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Islamismus Druckerei prüft Auftragsabbruch für Koran-Druck von Salafisten

 ·  Die Ulmer Druckerei Ebner und Spiegel will ihre Produktion der Korane, die bundesweit kostenlos von Islamisten verteilt werden, stoppen. Derzeit prüfe man rechtliche Auswirkungen.

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© dapd Ein Salafist in Offenbach bei einer Verteilung von kostenlosen Exemplaren des Koran in der Fußgängerzone

Die Ulmer Druckerei Ebner & Spiegel überprüft ihren Auftrag zum Koran-Druck für Salafisten. „Wir prüfen momentan rechtliche Auswirkungen, wenn wir nicht produzieren oder aber wenn der Auftraggeber den Auftrag abzieht“, sagte ein Sprecher der Druckerei am Donnerstag.

Die Organisation „Die wahre Religion“ hatte dort vorher schon Hunderttausende Korane drucken lassen; sie zählt zu den meist als radikal-islamisch geltenden Salafisten. Der Plan von radikalen Salafisten, die Korane bundesweit kostenlos an Haushalte zu verteilen, entfacht derzeit eine heftige politische Debatte.

Die Zeitung „Die Welt“ hatte am Mittwoch berichtet, die Druckerei wolle die Auslieferung der Koran-Exemplare stoppen. Dass der Auftraggeber „im kritischen Licht“ steht, sei dem Verlag bekannt. „Wir hatten das am Anfang prüfen lassen durch den Verfassungsschutz und die Kripo“, sagte der Sprecher von Ebner & Spiegel.

Der Druck der Korane sei als „unbedenklich“ eingestuft worden. „Für uns ist das ein Auftraggeber wie jeder andere auch. Wir produzieren für unsere Kunden, wie vermarktet und verteilt wird, darauf haben wir keinen Einfluss“, sagte der Sprecher.

FDP sieht keine Handhabe für Verbot der Verteilung

Die FDP sieht unterdessen keine Handhabe für ein Verbot der umstrittenen Verteilung von Gratis-Koranen durch Salafisten. „Solange bei der konkreten Verteilung in Fußgängerzonen oder anderswo keine Gesetze verletzt werden, ist ein Verbot nicht mit dem Rechtsstaat vereinbar“, sagte die FDP-Innenexpertin Gisela Piltz der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Donnerstag. Die Verfassung schütze das Werben für den eigenen Glauben, solange dieser nicht die Verfassung ablehne.

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