden und so zu tun als ob alles in bester Ordnung wäre. Ich frage mich was Frau Öney noch so alles denkt und was darüber die SPD Wähler in BW denken.

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fritz Teich

Der Gipfel des Schwachsinnes

Was nicht auf das Gespraech gemuenzt ist. Andere Laender, andere Sitten. Mit der deutschen Verfassung hat es allerdings auch etwas zu tun. Die Verfassung ist nicht antiislamistisch, sondern globalisierungsfreundlich und Salafisten sind Globalisierung live. Herzlich willkommen, liebe Salafisten, diskutiert mit!

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Thomas Mayer

3 Fragen

"Die Salafisten wollen nicht für eine Religion werben, sondern für eine Ideologie.“
Frage 1: Haben Salafisten einen anderen Koran als gemäßigte Muslime?
_______
„Radikale Salafisten sind unter Muslimen in Deutschland nicht mehrheitsfähig“
Frage 2: Woher wissen Sie das? Ich habe keine protestierenden gemäßigte Muslime vor den Salafistenständen gesehen.
_______
Die Islamkonferenz verurteilte häusliche Gewalt und Zwangsheirat. Innenminister Friedrich sprach von einem „wichtigen Signal“.
Frage 3: Hat diese Islamkonferenz in irgendeiner Weise Richtlinienkompetenz, wenn ja für wen. Wenn nicht, dann ist diese Feststellung ungefähr so relevant wie die Fischfangquoten von Lichtenstein.

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egon samu
egon samu (egonsamu) - 19.04.2012 12:35 Uhr

Endlich erkannt?

„Die Salafisten wollen nicht für eine Religion werben, sondern für eine Ideologie.“
Bravo Herr Friedrich!
Der Islam ist eine politische Ideologie, die mit geschicktem Gottesbezug das Leben jedes Einzelnen zu kontrollieren und zu bevormunden versucht. Der Kern dieser Ideologie ist im Koran beschrieben.
Den sollte jeder gelesen haben, der über den Islam diskutieren will.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.04.2012 16:54 Uhr
egon samu
egon samu (egonsamu) - 20.04.2012 16:54 Uhr

Der Unterschied ist ganz einfach erkennbar

Religion ist Privatsache und bietet dem Individuum eine Möglichkeit, eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens zu finden.
Ideologie ist immer politisch: will die Machtverhältnisse in der Gesellschaft im Sinne einer Idee umgestalten.
Der Islam zielt klar auf eine Gesellschaft, wo sich jeder Allah unterwirft und nur noch die Befehle des Koran gelten. (Keine "menschgemachten Gesetze, wie Verfassung...) Das perfide an dieser Ideologie ist, dass sie sich als Religion ausgibt.
Die Geschichte des Islams zeigt, wie oft seine Anhänger mit dem Schwert veruchten, Europa zu erobern. In Spanien z.B. recht erfolgreich sogar. Heute sind sie klüger: unter der Tarnkappe der Religionsfreiheit breiten sie sich hier aus und werden von naiven "Menschenrechtlern" dabei noch unterstützt....

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Lars Münzing

Worin genau liegt der Unterschied?

Herr Samu, verstehe ich Sie insofern richtig, als dass eine Ideologie sich dadurch auszeichnet, eine mehr oder weniger bestimmende Rolle im Leben der Menschen zu beanspruchen? Wie unterscheidet sich dies von Religion? Wäre eine Religion nicht völlig irrelevant, wenn sie diesen Anspruch aufgäbe?

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Guy Schmatzig

Welche Tagesordnung?

mit seiner Äußerung dokumentiert Friedrich für wie schwach er die deutschen Bürger in seiner Vorstellung von repräsentativer Demokratie hält. Diese Menschen verteilen gratis irgendwelche Bücher; und ich denke, nur der in unserem System ist infizierbar, der vom diesem nichts hält und in anderen Gedankenwelten sein Heil sucht.
Diese Leute ließe man ins Leere laufen, würde man/frau die Ausgaben gelesen oder ungelesen in den Bücherschrank oder die Mülltonne werfen und deren "Herrgott" einen guten Mann sein.
"Tagesordnung aufzwingen"?
Was sind das für Führungskräfte und welches Vertrauen haben sie eigentlich in das eigene System, welches repräsentieren!!?
S.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.04.2012 17:25 Uhr
Guy Schmatzig

Herr Teich!

Bei Martin Walser haben Sie gesehen, was passiert, wenn auf diesen Knüppel (Ausschwitzkeule) hingewiesen wird, um sich nah 53 Jahren nicht mehr prügeln zu lassen.
S.

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fritz Teich

Das ist leider eine deutsche Krankheit

Die Deutschen haben sozusagen den Knueppel, mit dem sie 1945 mit Recht gepruegelt worden sinds, gefressen.

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