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„Irritationen ausgelöst“ Westerwelle kritisiert Urteil zu Beschneidungen

 ·  Das Urteil zur religiös motivierten Beschneidung habe „international Irritationen ausgelöst“, sagte Bundesaußenminister Westerwelle am Freitag. Der Staatskirchenrechtler Heinig sagte der F.A.Z., durch das Urteil sei eine „Situation der Rechtsunsicherheit“ eingetreten.

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Bundesaußenminister Westerwelle hat das Urteil des Kölner Landgerichts zu Beschneidungen kritisiert. Das Urteil, in dem religiös motivierte Beschneidungen von Jungen als Körperverletzung gewertet werden, habe „international Irritationen ausgelöst“, sagte der FDP-Politiker. Als weltoffener Staat müsse Deutschland religiöse Traditionen wie die Beschneidung als Ausdruck von Vielfalt schützen, forderte er in der „Bild“-Zeitung.

Die Religionsbeauftragte der Bundestagsfraktion der Unionsparteien, Maria Flachsbarth (CDU) sagte, für das Erziehungsrecht sei es „grundlegend, die Kinder im eigenen soziokulturellen Kontext zu erziehen“.

Kritik an dem Urteil übte auch der Kölner Kardinal Meisner. „Das Urteil konstruiert eine Schutzpflicht des Staates gegenüber einer Elternentscheidung, die für jüdische Eltern eine biblisch begründete Elternpflicht ist und für muslimische Eltern in einer verpflichtenden religiösen Tradition gründet“, sagte er.

Der Staatskirchenrechtler Hans Michael Heinig sagte der F.A.Z. durch das Urteil sei eine Situation der Rechtsunsicherheit eingetreten.

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